Automobilmarketing – 36 Touchpoints im Kunden-Life-Cycle
Zu Gast im UNCRIPTED Studio ist Jo Deimel, Head of Marketing & PR bei MG Austria
30.10.2026 59 min
Zusammenfassung & Show Notes
Wenn 20 Jahre Erfahrung auf eine neue Marke treffen
Über zwei Jahrzehnte bei Mazda, und dann der Sprung zu MG Austria: Jo Deimel zeigt in Folge 77 von UNCRIPTED, was es wirklich bedeutet, eine wenig bekannte Marke in einem gesättigten Markt aufzubauen. Das ist keine theoretische Übung, das ist tägliche Realität.
Gemeinsam mit Peter Rosenkanz, Willy Steindl und Thomas Nasswetter geht Jo tief in die Materie. Er erklärt, warum rein digitale Strategien für neue Marken schlicht nicht ausreichen und warum klassische Kanäle wie Plakatkampagnen und Events für MG Austria unverzichtbar bleiben. Wer nur auf Social Media setzt, macht einen entscheidenden Fehler.
Faszinierend ist dabei der Blick auf die Customer Journey: Rund 36 Touchpoints über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs, wobei die Kaufentscheidung typischerweise sechs Monate dauert.
Jo betont außerdem, dass der Neuwagenkunde im Schnitt über 48 Jahre alt ist. Ergo: Erfahrung und frische Blicke müssen in einem generationenübergreifenden Team zusammenwirken, um einen konsistenten roten Faden durch alle Kanäle zu ziehen.
Hör rein und erfahre, wie modernes Automobilmarketing wirklich funktioniert.
Zur Person
Jo Deimel, seit April 2026 Head of Marketing & PR bei MG Austria. Mit über 20 Jahren Automotive-Erfahrung – unter anderem als langjähriger PR- und Communications Director bei Mazda sowie Head of Social Media für Mazda Europe – bringt er geballte Expertise in Markenaufbau, Kampagnen und PR in die heutige Folge“
Wir freuen uns wie immer über eine Bewertung auf Apple oder Spotify. Anregungen und Fragen bitte an: contact@uncripted.com
UNCRIPTED Hosts:
- Peter Rosenkranz: CEO & Founder von media4more
- Willy Steindl: CEO & Founder von re.think Consulting
Moderation und Produktion:
- Thomas Nasswetter von planet-podcast.com
Transkript
Ich sehe, Meta. Das machen alle,
es geht sofort.
Ob das zum Erfolg führt alleine,
ob das eine Marke bekannt macht,
ob das hilft, ein Produkt zu
verkaufen, das bezweifle ich.
Willkommen zu Folge 77 von
Uncrypted, dem Marketing -Podcast.
Mein Name ist Peter Rosenkanz von
Video of Amor und mit mir wieder
im Studio unser Co -Host, mein Co
-Host und mein Freund Willi
Steindl von Resync Consulting.
Hallo Willi.
Jetzt habe ich schon befürchtet,
dass du meinen Namen vergessen
hast.
Und natürlich unser Moderator und
Produzent und auch Freund,
natürlich Thomas Nasswetter vom
Planet Podcast.
Hallo Thomas.
Hallo, grüß Gott und herzlich
willkommen, liebe Hörerinnen und
Hörer.
Und herzlich willkommen, lieber
Gast.
Willkommen im Studio von
Uncrypted.
Hallo Joe.
Hi, danke für die Einladung.
Ich freue mich, da zu sein.
Hallo, liebe Zuhörer.
Joe Daimel ist seit April 2026
Head of Marketing und PR bei MG
Austria.
Mit über 20 Jahren Automotive
-Erfahrung, unter anderem als
langjähriger PR - und
Communications Director bei Mazda
sowie Head of Social Media für
Mazda Europe, bringt er geballte
Expertise in Markenaufbau,
Kampagnen und PR in die heutige
Folge rein.
Joe, noch einmal willkommen.
Kurz schon gesagt, du bist über 20
Jahre im Automotive.
Wir, glaube ich, haben alle ein
bisschen Automotive oder
Autoaffinität.
Aber was hat dich dazu getrieben,
dort hineinzusteigen und dass du
auch dieser Branche treu geblieben
bist zu langer Zeit?
Der Einstieg war Zufall.
Ich habe angefangen zu studieren,
habe einen Job wollen nebenbei und
habe halt Bewerbungen
rausgeschrieben.
Damals wollte ich unbedingt
Journalist werden und habe
Bewerbungen, ich weiß nicht, 20.
Zeitungen, Magazine
herausgeschickt und wer sich
zurückgemeldet hat, war
Automagazin.
Es waren schon Automagazine
natürlich dabei in meiner
Bewerbungsliste, es kam aus
persönlichem Interesse,
Kindheitstagen an schon, aber dass
ich tatsächlich ein Automagazin
neben den ganzen Tageszeitungen,
wo ich mich beworben habe,
gemeldet habe, war blanker Zufall.
Und so bin ich reingekommen, bin
dann vom... kleineren Automagazin
zum ÖAMTC gewechselt, zum
Autotouring.
Habe nebenbei aber mich schon
interessiert für PEAR, habe die
Werbeakademie in Wien gemacht
nebenbei und dann kam der Ruf von
Mazda und der Ruf von der anderen
Seite, also vom Journalismus auf
die Corporate Seite zu wechseln
und die Chance habe ich
wahrgenommen.
Und schauen wir mal, ob es mir
dort gefällt.
Auf der Corporate -Seite sind
jetzt bis heute 24 Jahre geworden.
Jahre geworden.
Jetzt hast du ganz viel Zeit bei
einer Marke verbracht, bei Mazda,
und bist dann kürzlich zu MG
Austria gewechselt.
Was kann man bei so einem Wechsel
mitnehmen, aber was muss man auch
vielleicht zurücklassen und ein
bisschen hinter sich bringen?
Mitnehmen kann man die ganz, ganz
vielen Bekanntschaften, die man
über die Jahre macht.
Mitnehmen soll man, finde ich, die
Routine, die man entwickelt hat,
die Gelassenheit.
Mitnehmen soll man das Fachwissen,
das sich angesammelt hat, einfach
über die Jahre.
Ja, und zurücklassen, und das ist
eigentlich das, was ich vorher
gesagt habe, soll man auch
mitnehmen, soll man gleichzeitig
auch zurücklassen zu viel
Routinen.
Also Offenheit mitzubringen und
das Bewusstsein, dass es ganz
anders werden kann, anders werden
kann, dass es ganz anders werden
wird und einfach offen zu sein,
alles über den Haufen zu werfen
und mit einem leeren Blatt Papier
wieder zu beginnen.
War aber auch leichter bei mir,
weil ich bin ja nicht von einer
Marke zur anderen Volet
gewechselt, sondern da war schon
ein bisschen Auszeit dazwischen,
ein paar Monate um den Kopf
freizubekommen.
Aber wenn wir es jetzt anders
formulieren, ein bisschen Brecher
formuliert, also wir reden von
einem knappen Vierteljahrhundert.
Das Auto an sich ist jetzt auch
nicht ewig alt, aber wenn ich mir
denke, jetzt fast ein
Vierteljahrhundert.
Früher war...
Autoanzeigen war, 24 -Bogen
-Plakat war, bringt den im Besten,
Schönster rein.
Kultur, wunderbar geshootet,
wunderbare, auch Filme natürlich,
TV, aber auch Kino -Spots kann ich
mal nur erinnern, hast du in
ewiger Länge gegeben von neuen
Autos.
Es müssen sehr dramatisch viel
geändert haben in den letzten 24
Jahren, war da jetzt Marketing für
Autos hernehmend.
Und wenn man es auf die Spitze
treibt, immer wieder wird
versucht, Autos jetzt komplett
online zu verkaufen.
Also dass ich Händler und alles
irgendwie ausspare.
Aber das ist vielleicht dann schon
als zweite Frage gedacht.
Wie siehst du das, was sich alles
verändert hat in den letzten 24
Jahren?
Wenn man drinsteckt, bis zu den
Ohren, kriegt man es ja nicht mit.
Aber rückblickend ist es irre, wie
du gesagt hast.
Ich habe in meinem Schreibtisch
zusammengerampft, habe bei meiner
hervorragenden Bude einen
Medienplan gefunden.
Aus dem Jahr 1997.
Das war so ein klassischer
Kampagnenplan für eine Launch
-Kampagne.
Da war drinnen TV, Kino, Print,
Radio.
Radio, habe ich vergessen, stimmt,
ja.
Fertig.
Und das war kein unüblicher Plan.
Na klar.
Das war halt so.
Jetzt brauchen wir nicht reden.
Jetzt ist das, was ich aufgezählt
habe.
Kommt vor, aber dazu noch eine
digitale Welt, die ja viele
Nuancen hat.
Das ist ja nicht nur digital.
Also oft denke ich mir, die
Marketer vor mir, der vorigen
Generation, haben ein wirklich,
wirklich lässiges Leben gehabt.
Die haben viel Zeit gehabt.
Die konnten wirklich Marketing,
das Handwerk in Perfektion
ausüben.
Wohingegen es heute, zumindest in
meiner Praxis, Darum geht, wo habe
ich den Mut zur Lücke?
Wie schaffe ich das alles bis zu
den Deadlines, bis zur Abgabe mit
Agenturpartnern, mit Service
-Providern?
Das ist längst nicht mehr.
Ich kann immer mehr perfekt sein
in allen Channels.
Dann ist es better than perfect
ist, glaube ich.
Darin hat sich entwickelt ein
bisschen.
Also das heißt, es ist einfach
schnelllebiger geworden.
Es ist sehr viel dichter geworden.
Es ist der Mitbewerb natürlich
auch stärker geworden.
MG gehört ja auch zum, ich weiß
nicht, wie man es ausspricht, zum
chinesischen Konzern, Saig oder?
Saig, ja.
Also das heißt, dort wird ja auch
massiv, nicht nur auf dem
europäischen Markt gedrängt.
Und da bin ich bei dir, früher war
das einfach, ja, einmal im Jahr
hat eine Marke, die drei Schienen
gehabt hat, die neuen Autos
rausgebracht, die haben gewisse
Unterschiede gehabt und man hat
gewusst, für was es steht und es
ist dann fortgeführt worden.
Und jetzt musst du halt... alle
Kanäle bedienen.
Wie siehst du die Gewichtung?
Was hat sich denn verschoben?
Print, klassisch Print und Plakat.
Wie immer noch vorne oder ist das
komplett nach hinten gerutscht?
Wo geht das Geld hin, wenn man so
frech formulieren darf?
Ja, es kommt ein bisschen an, wo
die Marke steht.
Wenn das Problem, wenn das Thema
Awareness und Bekanntheit ist, so
wie es sich jetzt gerade mir
präsentiert, das ist zwar, der
Name ist alt, aber Dadurch, dass
es jetzt eine chinesische Marke
ist, die sind seit fünf Jahren
erst wieder zurück auf den
europäischen Markt.
Wir wissen, Bekanntheit ist ein
Riesenproblem und Familiarity ist
ein Riesenproblem.
und Familiarity ist ein
Riesenproblem.
Das sagt die Schule, das sage ich
aus meiner Erfahrung, da brauche
ich einfache Baftelein -Kanäle, da
brauche ich TV, da brauche ich
eine schöne Plakatkampagne, da
brauche ich auch... experiential,
da brauche ich Events, da muss ich
schauen, dass ich mit der Marke in
Kontakt komme, sehr nahe komme an
die Kundinnen und Kunden.
Wenn das alles schon da ist, wenn
man mich kennt als Marke, wenn die
Marke vielleicht noch Premium
Appeal hat, ja, dann ...
Ich kann ihm schon einmal Pausen
einlegen, wenn das Budget knapp
wird.
Dann kann ich schon einmal auf
eine TV -Kampagne verzichten oder
auf einen Out -of -Home -Flight
und kann es mit Performance
richten.
Okay.
Aber ich sehe es jetzt oft, es
jetzt oft, wir haben viele
Mitbewerber und gerade im heurigen
Jahr sind viele neue Marken
gestartet und ich sehe, was
schnell geht und einfach, geht
alle wieder auf Meta.
Das machen alle, es geht sofort.
Ob das zum Erfolg führt alleine,
ob das eine Marke bekannt macht,
ob das hilft, ein Produkt zu
verkaufen, das bezweifle ich.
Also du hast einen super Satz
gesagt, dass man vielleicht mal
Brand aussetzt oder Image
-Kampagne.
Ich bin vollkommen bei dir.
Ich glaube, eine Marke nur dann
über digital zu machen am Ende des
Tages wird zu wenig sein.
So wie du gesagt hast, du musst
einfach den Brand auf der Line
immer wieder in die Sichtbarkeit
hineinbringen, weil ja so viele
Marken daherkommen.
Ich glaube, allein im August sind
drei neue Automarken nach
Österreich gekommen.
Da kannst du dich, glaube ich, auf
Meter nicht so unterscheiden, weil
die Aufmerksamkeit nicht so groß
ist, sondern dass die Marken das
Ganze machen.
Ich möchte aber noch ganz kurz zum
Thema Handwerk, du hast das Wort
vorher in den Mund genommen,
zurückzukommen.
Wie siehst du das mit dem Thema
auch?
Erfahrung, Kompetenz und was jetzt
nachkommt.
Also dieses gelernte Marketing ist
ja oft auch ein Bereich, der ein
bisschen vernachlässigt wird.
Auch in den Zeiten, wenn Budgets
knapp wird, dann gehe ich halt nur
auf Meta und Performance, auch von
den Kanälen her.
Wie siehst du das mit der
Erfahrung und das Lernen aus der
Kombination von unterschiedlichen
Kanälen?
Wird das, glaubst du, in Zukunft
wichtiger oder wird es weniger
werden, dass man sich auskennt in
den verschiedensten Sprachen des
Marketings?
Ich bin ein Anhänger des
Handwerks.
Wer das Handwerk kann, der ist
schon so weit vorne gegenüber
denjenigen, die es vielleicht nur
in der Theorie gelernt haben und
noch nicht kennen.
Also Praxis ist wichtig.
Nicht Praxis so weit, dass man es
auch lebt, dass man in dem
Lifestyle drinnen ist.
Ich meine jetzt, eine moderne
Marketingabteilung muss ein
Generationenmix haben.
Wenn nicht alle Generationen
vertreten sind, dann wäre er ein
Problem kriegen.
Ich war für Social Media
zuständig, meiner früheren Marke
in Europa und meine Rolle habe ich
da eher gesehen als Head of
Strategie zu machen und zu
schauen, zu machen und zu schauen,
dass das in alle anderen Channels
integriert ist.
Aber ich hätte niemals machen
können einen Contentplan,
geschweige denn Contentcreation.
Da braucht es einfach Natives, die
damit aufgewachsen sind, die
einfach das Gefühl haben, das Gut
-Feeling, das Bauchgefühl, was ist
cool, was ist angesagt, was sind
die Trends.
Das kann man nicht lernen.
Das muss man aus dem Lifestyle
heraus erlebt haben und aus der
Praxis mitbringen.
Aber nur eine Truppe aus jungen,
wilden... die verstehen wieder
Radio nicht oder Print nicht, so
wie jetzt das meine Generation
versteht und auch erlebt hat.
Also ich bin wirklich ein Anhänger
von sehr bunten, wirklich ein
Anhänger von sehr bunten, sehr
gemischten, altersmäßig und auch
von der Diversity, Lifestyle
gemischten Marketingabteilungen.
Das ist, glaube ich, sicher ein
Erfolgsrezept.
Jetzt hast du Social Media gesagt,
auch Natives und vielleicht hip
oder stylish oder anders in der
Anwendung.
Wie groß ist die Herausforderung,
eine klare Kommunikationsstrategie
über alle Kanäle durchzubringen?
Weil ein Social Media Reel auf ein
Plakat zu bringen, ist schwierig.
Ein TV -Spot vielleicht auf eine
Printanzeige, vielleicht
ausschnittsweise.
Aber wie groß ist die
Herausforderung, die Kanäle, die
jetzt von vier zu Beginn, Deiner
Karriere auf 50 plus, keine
Ahnung, wenn man die ganzen
digitalen, da eine gute Linie
drüber zu sehen, dass die
Wiedererkennung auch steigt?
Ich denke, das ist der Job, der
Einsatzjob einer Marketingleitung.
Und dafür braucht es Erfahrung, es
Erfahrung, glaube ich.
Dafür braucht es eine
Grundkenntnis von allen Kanälen.
Oder ich sage es anders.
Guter Social Media Manager ist
noch längst kein Marketing
Manager.
Ein guter Marketing Manager kann
auch Social Media managen, aber
halt nicht operativ in die Tiefe
des jeweiligen Channels
eintauchen.
Also das sich zurücknehmen, watch
the mountain from behind, schauen,
dass da roter Faden durchgeht.
Und das ist ja die proaktiv, so
setzt man ja.
denke ich Kampagnen auf, dass man
mal mit dem roten Faden beginnt,
dass man mal beginnt, was ist
eigentlich unser
Kommunikationsziel, dass man dann
ein paar Strategien festsucht und
eine Strategie kann sein
Experiential Events, eine
Strategie kann sein Print, eine
Strategie kann sein Social Media,
PR und dann schupft man das Ganze
rüber zu den Fachleuten und die
machen dann weiter so in die
Richtung.
Ganze rüber zu den Fachleuten und
die machen dann weiter so in die
Richtung.
Strategie ist dein Steckenpferd.
in dieser Marketing -Schiene, also
den brauchst du dann auch.
So sehe ich die Rolle schon, ja.
Ich möchte jetzt noch einmal auf
das Thema Branding zurückkommen.
Branding hat ja ganz viel mit
Vertrautheit auch zu tun, weil das
ist ja die Grundlage, auf die dann
Vertrauen aufbaut.
Und wir haben jetzt über die
Veränderungen sozusagen auf Seite
des Marketings geredet, aber ich
glaube, die entscheidende Größe
ist ja beim Marketing immer die
Kundenseite.
Und nachdem ich auch nicht mehr
ganz zu den jungen Hüpfern gehöre,
sondern eher schon zu den alten
Hasen, da hat sich ja ganz, ganz
viel verändert in den Köpfen der
Menschen.
Das merke ich an mir.
Das Thema Auto, als ich 20 Jahre
alt war, hat eine völlig andere
Bedeutung gehabt als heute, wo ich
knapp über 60 bin.
Und zwar in vielerlei Hinsicht vom
alltaglichen Gebrauch.
der sozusagen in der Stadt keine
Notwendigkeit mehr darstellt, bis
mehr machen, weil sie keinen Sinn
mehr dahinter sehen.
zu dem Thema für eine Gen Z, die
zum Teil gar keine Führerscheine
Wie geht man eigentlich damit um?
Weil du warst ja sozusagen in
dieser Zeit kontinuierlich am
selben Platz sozusagen, am selben
Markt, so muss man es sagen.
Und wie nimmst du das wahr?
Dieses Verändern der Zielgruppen
hat...
Hat sich da was
auseinanderentwickelt?
War das früher kompakter?
Haben die Leute so einlicher
gedacht über das Auto?
Ist das jetzt wesentlich
diversifizierter geworden?
Und wenn das der Fall ist, was
bedeutet das für das Automotive
Marketing?
Also zum ersten Mal hat sich, wenn
man rein auf den Markt schaut, von
der Marktseite gar nicht so viel
verändert.
Der Markt in Österreich, wir haben
pro Jahr rund 300 .000 Autos, die
neu zugelassen werden.
Mal ein bisschen mehr, mal ein
bisschen weniger.
Also zu sagen, das kann man
definitiv nicht sagen, es werden
keine Autos mehr gekauft.
Der Neuwagenkunde ist im Schnitt
48 plus.
plus.
Wird jetzt bei manchen Marken auch
unterschiedlich sein, aber es ist
keine Zahl, die komplett falsch
ist.
Das Interessante ist, Das habe ich
immer wieder so gehört, wenn man
so in Marketing, in Corporate
-Welten, in Marketing -Meetings
zusammensitzt und so Kampagnen
entwirft.
Da wird immer gedacht, wie bin ich
möglichst jung, wie bin ich
möglichst wild?
Und da hat man dann oft, ich habe
zumindest den Eindruck bekommen,
wir planen die Kampagne jetzt für
Leute, die unter 30 sind.
Und das Problem hat sich ein
bisschen verschärft, wenn ich
jetzt... für Leute unter 30
Autokommunikation macht, dann
müsste ich Leute ansprechen, denen
das Thema eigentlich noch relativ
egal ist.
Ein Auto wird dann interessant,
wenn ich einmal Familie habe.
Es gibt noch natürlich die ewige
Kluft zwischen Stadt und Land.
Auf der Stadt brauche ich es fast
gar nicht mehr.
Ich bin auch mit dem Radl gekommen
heute in Ibsau oft in der Stadt.
Am Land schaut die Sache auch
anders aus.
Also verändert, glaube ich, hat
sich Wie man über das Auto spricht
und welche Botschaften man
verwendet, das ist sicher nicht
mehr dieses lovable product.
Das Auto ist eher ein bisschen in
der Wahrnehmung oder in der
medialen Welt oft ein Feindbild
geworden.
Also welche Botschaften man
verpackt, das hat sich definitiv
geändert.
Leistung ist nicht mehr das, was
man jetzt in die Headline
schreibt.
Verbraucht darf man immer, weil es
gibt ja automotiv zahlreiche
Regulatorien, was man sagen darf
und was man nicht mehr sagen darf.
Und jetzt gilt es halt darum, neue
Ansätze zu finden.
Und gerade jetzt, wo dieser Switch
ist von traditionellen Antrieben
zu immer mehr, Antrieben zu immer
mehr, immer mehr Elektroautos,
immer mehr Elektromobilität, ist
man wieder dran, neue Botschaften
zu finden.
Ich glaube, Reichwert ist das
System, oder?
Ja, war es vor Jahren.
Jetzt ist es auch nicht mehr das
Hauptthema.
Hauptthema.
Jetzt geht es darum, wie schnell
lade ich die Karre.
Also schaffe ich in fünf Minuten,
dass ich weiterfahren kann oder
brauche ich eine halbe Stunde.
Aber geht es da wirklich um diese
technischen Effekte?
Weil ich habe selber mal so auch
relativ hochspezialisierte
Maschinen verkauft an Endkunden
und schlussendlich war es dann
doch die emotionale Komponente.
Wo liegt die emotionale
Komponente?
Ein Stück Freiheit.
Ich glaube, es liegt in dem
begründet, dass du sagst, Männer
ab 48 kaufen neue Autos, aber du
machst die Kampagne für unter 30
Jahre.
Ich glaube, man will wieder jung
sein und wild sein.
Also Männer habe ich nicht gesagt.
Entschuldige mich dafür.
mich dafür.
Nein, nein.
Ja, also wenn ich zusammenfasse,
ein Stück Freiheit, ein Stück
Unabhängigkeit, Komfort auch.
Natürlich kann ich mit den Öffis
fahren, aber im Auto, das ist
meine Welt, da habe ich meinen
Radiosender eingestellt, da habe
ich meinen Sitz eingestellt und
die Welt da draußen, solange ich
am Weg zur Arbeit noch bin, ist
Schaum gebremst.
Darauf zurückzukommen, also mit
rationalen Argumenten wäre es
nicht gewinnen.
Und wenn ich eine Marke aufbauen
will, aber das gilt ja für alle
Produkte.
Zuerst der Bauch und dann der
Kopf.
Und beim Auto, man braucht es in
der Autowerbung anschauen.
Das ist jetzt nicht Specs, also
Specifications und Ausstattung und
technische Features aufgezählt,
sondern das ist irgendein
lifestyle -iger Slogan, eine
Lebenswelt in Wort und Bild
dargestellt und umgesetzt.
In der Hoffnung, dass man seine
Zielgruppe damit irgendwie
triggert und catcht.
drehen wir uns ja eigentlich in
diesen ganzen Antworten ja schon
um ein Kernthema, das bei uns im
Podcast sehr oft vorkommt.
Also wir haben jetzt über Brand
geredet, wir haben über Kanäle
gesprochen und letztendlich geht
es um das Verkaufen.
Also wenn ich das jetzt einmal so
zusammenfasst habe, jetzt denke
ich einmal den Lead -Fundle oder
den Sales -Fundle eigentlich.
Jetzt haben wir Coca -Cola,
Mediamarkt, die brauchen 10
Touchpoints, also Coca -Cola
braucht 10 Touchpoints, um etwas
zu verkaufen.
Wie schaut das bei euch aus?
Jetzt ist die Autobranche noch
spezieller, weil es gibt ja die...
die Kommunikation der Marke, also
der Brand.
Und dann gibt es ja noch Händler
irgendwie.
Und das ist ja dann noch einmal
was Eigenes.
Vielleicht gehen wir auf das dann
noch einmal gesondert ein, aber
wie viele Touchpoints könnt ihr,
ihr, bedient ihr, wisst ihr, dass
ihr braucht, um tatsächlich ein
Auto zu verkaufen?
Wie schließt ihr die Lücke vom
ersten Klick, bis dass es wirklich
verkauft wird?
Und das ist ja nur dazu was.
Für viele ist ja ein Auto
irgendwie die zweitgrößte
Investition nach dem Eigenheim,
weil es ja durchaus viel Geld
kostet.
Also wie schaut es euch hier den
Funnel an und wie könnt ihr denn
auch messen, wie viel Touchpoint
braucht ihr?
Könnt ihr ein bisschen aus dem
Nähkästchen plattern?
Ich habe einen Plan gesehen und
mit einem Plan gearbeitet, der hat
36 Touchpoints gehabt in der
ganzen Customer Journey.
Also nicht nur bis zum Kauf, bis
zum Kauf, sondern dann auch im
Leben mit dem Auto bis zum
Neukauf.
After Sales.
After Sales, genau.
Das Test Theories und in der
Praxis, also für mich noch nie zu
bespielen gewesen, 36 Touchpoints
mit den Budgets und den
Ressourcen, Touchpoints mit den
Budgets und den Ressourcen, das
ist philosophisch.
Für mich greifbarer und konkreter
ist eher die Zeit, die es braucht,
vom ersten Mal drüber nachdenken,
bis man wirklich ein Auto kauft
oder bis man den Vertrag
unterschreibt.
Auto kauft oder bis man den
Vertrag unterschreibt.
Und auch da gibt es
unterschiedliche Berechnungen,
aber so sechs Monate ist eine
schlechte Zahl.
Für mich ist es aber nachdenken
müssen.
Und?
Es kommt hin, ja.
Also es ist kein Fast -Moving
-Consumer -Code.
Und jetzt...
Da komme ich wieder zum Thema Meta
und Performance zurück.
Also ich habe immer super Kontakt
gehabt mit den Vertriebler.
Ich habe immer das Glück gehabt,
dass wir uns super verstanden
haben.
Aber in deren Welt ist schon oft
das Thema, ich habe jetzt eine
Aktion, macht ein bisschen Google
-Werbung und ein bisschen Facebook
-Werbung, wo ihr reinschreibt, um
wie viel Euro günstiger das Auto
geht, zu verkaufen gibt.
Und das wird funktionieren.
Die Kunden wissen das und dann
kaufen sie.
jetzt, weil die Aktion gilt ja nur
die nächsten 30 Tage.
Und da steige ich komplett aus als
Marketer.
Wenn ich diese Kunden, die das
Auto jetzt kaufen soll, nicht
schon sechs Monate bei der Zahl
vorher erreicht habe, über den
Bauch, dann wird die Kampagne
nicht funktionieren.
funktionieren.
Umso mehr, wenn das eine Marke
ist, die noch nicht etabliert ist,
keine Premium -Marke ist, neu ist.
dann braucht es vielleicht noch
länger, weil die Kundinnen das
Vertrauen noch nicht haben, sich
länger informieren müssen, öfters
vergleichen, öfters Test fahren.
Also man ist länger verhaftet in
diesem Awareness, ganz oben am
Funnel, bevor man überhaupt nach
unten kommt.
Und das wird jeder anders sehen,
aber für mich ist das ganze
Performance -Ding eigentlich ein
Hygienefaktor.
eigentlich ein Hygienefaktor.
Der muss funktionieren.
Der muss gut aufgesetzt sein.
Was eigentlich den Unterschied
macht, das passiert oben, wo ich
meine Marke differenzieren muss.
muss.
Aber jetzt wird ja auch aufgrund
der wirtschaftlichen Situation
werden, dann wird ja oft noch
gearbeitet mit eben kurzfristigen
teilweise oder wenn
Autoverkaufsziele nicht erreicht
Aktionen, verschiedensten
Rabattthemen etc. Kann sowas dann
auch gegen die Marke führen?
Also kann sowas dann auch eine
Marke beschädigen?
dass man sagt, naja, die arbeiten
ja eh nur noch mit Preisen.
Ich kann ja noch jetzt drei Monate
warten und dann kommt schon sicher
wieder die nächste Aktion und
beschäftigt sich eigentlich gar
nicht mit der Emotion und mit dem,
für was die Marke eigentlich
steht.
Sicher.
Also ich glaube sicher.
Wenn das das einzige
Markenattribut ist, wenn das
überbleibt in den Köpfen,
Aktionsmarke, Aktionsware, nur
mehr Preis, dann hat die Marke
Wert verloren oder hat keinen Wert
mehr.
die Marke Wert verloren oder hat
keinen Wert mehr.
Wir wissen ja auch aus jeder
Studie, dass Preis kein
Unterscheidungsmerkmal ist im
Markenaufbau.
Da braucht es schon noch ein
bisschen mehr Substanz dahinter.
Jetzt hast du gesagt, Marker ist
wichtig und Markenbekanntheit,
Leads, Probefahrten generieren,
sind auch immer wieder so ein
Thema.
Inwieweit ist das wichtig für
euch, dass die Leute im Auto
sitzen?
Es ist ja, der Thomas hat es ganz
am Anfang gesagt, es geht auch in
die Richtung, die Leute sollen
Autos in Zukunft nur noch online
kaufen.
Ich persönlich glaube nicht daran.
Ein Auto, wo du nicht drin
gesessen bist, glaube ich, kannst
die Emotion nicht machen.
Also was ist so ein wichtiger
Touchpoint bei euch im Sales
-Zirkel?
Ist das die Probefahrt wirklich
der wichtigste Punkt, um die
Wahrscheinlichkeit zu erhöhen?
Oder was sind so die... die
Punkte, die in deiner Customer
Journey für euch extrem wichtig
sind, vielleicht wichtiger als
andere?
Wer Probefahrt macht, hat eh schon
fast gekauft.
gekauft.
Also ja, das ist immer so, das ist
eine sehr harte Währung,
Probefahrtleads, absolvierte
Probefahrten dann beim Händler,
aber das machen, wenn ich die
Anzahl der Leads vergleiche, wo
sie herkommen, dann kommen die
wenigsten von
Probefahrtsbuchungen, weil eben
das ist doch schon ein Aufwand.
Da muss man hin zum Händler, da
muss man Zeit investieren.
Das kann ich nicht am Abend
während dem Fernsehen am Second
Screen, am Second Device
absolvieren.
Wer eine Probefahrt macht, das ist
für uns eine total Königsklasse.
Dann sind wir schon fast dort,
noch nicht ganz, aber fast.
Was ist der Lied dann davor?
Die Konfiguration oder eine E
-Mail an den Händler oder was ist
dann so ein bisschen das Lied?
Das ist die Arbeitsteilung, du
hast es schon angesprochen vorher,
die Besonderheit der Autobranche.
Wir haben ja nicht den gesamten
Funnel, den gesamten
Vertriebsfunnel unter Kontrolle.
Da gibt es den Hersteller, der
baut die Autos.
Also wir können jetzt nur begrenzt
als Importeur, als Großhändler in
Österreich, können wir nur
begrenzt Einfluss nehmen auf, wir
nur begrenzt Einfluss nehmen auf,
wie schaut das Produkt aus im
Detail.
Wir können schon Feedback geben,
aber...
Das Produkt kommt vom Hersteller.
Unsere Aufgabe ist es jetzt als
Importeur, die Autos nach
Österreich zu bringen, richtig zu
pricen, richtig zu positionieren,
richtig zu promoten.
Aber dann der Place, was verkauft
wird, wird, das ist ein Händler,
ein Vertragspartner, ein Retailer.
Und unser Hauptjob im Marketing
ist es, im Marketing ist es,
diesen Retailer Leads zu
übermitteln.
übermitteln.
Und dann es so zu machen, so
einfach zu machen, so problemlos
zu machen, dass diese Leads auch
nachverfolgt und bearbeitet
werden.
Und dann gibt es natürlich immer
die Streitfrage, schaue ich auf
Quantität, schaufle ich meinem
Händler so viele Leads wie möglich
zu?
Und beim Nachfassen muss er
hundertmal jemanden anrufen, bevor
er einen Termin kriegt.
Oder schaufle ich ihm weniger zu,
aber dafür ist die Qualität der
Leads höher.
Und da gesunde Balance zu finden,
ist gut.
Und da gibt es natürlich
unterschiedliche Leadsqualitäten.
Die Leads, die von Meta kommen,
von Facebook -Formularen, sind von
der Qualität her super schlecht,
wenn ich es nicht
nachqualifiziere.
Also ein Formular ist schnell
abgeschickt.
Schauen wir mal, ob was kommt.
Ein Probefahrtslied ist eine
gebuchte Probefahrt, ist
Königsklasse, wie du gesagt hast.
Und dazwischen gibt es halt
Abstufungen.
Ein Lead von einem Chat, von einem
Webchat ist super, der ist stark
auch.
Ein Lead von Web -Tools, wo sich
der User damit ein bisschen
beschäftigt und auch mehr Daten
darlässt, ist auch super.
Beispiel, wir haben so ein Tool
auf der Website, wo man seinen
Gebrauchtwagen, den aktuellen Wert
berechnen kann.
Da beschäftigen sich die User
damit, haben sie schon ein
bisschen herumgespielt, kriegen
eine Information raus, kriegen
eine Gegenleistung für ihre E
-Mail -Adresse.
Und der Händler hat dann auch mehr
Informationen schon konkret.
Er sieht, was hat mein
potenzieller Kunde für ein
Eintauschfahrzeug, wann will er
kaufen, was ist das wert.
Also solche Tools sind Gold wert,
finde ich.
Leasing -Rechner, auch ganz, ganz,
ganz super sowas.
Das heißt, ein Lead ist nicht nur
die Probefahrt von euch, sondern
ihr, um ein bisschen auf die
andere Seite zum Thema
Datengetriebene, versucht auch
Daten zu generieren und mit diesen
dann im Nachhinein auch
weiterzuarbeiten.
Also macht sie das dann auch
intern, CRM oder Leadbearbeitung
oder ist bei euch, wenn der
Datensatz generiert ist, gibt es
zum Händler?
Also wie geht es mit diesem ganzen
Thema CRM, Datengenerierung und
Weiterbearbeitung?
Auch Marketing Automation ist ein
Stichwort gerade.
verschiedenen Rollen, wo ich
gearbeitet habe, verschiedene
Reife gerade erlebt oder auch
worauf man sich fokussiert.
Die einen sind besser im First
-Party -Data -Management.
Die haben total sophisticated
Marketing -Automation, auch
hauseigene Tools, irrsinnig viel
investiert in eine eigene IT
-Architektur.
Die anderen arbeiten eher mit
Third -Party -Datas, arbeiten eher
sind vorneweg im Lead -Management
besser.
Ist der Idealfall wäre, ich
generiere Leads, die kommen in ein
CRM -System rein.
Das CRM -System nutzen auch alle
Händler und da fängt das Problem
schon an, weil die Händler
vertreiben ja nicht nur eine
Marke, sondern zwei, drei Marken.
Dann haben sie nicht nur ein CRM
-System, sondern drei CRM -Systeme
und vielleicht noch das
Hauseigene.
Hauseigene.
Und da ist oft der Bruch.
Also dort, wo man die Daten, die
man generiert, aus der Hand gibt
und aus dem eigenen Ökosystem
überwechselt ins Ökosystem vom
Händler, ins Ökosystem vom
Händler, da ist oft die
Bruchstelle.
Und zwar in beide Richtungen,
sowohl beim Übermitteln als auch
beim Rückkoppeln.
Was passiert mit dem Lied?
passiert mit dem Lied?
Das wollte ich gerade fragen, weil
es ist ja ein wichtiges Learning
für euch in der Kommunikation zu
wissen, was hinten raus dann
passiert.
Kompilation von Kanälen, weil ein
einzelner Kanal nicht mehr zu
bewerten ist natürlich schwierig,
so wie der 36 Touchpoints hast du
mal vorher kurz gesagt als
Beispiel, aber das macht natürlich
das große Herausforderung daran zu
sehen, was kommt auch wirklich
retour, weil sonst könnt ihr ja
die Learnings auch nicht
verarbeiten, oder?
Ja, Learnings.
Wir haben...
Ich gebe ein Beispiel.
Wir haben so ein schönes
Dashboard, wie die
Verarbeitungszeit der Leads ist.
Da ist ein KPI da drinnen.
Der Händler.
Also die Händler bekommen von uns
ein Lead und dann gibt es so ein
Benchmark, wo wir uns erwarten
oder wo wir hoffen, erwarten oder
wo wir hoffen, dass die Händler
den Kunden, die Kundin
kontaktieren.
Und da steht drinnen zur Zeit in
unserem Dashboard ein
Durchschnitts -Response -Time von
sechs Stunden.
steht drinnen zur Zeit in unserem
Dashboard ein Durchschnitts
-Response -Time von sechs Stunden.
Das ist immer gut.
Glaube ich nie im Leben.
Und da ist genau das Thema.
Wenn der Händler weiß, es wird für
ihn erwartet, innerhalb von einem
Arbeitstag oder vor acht Stunden
zu reagieren, dann poppt ein Lied
auf, dann macht er mal den Haken
in Kontakt und ruft ihn vielleicht
am nächsten Tag an.
Oder er hakelt an, ist schon in
Bearbeitung.
Shit in, shit out bei den Daten.
Und wenn die Dateneingabe schlecht
ist, dann kriegen wir zwar eine
Zahl.
Das ist wirklich ein großes
Problem, dass ich noch keine
Lösung gefunden habe, wo sich dann
viele einfach nur auf das
Dashboard und auf die nackten
Zahlen und auf die nackten KPIs
schauen.
Und wenn man dann tiefer
reintaucht, wenn man dann schaut,
wenn man dann einmal eine
Kundensurvey rausschickt, wurdest
du kontaktiert, dann erlebt man
oft eine Überraschung und kommt
darauf, dass das alles vielleicht
nicht so stimmt.
Zusammengefasst, diese Bruchstelle
zwischen Markenhersteller -CRM und
Händler -CRM, das ist ein großes
Problem unserer Branche.
großes Problem unserer Branche.
Das heißt, da habt ihr jetzt aber
auch ein Thema, das uns wieder
begleitet.
Die KI ist noch gar nicht so stark
im Einsatz.
Man muss das ja ohne Probleme
Nicht schön, Warratz.
lösen können, das
zusammenzuführen.
Denkt man sich so unbedarft.
man sich so unbedarft.
Ich glaube, es wird überschätzt,
wie langsam KI so in Konzerne
reinfindet.
Ist das bei euch noch kein großes
in Konzerne reinfindet.
Thema?
KI ist für alle ein Thema und alle
hätten es gern und alle würden es
gern haben, aber dann kommen halt
Regulatorien und Policies und
JetGPT sowieso gesperrt auf den
normalen Notebooks.
Und jetzt sucht man halt
Anwendungen, muss die nachbauen,
muss eigenes GPT bauen, muss
eigene Agents bauen, muss die
integrieren in ein CRM -System.
15, 20 Jahren wild gewachsen ist,
wo an jedem Eck was
herangestoppelt wurde.
Und bis das alles ins Laufen
kommt, also oft denke ich mir, so
als Startup, das muss echt cool
sein, die machen einfach.
Vorher die Marke, wo ich war, das
war eine sehr etablierte Marke,
mit sehr starke Marke, auch wie
ich finde, ich liebe sie noch
immer.
Aber dass die so lange gibt und
dass die so etabliert ist, kann,
wenn es um Fortschritt geht, wenn
es um etwas Neues einzuführen
geht, schon auch ein Nachteil sein
und ein Hindernis sein.
Und jetzt, ja, MG ist eine
chinesische Marke, die sind
Die haben weniger Auflagen,
weniger Policies, auch weniger
Systeme.
Also die Systeme sind, weil sie
einfach viel schneller, die
pfeifen sich weniger.
mehr neu sind, überhaupt noch
nicht so sophisticated.
Und da habe ich so den Eindruck,
geht es schneller.
Aber so wir alle jetzt von KI
reden, also das erlebe ich jetzt
im Arbeitsalltag in einem Konzern,
jetzt sehr, sehr schaumbig
gebremst.
Ja, jeder ist dran, jeder hat
Anwendungen in der Pipeline, aber
bis die ins Laufen kommen, das
dauert halt eine gewisse Zeit.
Jetzt hast du das Thema
Geschwindigkeit noch kurz
angesprochen, also dass alles
schneller auch ist, wo du jetzt
bist bei MG.
dass das Gefühl zumindest da ist,
dass die Prozesse auch schneller
sind.
Könnt ihr dann auch auf andere
Rahmenbedingungen ein bisschen
schneller reagieren?
Also es gibt ja immer wieder
politische Rahmenbedingungen.
Der Verbrenner wird gestoppt, dann
doch nicht.
Er kommt später, keine Ahnung, was
auch immer ist.
Jetzt kommt Elektroauto, wird der
Sachbezug für Unternehmen ab 27
eingeführt.
Die Konsumentenstimmung allgemein
ist nicht so gut.
Könnt ihr da schnell reagieren?
Ist das auch eine Herausforderung
im täglichen Arbeiten jetzt
geworden, dass sicher, also
täglich wird es etwas ändern, das
ist jetzt übertrieben, aber ich
glaube, dieses Jahr haben wir
schon sehr viele Punkte gehabt, wo
man gesagt hat, okay, Anfang des
Jahres hätten wir nicht damit
gerechnet, dass das passiert.
Und das geht ja schon seit Jahren
so.
Die Autobranche ist auch stark
reguliert, so wie andere Branchen
auch.
Und diese Regulatorien kommen
Und wenn es eine neue Abgasnorm
mitunter sehr schnell.
gibt, ja, die weiß man schon Jahre
voraus.
Aber auch die Product Cycles, die
Produkte werden ja nicht von heute
auf morgen entwickelt.
werden ja nicht von heute auf
morgen entwickelt.
Ein Produkt, das heute am Markt
kommt, ja, zumindest drei Jahre
vorher geht es da los.
Länger.
Und da passiert schon oft, dass
man im letzten Moment noch kurbelt
und speziell auch im Marketing,
auch im Marketing, wo man dann
alle Broschüren wegwerfen kann,
alle...
Alle Datenbanken neu aufsetzen
muss, weil gewisse Daten nicht
mehr passen, weil man die ändern
musste.
Kampagnen kübeln muss, weil die
einfach nicht mehr gehen, nicht
mehr passen.
Also ich glaube, man ist ein
bisschen trainiert drauf in der
Autobranche, sich schnell auf neue
Situationen einzustellen.
Mit dem Klotz am Bein, dass das
Produkt halt von der Entwicklung,
von der ersten, was abgesegnet
wird, bis es auf die Straße kommt,
nicht Wochen, sondern eher Jahre
dauert, obwohl die Zyklen viel,
viel schneller geworden sind, viel
kürzer und sich gewisse Sachen
halt nicht so einfach ändern
lassen.
Also wenn die Abgasnorm nicht
passt und zwischendrin, zwischen
Approval und in dem Lebenszyklus
eine neue Abgasnorm kommt, dann
kann es passieren, dass man das
Produkt einfach rausnehmen muss,
wenn man es nicht mehr zulassen
kann.
Ein Mythos aus meiner Jugend.
Vielleicht kannst du den ein
bisschen...
Wie ich ganz, ganz jung war, hat
es geheißen, kauf da ja keinen
Japaner, weil du kriegst nie
Ersatzteile.
Das war also irgendwie der Mythos,
den mir mein Vater noch ein
bisschen gegeben hat, der dann
immer deutsche Autos gekauft hat.
Wie ist das jetzt mit den
chinesischen Herstellern?
Es tauchen wahnsinnig viele Marken
ganz schnell auf.
Ich glaube nicht, dass alle
überleben werden in irgendeiner
Art und Weise.
Es werden viele wieder
verschwinden, die nur ausprobiert
werden.
Wie kann ich da dem Endkonsumenten
die Sicherheit geben, dass das
Auto, das er fährt in drei Jahren,
wenn er eine Antriebseinheit
braucht, dass die noch da ist?
Also wird da auch viel gemacht?
Müsst ihr da im Marketing oder im
After -Sales -Marketing da auch
viel vorantreiben?
Ich glaube, es wird ein
Unterscheidungsmerkmal werden und
auch in der Kommunikation zu
sagen, ein Unterscheidungsmerkmal
werden und auch in der
Kommunikation zu sagen, wie
verlässlich die Marke ist.
Und was da zählt ist, ein
Händlernetz zu haben.
Ich glaube, das wird auch den
Unterschied ausmachen, wer es
schaffen wird und wer es nicht
schaffen wird.
Also nicht nur ein Händlernetz,
sondern auch ein Werkstättennetz.
Was ich so mitbekomme, neue
Marken, die jetzt starten, tun
sich zunehmend schwerer, Händler
und Werkstätten zu finden in
Österreich.
Weil es immer mehr gibt und es ist
begrenzt.
Weil es immer mehr gibt und es ist
begrenzt.
Ich kann nicht 15 Marken als
Händler haben.
So ist es.
als Händler haben.
So ist es.
Und was ich auch miterlebe, ist,
dass manche Händler, wenn eine
neue Anfrage kommt, sich sehr wohl
informieren.
Wie schaut denn eure Ersatzteil
-Logistik aus?
Wo rufe ich denn an, wenn ich
auch noch Deutsch spricht und
nicht Chinesisch oder Englisch?
einen Garantiefall habe?
Sitzt der Wert, der vielleicht
Also das sind schon
Qualitätsmerkmale.
Ein gutes Netz zu haben für
Verkauf, aber auch speziell für
Service und Reparatur.
Und ja, auch in der Kommunikation
und im Marketing.
Mehr noch als in der Vergangenheit
ist das ein Unterscheidungsmerkmal
und ein USB, der sicher zu
kommunizieren ist und
rüberzubringen ist.
ist.
Das heißt, die After -Sales
-Kommunikation wird immer
wichtiger werden, auch um quasi
die Bestätigung auf den Kunden zu
geben.
Wir helfen dir auch im Nachhinein
dann immer mehr und wir lassen
dich nicht quasi alleine über den
schnellen Rabattverkauf.
Würde ich so sehen.
ich so sehen.
Man muss es halt beweisen können,
dass es auch tatsächlich so ist.
Wenn ich sage, ich habe ein total
tolles Netz und nur drei Händler
in Österreich, ein total tolles
Netz und nur drei Händler in
Österreich, dann wird der
Proofpoint schwer, aber ja.
Das interessiert mich persönlich,
hat jetzt mit Marketing vielleicht
weniger zu tun.
Über MG habe ich natürlich selber
in meinem Kopf ein Bild, weil das
waren fürschnittliche Sportwagen,
zwei Sätze, wo man es für Deck
runternehmen konnte.
Was hat sich verändert?
Die Antriebsart.
Also dieser Wechsel zur
Elektromobilität hat, Wechsel zur
Elektromobilität hat, einfach so
viel umgeworfen und so viel
verändert.
Und das Auto ist anders aufgebaut
selber.
Ich brauche nicht mehr so einen
großen Motor und so ein großes
Getriebe drinnen.
brauche nicht mehr so einen großen
Motor und so ein großes Getriebe
drinnen.
Und wenn ich nicht mehr so einen
großen Motor habe, dann brauche
ich nicht mehr so eine große
Motorhaube.
Dann kann ich mehr Platz auf
selber Grundfläche für den
Passagierraum.
Das heißt aber auch, dass die
Autos ein bisschen anders
ausschauen.
Die schauen jetzt alle ein
bisschen boxy aus, mehr so wie ein
Van.
ein Van.
Das Innenraumkonzept hat sich
komplett verändert.
Ich meine, eine Zeit lang sind
alle weggekommen, haben halt
gesagt, hurra, ich brauche keinen
Knopf mehr.
Ich mache jetzt alles über den
Touchscreen, den Touchscreen, bis
man sehr schnell draufgekommen
ist, der Kunde, die Kundinnen
wollen das gar nicht.
Das ist die Hölle.
bis man sehr schnell draufgekommen
einen Mix zu finden.
Jetzt geht man halt wieder zurück
und versucht hier ein bisschen
Aber ein Innenraum, ein Cockpit
vom Auto schaut heute nicht mehr
so aus wie ein Cockpit von vor
zehn Jahren oder vor sieben
Jahren.
dass dieser Wechsel zur
Elektromobilität ist.
Vieles im Windschatten hat sich
mit verändert und die Autos sind
halt anders.
hat sich mit verändert und die
Autos sind halt anders.
Und weil du angesprochen hast,
offenes Verdeck, ja, MG hat jetzt
auch einen offenen Zweisitzer,
einen Roadster, Cyberstar heißt
er, da kann er auch das Verdeck
aufmachen, ist auch ein
Sportwagen, nur er macht keinen
Lärm mehr.
Und das ist irre.
Mazda hat auch einen Roadster
gehabt und manche machen den Witz.
Das war so ein Auswahlkriterium
für meinen Arbeitgeber.
Jeder muss einen Roadster haben.
Aber es ist irre, wenn man dann
mit dem Auto fährt, in der Stadt
fährt, Dach offen und man hört den
Motor nicht mehr.
Man hört die Menschen, wie sie am
Gehsteig miteinander reden.
Man hört die Vögel zwitschern.
Ich will nur sagen, Das Auto hat
sich schon irgendwie durch diesen
Elektromobilitäts -Move verändert.
Und es ist eine total lässige
Entwicklung, weil es war ja über
Jahre hat man nur die Fugen noch,
die Fugen um ein Zehntel
Millimeter kleiner gemacht und,
weiß ich nicht, Gurtheizung dazu
reingebracht, dazu reingebracht,
damit sich was tut, was Neues, was
man zu vermarkten hat.
Und jetzt auf einmal ist alles
neu.
Und das ist schon eine coole Zeit.
Und wofür steht MG in dem Fall?
Was ist das Besondere an der
Marke?
Aus deiner Sicht?
Komfort.
Die Autos sind einfach so
unkompliziert.
Man erwartet sich jetzt, ich
steige da ein und da ist ein
Elektroauto und noch aus China und
alles ist anders.
Und dann steigst du rein und so
sind halt ein bisschen die
sind halt ein bisschen die
chinesischen Autos auch für dies.
chinesischen Autos auch für dies.
Die stecken so oft im Stau in
China.
Dass die im Auto halt gern Raruh
haben wollen.
haben wollen.
Zeit verbringen müssen, ein
bisschen Infotainment,
Entertainment auch haben.
Und die Autos müssen halt einfach
bequem sein und funktionieren.
Und speziell bei MG ist das so.
Platz, Geräumigkeit, auch durch
dieses neue Layout der Autos.
Das ist jetzt keine
hochgezüchtete, wir sind jetzt
sicher nicht der
Technologieführer.
bei der Elektromobilität, aber es
ist eine solide Technik, die
funktioniert, die keine Probleme
macht und das Auto kann auch
Anib jeder fahren, der die
Umstände von einem konventionellen
sofort am Anib jeder fahren, macht
und das Auto kann auch sofort am
Auto.
Das ist so ein bisschen, was ich
auch fühle, wenn ich ins Auto
reinsteige und was jetzt auch in
Zukunft mein Job sein wird, das zu
vermitteln.
Aber das ist, jetzt sind wir da
ganz am Anfang, das ist das Thema
Emotion.
und Marke, das Gefühl einfach
vermitteln zu können und das ist
halt mit einem Facebook halt
schwierig, aber gut.
Das ist vielleicht ein anderes
Thema.
ein anderes Thema.
Du schneidest dir gerade ein Thema
an, das hätte ich am Anfang fragen
wollen, du bist ja, das ist ja
Doppelfunktion, du machst
Marketing und PR in Personalunion,
PR steht ja dann eben sehr
stützend an Marke,
Verlässlichkeit, eine, wie soll
ich sagen, die Kommunikation,
Fakten getrieben und sehr
beruhigend war.
Wohingegen dann Marketing
eigentlich irgendwie schon, wir
verklopfen, verklopfen,
verklopfen, wir müssen es ja
verkaufen natürlich auch das Auto.
Wie schaffst du das irgendwie in
Personalunion?
Nur dazu, wo du aus dem
Journalismus kommst, du eigentlich
der unabhängige Pressearbeit ist
ja quasi so ein Credo von dir
aufgrund deiner Herkunft.
Hat dir das gechallenged, den wir
Das ist am Anfang ein bisschen...
da bist oder leicht?
Hat er da leicht switchen können?
Da bist du von dem einen in das
andere reingerutscht, aber ist dir
das leicht gefallen?
Und schaffst du den Spagat immer
noch problemlos?
Es ist mir leicht gefallen, weil
ich die Welt kannte und weil ich
gelernt habe, habe, was
Journalisten wichtig ist, was den
Medien wichtig ist und was in der
PR wichtig ist.
der PR Und es ist mir dann auch
leicht gefallen, mich
zurückzunehmen, weil es ist ja so
wie in jedem Bereich.
Mein Job ist, meine Rolle ist
Strategie.
Und zu schauen, dass alle Kanäle
integriert sind und dass es einen
roten Faden gibt.
Operativ umsetzen muss ich es ja
nicht alles selber.
Wir sind ein kleines Team, da muss
jeder operativ arbeiten.
Aber wichtig ist, glaube ich, dass
man schon traint, auch personell
traint.
Wer macht Marketing?
Muss jemand anderes sein, als die
oder derjenige, der PR macht.
Abgesehen davon hat die PR in der
Autobranche schon eine
Sonderstellung.
weil mit unerkemmigem Journalismus
hat das wenig zu tun.
Ich habe mir das gedacht, wie das
Wort in den Mund genommen hat.
Es hat sich auch verändert, aber
wie es war in der gut neuesten
Zeit, da gab es in jedem Medium
Autoteile.
Das war Produkt -PR und
Produktjournalismus und die hat
man halt sehr hochprofessionell
mit Maßnahmen, mit Pressereisen,
mit Presseautos bedient.
bedient.
Jetzt sind die Umfänge durch vor
allem in den Printmedien, wie es
in Österreich ist, reduziert.
Es gibt weniger reinrassige
Motorjournalistinnen.
Also die Motor PR ist nicht mehr
so relevant, meiner Meinung nach,
wie sie einmal war und auch
sein sollte.
Es wäre mir lieber, wenn es mehr
vielleicht auch nicht, auch
vielleicht auch nicht, wie sie
Journalismus gäbe, richtigen
Journalismus, der sich zum Thema
Motor und Mobilität...
Muss ja nicht Auto sein.
Großformatige Tageszeitungen gibt
es ja die Wochenendbeilage.
Zwei Formaten, die ich lese, noch
immer, wo Auto oder Mobilität, das
ist ja weitergefahren, das ist
Auto, Motorrad ist ja auch noch
ein Thema, schon behandelt wird.
Aber du glaubst, das ist einfach
zurückgegangen.
Die Umfänge sind... sind...
Ja, es gibt natürlich noch Medien
und Gott sei Dank gibt es die, die
das covern und gut machen, sehr
gut machen, qualitativ gut machen.
Auto gewidmet wurde, vor zehn
Jahren, vor 20 Jahren und wie viel
Aber insgesamt, wenn ich es
vergleiche, wie viele Seiten dem
jetzt, wie viele dezidierte
Journalisten und Journalistinnen
es gibt, das hat sich deutlich
reduziert.
Dafür finde ich aber spannend,
weil das fällt mir öfters auf,
dass IT oder Computermagazine sehr
oft über Elektromobilität und weil
es natürlich, es ist jetzt kein
Auto mehr, es ist ein Computer mit
Rasen und Elektroantrieb und du
integrierst das jetzt für die
Ladestation in den Home
Automation, in den Home Automation
Server und redest mit der PV oder
mit dem Spitzenstrom eröffnet.
Also es gibt ja eine andere
Zielgruppe jetzt auch, die quasi
journalistisch ja auch wieder aus
anderen Ecken kommt.
Das ist natürlich das Auto fahren
ein bisschen sekundär.
Ich teile die Meinung, es
verändert sich halt.
Man muss sich neue Abnehmer suchen
für seine Messages.
Influencers.
Ist so, ja.
Wir nähern uns dem Ende und wir
haben jetzt schon ein bisschen
auch über, wo die Reise hingeht
oder nicht.
Normalerweise, oder früher habe
ich gefragt, was ist in fünf
Jahren, aber es ist manchmal auch
schwierig, was in fünf Monaten
ist.
Wenn wir uns jetzt 2030 noch
einmal zusammensetzen würden, wie
glaubst du, dass die
Autokommunikation, aber auch der
Autoverkauf sich verändert hat?
Kaufen wir dann wirklich nur noch
Autos online und schicken die dann
mit dem Amazon -Packern wieder
retour, wenn es uns nicht gefällt?
Oder wo glaubst du, dass die Reise
auch in der Customer Journey
vielleicht ein bisschen hingehen
wird?
Oder wird das der Händler
weiterhin ein zentraler...
Bezugspunkt sein, um das Auto zu
verkaufen.
Oh schön, jetzt kann ich mich
komplett rauslehnen.
Also es wird nicht online sein.
Ich lehne mich jetzt wirklich
raus.
Das ist meine persönliche Meinung.
Es wird nicht online sein.
Es ist interessant übrigens,
Gebrauchtwagen werden bedenkenlos
online gekauft, Neuwagen nicht.
Das ist eigentlich ein
interessanter Konflikt.
Es wird den Händler brauchen, um
das Auto eben Probe zu fahren und
mehr noch, um das Auto zu
reparieren und zu warten.
Und es ist, glaube ich, besagend,
dass Amazon alles verkauft, nur
noch keine Autos.
Und die hätten die Logistik und
die Power, das anzugehen.
Sie haben es noch nicht gemacht.
Also das hat sicher auch einen
Grund.
Für mich ist das dann in
Österreich super.
Dann ist die Paketschule mit 2 ,40
Euro für einmal 80.
Das wäre eine schöne
Auslieferungsgebühr.
Also ich glaube fest daran, dass
es den Autohandel als Vor -Ort
-Betrieb geben wird, die Werkstatt
geben wird.
Die Marken werden sich verändern,
die es bis 2030 noch gibt.
Ich glaube, dass an der
Elektromobilität der Tipping Point
ist längst erreicht.
Also wir werden nicht mehr
zurückgehen zu einer
Verbrennerwelt.
Jetzt müssen die Elektroautos nur
noch einen Anhänger ziehen können
und dann, glaube ich, wird es sich
wirklich durchsetzen.
Einen richtigen Hänger.
Die Frage ist, wie sehen die
Mobilitätskonzepte der Zukunft
wirklich aus?
Also in der Stadt ist das Thema
Auto, hat sich für viele erledigt
in meinen Augen.
Nutzfahrzeuge, muss immer noch
geliefert werden.
Zwar weniger, es gibt weniger
Retailer, aber es gibt
Restaurants, die halt gerne noch
ihre Ware bekommen.
Taxis.
Also ein Thema habe ich übrigens
vergessen.
Lieferservices.
Ja, Lieferservices.
Was wird sich tun?
Autonomes Fahren wird sich
weiterentwickeln.
Also ich würde keine Wette darauf
abschließen, dass jedes Auto 2030
noch einen Fahrer oder eine
Fahrerin braucht.
Das, glaube ich, wird man
technisch anders lösen können, wie
sie in Amerika schon.
Technisch geht es, die Frage ist,
ob das regulativ es zulassen wird.
Ich würde mal sagen, mal sagen,
das wird kommen.
Ich glaube, dass das funktioniert.
Ich glaube dran.
Ich bin ja Technologiemensch und
ich glaube, dass das funktioniert
und irgendwann wird das auch
erlaubt sein.
Und ja, die Frage Mobilität.
Ich bin ein Automensch.
Mein ganzes Berufsleben lang einer
gewesen.
Ich glaube an das Konzept des
Individualverkehrs.
Muss man es überall einsetzen?
Nein, bitte nicht.
Gewisse Gebiete hat es bitte
wirklich nichts verloren.
Aber wir sind Menschen, wir sind
Individuen und vernünftig
eingesetzt im Mix mit anderen
Verkehrsmitteln, mit Öffis, mit
Fahrrad, mit zu Fuß gehen, mit
Rollern, wird es auch weiterhin
einen hohen Stellenwert haben.
Schöne Abschlussworte.
Vielen Dank.
Ja, wir hatten heute Joe Daimel
bei uns in Uncrypted.
Und ja, früher wäre das ein ganz
anderes Ende geworden.
Also früher, vor 30 Jahren, weil
da hätte man dann über den
sogenannten Altar der Nation
gesprochen.
Das ist heute herausgekommen, wenn
auch unterschwellig, dass das
mittlerweile nicht mehr so ist.
Also wir haben sehr viel über das
Thema Auto gehört.
Es waren auch von mir ein paar
interessante Dinge dabei.
Zum Beispiel das, was am Schluss
gefallen ist.
Schnauwagen werden online nicht
gebraucht, Wagen jedoch
bedenkenlos.
Aber fassen wir mal das Thema aus
Sicht des Marketings zusammen.
Also der Joe ist ein Anhänger des
Handwerks.
Das haben wir mal gehört.
Das ist an vielen Stellen
rausgekommen.
Das passt auch gut zu seiner
Einstig -Story mit dem
Kampagnenplan von 1997.
weil da einfach nur vier Kanäle
oben sind, was ich sehr spannend
finde.
Dann, was auch immer wieder kommt,
und das wurde jetzt wieder
bestätigt, also auch in anderen
von unseren Episoden ist dieses
Thema, er hat gesagt, eine moderne
Marketingabteilung muss einen
Generationenmix haben.
Ich glaube, das ist ganz wichtig.
Dann dieses Thema roter Faden.
Da geht es... der muss sich durch
Kampagnen ziehen, der muss sich
durch den Market ziehen.
Das ist ihm wieder gefallen.
Was wir gelernt haben, ist, dass
sich das stark verändert hat, seit
er in die Branche eingestiegen
ist, also auch schon aus seiner
Zeit als Journalist, dass die Art,
wie man aber das Auto spricht,
sich sehr verändert hat.
Dann natürlich klar die vielen
Regulatorien, die das Marketing
nicht leichter machen.
Und wenn es sozusagen um dieses
Thema Bedeutung, emotionale
Bedeutung geht, dann haben wir
gelernt, das Auto ist ein Stück
Freiheit, aber, und das kommt dann
gleich, das Thema ist auch
Komfort.
Und das haben wir dann relativ
detailliert gehört, weil, das ist
offensichtlich einer der wichtigen
Teile der Marke MG, da geht es
darum, dass es sehr komfortable
Autos sind.
Dann haben wir eben auch gehört,
wie schwierig das ist, eine neue
Marke zu etablieren, weil es geht
halt um diese Dinge wie
Bekanntheit und Awareness.
Dann haben wir sehr viel über das
Thema Leads geredet, also die
Qualität der Leads als Kriterium
und dann haben wir gehört,
theoretische Größe zumindest, 36
Touchpoints in einem Customer
Lifecycle, was natürlich
unglaublich viel ist.
Der Joe hat das dann reduziert auf
sechs Monate
Entscheidungszeitraum, weil das
ist dann greifbarer, da kann man
mehr damit agieren.
Und die wichtigsten Touchpoints
haben wir gelernt, das ist einmal
die mit Gold aufzuwiegende
Probefahrt.
Man ist dann fast am Ziel, aber
auch so Werkzeuge, das hat mich
selber überrascht.
Aber wenn ich an mein eigenes
Verhalten denke, dann stimmt das
Thema Gebrauchtwagenrechner oder
das Thema Leasingrechner als
wichtigen Touchpoint.
wo sozusagen die rationale Ebene
mit der emotionalen Ebene schon
kombiniert wird und dann daraus
eben die guten Leads erstellen.
Und das Unterscheidungsmerkmal,
wenn es um die vielen Marken, die
jetzt gerade auf den Markt kommen,
geht, da sagt er, das wird das
Händlernetz und das
Werkstättennetz sein, das dann
eben den Unterschied macht.
Und dann war noch ganz viel
anderes dabei, zum Beispiel, Das
PR, da darf man sich keinen
unabhängigen Journalismus
vorstellen, habe ich sehr spannend
gefunden.
Liebe Hörerinnen und Hörer, ist am
Ende unserer Episode angelangt.
Ich bedanke mich bei unseren
beiden Hosts, bei Willi Steindl
von Resync Consulting.
Vielen Dank, Willi.
Ja, danke.
Danke, Joe.
Und danke fürs Durchhalten und
Zuhören.
und beim Peter Rosenkranz von
Media for More.
Danke fürs Dabeisein, danke fürs
Kommen, Joe.
Und dann bedanke ich ihn natürlich
bei unserem Gast, der den weiten
Weg daher ins Studio nicht
geschaut hat, beim Joe Daimel von
MG.
Ja, vielen Dank, da waren auch ein
paar schallungslose Einblicke
dabei, die sozusagen die Dinge in
einer sehr plastischen Realität
darstellen.
Vielen Dank fürs Kommen und vielen
Dank für die Einblicke.
Vielen Dank fürs Gespräch mit
euch.
Dann bedanke ich mich bei Ihnen,
liebe Hörerinnen und Hörer.
Ich hoffe, wir haben Ihnen das
Thema Automotive Marketing aus
einer spannenden Sicht näher
gebracht.
Ich persönlich finde, ja, weil ich
habe da einiges dazugelernt.
Und ich hoffe, bei Ihnen war es
auch so.
Auf jeden Fall bedanke ich mich
bei Ihnen fürs Zuhören.
Mein Name ist Thomas Nassvetter
von Planet Podcast.
Und ich wünsche Ihnen eine schöne
Zeit, machen Sie es gut und
bleiben Sie uns gewogen.