Die Digitale Besatzungszone: Wie Tech-Monopole unsere Demokratie gefährden
Zu Gast im UNCRIPTED Studio ist Martin Andree, Medienwissenschaftler, Autor und Professor an der Universität zu Köln
05.06.2026 49 min
Zusammenfassung & Show Notes
Die digitalen Monopole: Wie 12 Konzerne das Internet kontrollieren
99,9 Prozent aller Websites erhalten keinen Traffic. Dieses erschreckende Ergebnis aus Martin Andrees Forschung zeigt, wie tief die Monopolisierung des Internets bereits fortgeschritten ist. Die vermeintliche digitale Vielfalt ist eine Illusion, eine gefährliche Illusion, die uns blind macht für die wahren Machtverhältnisse.
Medienwissenschaftler Martin Andree diskutiert gemeinsam mit Peter Rosenkranz, Thomas Nasswetter und Willi Steindl, wie zum Beispiel Amazon systematisch Herstellerdaten sammelt und dann erfolgreiche Produkte durch über 140 Eigenmarken kopiert. 30% aller Hersteller verdienen auf Amazon kein Geld mehr! Oder: In Europa fließen 86 Prozent aller digitalen Werbebudgets zu großen Konzernen. Wie lange können wir uns noch leisten, das als Normalzustand zu akzeptieren?
Bereits Ende der 2000er Jahre begann Andree zehnjährige Forschungsreise, die 2020 im "Atlas der digitalen Welt" mündete. Wer bestimmt, welche Informationen sichtbar werden? Nicht wir Nutzer, sondern ein Dutzend Plattformen wie Google, Meta und YouTube. Abhängig oder nicht, Unternehmen haben kaum eine Wahl mehr.
Martin Andree zeigt in diesem Gespräch auch Wege, wie wir aus diese Monopolen ausbrechen könnten.
Zur Person:
Martin Andree ist Medienwissenschaftler, Autor und einer der profiliertesten Experten für die Macht der Digitalkonzerne und die Auswirkungen von Big Tech auf Demokratie und Öffentlichkeit.
Als Professor an der Universität zu Köln forscht er seit über 15 Jahren zu digitalen Plattformen, Algorithmen und Medienmacht – und sorgt mit Büchern wie Big Tech muss weg und Krieg der Medien international für Aufmerksamkeit.
Martin Andree ist Medienwissenschaftler, Autor und einer der profiliertesten Experten für die Macht der Digitalkonzerne und die Auswirkungen von Big Tech auf Demokratie und Öffentlichkeit.
Als Professor an der Universität zu Köln forscht er seit über 15 Jahren zu digitalen Plattformen, Algorithmen und Medienmacht – und sorgt mit Büchern wie Big Tech muss weg und Krieg der Medien international für Aufmerksamkeit.
Wir freuen uns wie immer über eine Bewertung auf Apple oder Spotify. Anregungen und Fragen bitte an: contact@uncripted.com
UNCRIPTED Hosts:
- Peter Rosenkranz: CEO & Founder von media4more
- Willy Steindl: CEO & Founder von re.think Consulting
Moderation und Produktion:
- Thomas Nasswetter von planet-podcast.com
Transkript
Warum?
Weil natürlich Amazon als
Monopolist von Jahr zu Jahr immer
mehr quasi an Wegezoll abverlangt
von den Herstellern, bis die halt
irgendwann nichts mehr verdienen.
Das heißt, irgendwann ist der
letzte Blutstropfen aus den
Herstellern rausgesaugt, dann
fallen die links und rechts quasi
raus.
Ist aber für Amazon total egal,
weil die haben 5 oder 10 oder 15
Jahre lang die Daten gesammelt.
Die wissen, was die Bestseller
sind und die bauen das ganze Zeug
nach.
Und deswegen hat Amazon schon mehr
als 140 Eigenmarken.
Hallo zu Folge Nummer 68 von
Uncrypted, dem Marketing -Podcast.
Mein Name ist Peter Hosenkranz von
Mediaformor und mit mir wieder im
Studio unser Produzent und
Moderator Thomas Nasswetter von
Planet Podcast.
Hallo Thomas.
Hallo, grüß Gott und herzlich
willkommen, liebe Hörerinnen und
Hörer.
Hallo lieber Gast, heute aus
Deutschland.
Und mein Co -Host Willi Steindl
von Recent Consulting.
Hallo Willi.
Hallo Peter, hallo Podcast, hallo
Thomas und ja, hallo Zuhörerinnen
und Zuhörer.
Und herzlich willkommen Gast,
hallo Martin, willkommen bei
Uncrypted.
Hallo Peter, hallo alle, hallo
Welt.
Martin André ist
Medienwissenschaftler, Autor und
einer der profiliertesten Experten
für die Macht der Digitalkonzerne
und die Auswirkungen von Big Tech
auf Demokratie und Öffentlichkeit.
Als Professor an der Universität
für Köln forscht er seit über 15
Jahren zu digitalen Plattformen,
Algorithmen und Medienmacht und
sorgt mit Büchern wie Big Tech
muss weg oder Krieg der Medien
international für Aufmerksamkeit.
Willkommen, dass du es zu uns
geschafft hast, Martin.
Du beschäftigst dich seit über 15
Jahren mit dem Thema Big Tech und
es ist ja nicht nur ein
Wirtschaftsthema, das Ganze, also
wohin Werbegelder fließen, sondern
auch eine...
Ein Thema für die Gefahr für
Demokratie und Öffentlichkeit.
Wie bist du zu dem ganzen Thema
überhaupt gekommen und warum
beschäftigst du dich noch immer
damit?
Das ist vielleicht deshalb so
interessant, weil es eigentlich
damals nicht ein Medienthema war
oder ein Demokratiethema,
interessant, weil es eigentlich
damals nicht ein Medienthema war
oder ein Demokratiethema, sondern
tatsächlich ein Wirtschaftsthema.
Wir haben damals in den
Nullerjahren Content -Marketing
Ansatz gehabt, der übrigens den
deutschen Marketingpreis bekommen
-Ansätze entwickelt und damals
haben wir einen extrem starken
hat und auch dann in Handbücher
eingegangen ist.
Und ich konnte damals quasi am
Backend natürlich sehen, was da
tatsächlich an Graphics so
reingekommen ist.
Und ich wusste natürlich damals,
wie viel das alles gekostet hat.
Das war nicht billig.
Und ich habe erst mal mit
Unschuldsmine mir das angeguckt.
Und das kennen vielleicht auch
viele Marketingleute.
Man ist ja froh, wenn man
irgendwie so einen Preis hat.
so einen Preis hat.
Man kriegt irgendwie in der
Branche dann Anerkennung und so
weiter und so fort.
Dann denke ich, okay, aber ich
weiß ja nur, wie das... so
wirklich hier gerade funktioniert
und ich würde mir jetzt denken, da
hätte man das Geld irgendwie auch
besser einsetzen können, um jetzt
an Kontakte, Reichweiten und so
weiter und so fort zu kommen.
Das war tatsächlich Ende der
Nullerjahre und da habe ich
irgendwie erstmal so Zweifel
gehabt, ob das so stimmt, weil
Google hat uns ja damals erzählt,
zum Beispiel den Brands, ihr
erinnert euch da draußen.
Hey Brands, ihr müsst einfach nur
coolen Content einstellen.
Ja, und dann müsst ihr ein
bisschen SEO machen und dann
kriegt ihr den ganzen Traffic
einfach so.
Also ich wette, da sind ganz viele
Leute da draußen, die das gemacht
haben.
Und ich zwinke euch jetzt mal so
ein bisschen zu und frage euch,
wie läuft es denn so?
Weil ich kenne keinen, bei dem das
heute mehr gut läuft.
heute mehr gut läuft.
Tatsächlich war es damals eben so,
ich habe gedacht, okay krass, das
sieht eben nicht so gut aus, was
ich hier sehe und dann habe ich
gedacht, okay, das müsste man
jetzt mal irgendwo in Relation
setzen, das heißt, wer hat denn
überhaupt den ganzen Traffic, wie
viel Traffic findet sich denn auf
den unterschiedlichen Anbietern,
wie fließt der Traffic durchs Netz
und das war eigentlich der Punkt,
wo ich drauf gekommen bin.
Er hypothetisch behauptet, dass
eigentlich, ja das war damals, ich
konnte es nicht beweisen, dass
eigentlich nach den damaligen
Mechanismen, die ich beobachten
konnte, eigentlich das genaue
Gegenteil dessen, was damals
propagiert wurde, der Fall wäre,
nämlich, dass ganz, ganz wenige
ganz viel Traffic haben und fast
alle gar keinen.
Ja, und du kennst die Geschichte,
ich habe dann quasi zehn Jahre
gebraucht, um es empirisch zu
beweisen.
Das ist tatsächlich so, das ist
aber ja die Sturheit von so
Wissenschaftlernasen wie ich, wie
ich, dass die dann nicht aufgeben
und sehr, sehr lange an so einem
Brett sitzen, an so einem Brett
sitzen, bis sie es durchbohrt
haben.
Und genau 2020 kam dieser große
empirische Beweis über diese
Publikation Atlas der digitalen
Welt und das ist auch schon die
ganze Geschichte.
Jetzt hast du schon von Google
Meta gesprochen, jetzt gibt es ja
noch ein paar andere, TikTok und
Amazon dieser Welt, die eigentlich
in unserem täglichen Leben jetzt
mittendrin sind, statt nur dabei.
Also jeder nutzt das, ohne
vielleicht nachzudenken.
Warum schätzen deiner Meinung nach
viele Leute diese Macht dieser
Plattformen eigentlich?
Also weil es ist ja so tief in
unserem täglichen Leben auch
drinnen, dass es ja nicht nur um
Werbung oder Produktkommunikation
geht, sondern eigentlich viel
mehr.
Ja, also erstmal glaube ich, dass
der fatale Irrtum eben derjenige
der digitalen Vielfalt ist.
Und der ist, ist, um es einfach zu
erklären, weil auf der sozusagen
naivsten denkbaren Ebene könnte
man ja sagen, ja, was willst du
eigentlich?
Es gibt doch ganz viele digitale
Angebote.
Ja, ich würde auch sagen, auch
sagen, es gab halt nur ganz
wenige.
Fernsehsender, ja, erst gab es nur
die öffentlich -rechtlichen und
dann gab es ein paar Privatsender
und jetzt haben wir
hunderttausende von Channels und
Angeboten da draußen und es gibt
halt ganz viel, und jetzt haben
wir hunderttausende von Channels
und da draußen und es gibt halt
ganz viel, könnte ich ja sagen und
jeder weiß ja auch zum Beispiel,
wir haben 18 Millionen
unterschiedliche Webseiten zum
Beispiel in Deutschland
kostenpflichtig registriert, also
würde man ja erstmal sagen, es
gibt ja so viel, also es gibt also
kein Problem in der
Angebotsbreite.
in der Angebotsbreite.
Und das ist eben die krasse Sache,
dass aus der Perspektive meiner
Forschung man eben sagen würde,
sagen würde, es ist total egal, ob
Und deswegen war ja damals diese
Forschung des Atlas so wichtig,
es Inhalte gibt, wenn die nicht
genutzt werden.
weil diese Forschung ja eben den
empirischen Beweis erbracht hat,
dass eben... auf 99 ,9 Prozent
aller Inhalte überhaupt kein
Traffic drauf ist.
Inhalte überhaupt kein Traffic
drauf ist.
Das heißt, wir konnten damals eben
zeigen, wir konnten überhaupt nur
auf 130 .000 Angeboten überhaupt
Traffic messen.
Und dann in diesem ganzen Traffic
konnten wir eben zeigen, dass de
facto ein Dutzend Anbieter den
ganzen Traffic kontrollieren und
alle anderen so gut wie gar
nichts.
Und das haben wir dann bis in die
einzelnen Kategorien und Märkte
dargestellt.
und Märkte dargestellt.
Das heißt, damals hatte Zum
Beispiel Google ungefähr 88 % des
gesamten Suchmaschinen -Traffics,
Meta hatte 85 % des Social -Media
-Traffics, YouTube hatte 78 % des
Gratis -Video -Traffics und wir
wissen, YouTube ist derselbe
Mutterkonzern wie Google, das
heißt, da sehen wir schon
Monopole, Monopole, Monopole und
das ist halt eben sozusagen das
Krasse, Krasse, dass man es so
lange nicht gesehen hat, weil man
eben das nicht erkennen kann, wie
konzentriert der Traffic ist.
Denn man sieht, der oberflächliche
Blick sieht ganz, ganz viele
unterschiedliche digitale
Angebote.
Aber de facto ist der Traffic eben
auf ganz wenige Anbieter
konzentrieren.
Aber das heißt, der Traffic kommt
auf von wenigen Quellen, die dann
auch kontrollieren, was dann zu
den An Informationen rüberkommt,
ist das das große Problem, weil ja
das Ansatz von Google und Co. ist
ja, wir helfen dir, dein Angebot
ja zu verbreiten.
Ja, das hört sich ja voll super
an.
Ja, genau.
Und was natürlich wir damals nicht
gesehen haben, was natürlich wir
damals nicht gesehen haben, ist,
dass diese Zugangsmonokulisten
damit, um es plakativ
darzustellen, gleichzeitig
Inhalteanbieter sind.
als auch die Zugänge zu den
Inhalten kontrollieren.
Oder um das vielleicht noch mal
einer anderen Metapher
darzustellen.
Stellen wir uns vor, ein Markt in
einer mittelalterlichen Stadt
haben wir einen Marktplatz.
Stellen wir uns eben vor, du hast
einen von diesen Anbietern, der
gleichzeitig auch den ganzen
Marktplatz kontrolliert.
Das ist ja zum Beispiel die
Situation bei Amazon.
Amazon ist gleichzeitig ein
Marketplace.
Und auch gleichzeitig eben
Webshop.
Und deswegen hat Amazon überhaupt
diese Macht.
Und eigentlich ist es ja analog
heute, wenn wir uns Google
anschauen.
Google ist auf der einen Seite
Gateway als Suchmaschine, aber
spätestens jetzt mit Zero -Click
-Content, den Snippets, den KI
-Zusammenfassungen wird Google
immer mehr natürlich zum Content
-Anbieter.
Das heißt, diese Monopolisten sind
eigentlich der Markt selbst.
Das ist ja genau das, was
eigentlich auch in der freien
Marktwirtschaft nie passieren
darf.
Also wir würden das ja selber auch
intuitiv spüren, dass das
wahrscheinlich nicht fair ist,
wenn wir auf diesen metaphorischen
Marktplatz kommen und der halt
einem Marktteilnehmer gehört, der
mit diesem Markt machen kann, was
er will.
Jetzt haben wir aber doch ein
bisschen eine disruptive Tendenz
in diesem Markt, nämlich über die
großen Sprachmodelle.
OpenAI, Antropic und so weiter,
die machen ja Google, die das
jetzt mittlerweile auch nachahmen,
Konkurrenz.
Wie siehst du da die Entwicklung
oder sind es dieselben Konzerne,
die diese Entwicklung überhaupt
vorantreiben?
Tatsächlich ist es so, dass wenn
man das ganz genau beschreiben
will, ist es so, dass wir auf den
Märkten, wo die Monokole
herrschen, keinen Wettbewerb mehr
haben.
Ist aber tatsächlich so, wenn wir
uns das anschauen, wie das
zustande gekommen ist, dass man
das so beschreiben würde, es hat
aber mal Wettbewerb gegeben.
Das heißt, nur mal als Beispiel,
als dieses Thema Suchmaschine
aufkam, da gab es eine ganz kurze
Zeit Wettbewerb, bis sich dann
quasi Google als Monopolist
durchgesetzt hat.
Und wir wissen alle, was seitdem
passiert ist, seitdem beutet
Google dieses Monopol aus.
Analog bei Amazon, ja, auf dem
Feld von E -Commerce.
Analog zum Beispiel Social Media
mit Meta.
Analog übrigens interessanterweise
bei den Messengern mit WhatsApp.
Kann man ja auch die Frage stellen
damals, warum hat Facebook denn
bitte einen Messenger gekauft,
wenn es sogar selbst einen
Messenger besessen hat.
Weil die Tech -Konzerne natürlich
selber genau wissen, wer als
erster dieses Monopol errichtet
und dann absichert nach außen, der
kann es bis in alle Ewigkeiten
ausbeuten.
reden die Tech -Konzerne natürlich
ständig darüber, als ob es diesen
Wettbewerb tatsächlich gibt.
Übrigens, das geben sie ja sogar
selber zu.
Also ganz interessant ist das ja
bei Peter Thiel, der sogar offen
das beschreibt, wie die Big Tech
-Konzerne quasi die Menschen
draußen verarschen und so tun, als
ob es Wettbewerb gibt, obwohl die
natürlich diejenigen sind, die am
besten wissen, dass es ihnen dann
nicht mehr gibt.
Und genau deswegen stellen sie
solche Sachen dann auch gerne
heraus, wie jetzt zum Beispiel
generative KI.
Jedes Mal wird erzählt, die Garten
werden jetzt ganz neu gemischt und
Competition is just one click
away.
Aber wir sehen erstmal schon
jetzt, wir sehen erstmal schon
jetzt, dass auf dem Feld der
generativen KI auch wieder sehr
starke Monopolisierungstendenzen
erkennbar sind.
Das heißt, momentan ist ungefähr
77 % des Web -Traffics bei
generativer KI ist bei ChatGPT.
% des Web -Traffics bei
generativer KI ist bei ChatGPT.
Aber ich mache jetzt sogar nochmal
eine ganz steile Hypothese für die
Zukunft, denn wir sehen ja, wir
sehen ja, dass Google stark
aufgeholt hat und deswegen würde
ich sogar hypothetisch
formulieren, dass es gut sein
kann, dass Google das sogar noch
aufholt, denn Google hat natürlich
mit der Suchmaschine fast 100 %
Netto -Reichweite, kann die KI
immer vorne vorschieben.
Das heißt, das haben wir in der
Vergangenheit ja schon häufig
gesehen.
Wir erinnern uns, früher hatten
wir mal zum Beispiel unabhängige
Kartenanbieter.
Das hat sich Google dann einfach
reingezogen über Google Maps.
Und deswegen glaube ich, dass hier
dieses Rennen noch nicht
entschieden ist.
Das kann noch gut sein, dass quasi
das Monopol an Google geht.
Aber das werden wir dann in
Google geht.
Zukunft sehen.
Ich bin auch der Meinung, also das
Google wird da massiv aufholen.
Vielleicht bleiben dann zwei übrig
übrig.
oder es gibt verschiedene Leute,
die sagen, es bleiben dann drei
Noch einmal zurückkehren auch auf
die Kundenseite oder auf die
Anbieterseite.
Es gibt ja viele Unternehmen, die
sagen, Google ist so super, weil
die bringen mir den Umsatz, damit
ich überhaupt digital überleben
kann.
Also warum soll ich da nicht drauf
vertrauen, auch wenn das ein
Monopolist ist?
um das zu machen können?
Oder ist es einfach auf der
anderen Seite heraus, dass der
Endkonsument einfach keine
qualitativen Angebote mehr
bekommt?
Ich würde immer sagen, Monopole
sind natürlich schädlich, vor
allem mittelfristig und
langfristig, weil Abhängigkeit
führt immer zu schlechten Preisen,
ist doch ganz klar.
Und deswegen können wir jetzt
natürlich die Situation überhaupt
noch nicht richtig einschätzen.
Denn was ist denn, wenn wir mal in
die Zukunft schauen, in fünf oder
zehn Jahren?
Wir wissen ja alle, wie der
digitale Funnel beschaffen ist.
Das heißt, de facto ist am
untersten Ende des Funnels die
Transaktion bei Amazon, da haben
wir einen Monopolisten.
Im unteren Funnel, also eine Stufe
drüber, haben wir Google als
Suchmaschine, haben wir wieder
einen Monopolisten.
Und dann haben wir im mittleren
und oberen Funnel eigentlich zwei
Mediengattungen, nämlich wir
haben...
Hauptsächlich Social Media, das
ist wieder ein Monopol, nämlich
bei Meta.
Und dann haben wir ein Gratis
-Video, was hauptsächlich YouTube
ist.
Das heißt, ich würde jedes
werbetreibende Unternehmen fragen,
wie wollt ihr denn bitte in
Zukunft überhaupt an Transaktionen
kommen?
Und dann ist es ja so, dass wir
momentan in einer
Transformationsphase leben.
Das heißt, momentan ist es so,
dass die Hersteller ja quasi...
gleichzeitig analoge Funnel
betreiben und digitale Funnel.
Aber jetzt schauen wir mal in die
Zukunft, in fünf oder zehn Jahren.
Da werden wir auf Gedeih und
Verderb von den Monopolisten
abhängig sein.
Monopole wissen wir, die können an
Kosten von uns verlangen, was sie
wollen.
Das heißt, die werden dann einfach
sagen, entweder zahlst du mir das
für die Anzeige oder du wirst
überhaupt nicht mehr am
Transaktionsprozess teilnehmen.
Denn wir monopolisieren den
Zugang, monopolisieren den Zugang,
zum Transaktionsprozess.
Und ganz zum Schluss würde ich
eben noch ergänzen, dass wir den
Schweinepriestern der Tech
-Konzerne nicht vertrauen können.
Das haben sie ja nun schon
dutzendfach belegt.
Nicht nur, weil sie immer wieder
gelogen, betrogen, geleugnet
haben, sondern weil sie ja auch
ihre eigenen Geschäftspartner
immer wieder übers Ohr gehauen
haben.
Denn wir gucken uns jetzt zum
Beispiel an, die ganzen
Presseanbieter, denen früher
gesagt worden, hey, guck mal hier,
ist total cool mit unseren
Plattformen, dann habt ihr viel
mehr Sichtbarkeit.
Warum haben die Plattformen denn
dann erst die ganzen
Presseanbieter reingeholt in die
Plattform und dann die Outlinks
runtergedreht?
Das heißt, sie haben ihre Partner
betrogen.
Wie ist das denn zum Beispiel bei
den ganzen Content -Fabriken?
Die ganzen Leute, die 10, 20 Jahre
lang SEO gemacht haben.
denen jetzt von Google im Prinzip
der Traffic abgedreht wird, weil
Google einfach von einem Tag auf
den anderen entscheidet, hey, ich
lese das alles durch generative KI
aus, bring das oben selbst an und
ihr seid unten raus.
Das ist uns scheißegal.
Das heißt, diese Tech
-Monopolisten wandeln immer wieder
ihre Partner in Opfer.
wandeln immer wieder ihre Partner
in Opfer.
Das heißt, in dem Augenblick, wo
sie selbst solche Märkte schlucken
können, selbst solche Märkte
schlucken können, Dann werden sie
ihre früheren Partner betrügen und
rausfallen lassen.
Und vielleicht nochmal, das
schönste Beispiel ist ja für mich,
sind die Amazon -Eigenmarken.
Ich will nochmal hier ein Case
referieren von der Amazon
-freundlichen Unternehmensberatung
Oliver Wyman, die ausgerechnet hat
und in der Analyse gezeigt hat,
dass 30 % aller Hersteller auf
Amazon schon kein Geld mehr
verdienen.
Warum?
Weil natürlich Amazon als
Monopolist von Jahr zu Jahr immer
mehr quasi an Wegezoll abverlangt
von den Herstellern, bis die halt
irgendwann nichts mehr verdienen.
Das heißt, irgendwann ist der
letzte Blutstropfen aus den
Herstellern rausgesaugt, dann
fallen die links und rechts quasi
raus.
Ist aber für Amazon total egal,
weil die haben 5 oder 10 oder 15
Jahre lang die Daten gesammelt.
Die wissen, was die Bestseller
sind und die bauen das ganze Zeug
nach.
Und deswegen hat Amazon schon mehr
als 140 Eigenmarken.
Und das ist genau das Prinzip, das
heißt, falls es irgendjemanden da
draußen bei werbetreibenden
Unternehmen gibt, der glaubt, dass
er Partnerschaften mit solchen,
sag ich mal, Hells Angels -artigen
Unternehmen wie Google, Meta und
so weiter und so fort vertrauen
kann, da würde ich sagen, die
Leute müssen komplett wahnsinnig
sein.
Das Ziel eines Unternehmens ist
immer ein Monopol zu erreichen.
Das ist sozusagen der Königsweg.
Jetzt gibt es aber die
Gesellschaft, die diesen Monopolen
Jetzt hast du das gut beschrieben.
entgegensteht, in Form der
Legislative, die diese Monopole
dann wieder verhindern müsste.
Wir haben ja in Amerika vor gut
100 Jahren unter Präsident
Roosevelt diese Bewegung gehabt,
wo diese großen Monopole Bord zum
Beispiel, dann Rockefeller und so
weiter, quasi von der Politik
zurechtgestutzt wurden.
Und wir haben mit der EU eine
Institution mit immerhin 450
Millionen Konsumenten, jemand, der
eine gewisse Macht besitzt.
Siehst du da, jetzt abgesehen von
dieser relativ dystopischen
Zukunft, die du beschrieben hast,
eine Chance, dass man diesen
Monopolen irgendwie was
entgegenstellen kann.
Also erstmal würde ich tatsächlich
auch rein aus Spaß den Begriff
dystopisch mal spielerisch
zurückweisen.
Denn ich würde immer sagen,
dystopisch ist jemand, also das
Gegenteil von einer Utopie, ich
sag in 20 oder 30 Jahren wird
etwas Schreckliches passieren.
Das ist ja das Interessante an
meiner Forschung.
Meine Forschung zeigt den Status
quo.
Im Status quo haben wir
Monopolisten.
Wir sehen auch im Status quo, die
kriegen das ganze Geld.
Der ganze Rest geht quasi über den
Jordan.
Das heißt, das ist einfach so, wie
die Lage jetzt ist.
Das ist auch Mathematik.
Das ist keine Meinung.
Jetzt ist die Frage, ja, was
können wir dagegen tun?
Da ist es tatsächlich so, wenn du
eigentlich richtig auf die USA
verweist, dass die Situation
absurderweise so ist, dass wir in
Europa eigentlich gar nicht eine
wettbewerbsrechtliche Gesetzgebung
haben, die wir aktivieren können,
um Monopole effektiv zu
entflechten oder zu zerschlagen.
Das heißt, selbst wenn jetzt zum
Beispiel, wir nehmen jetzt nur mal
einen hypothetischen Fall an, alle
Menschen in Europa hören jetzt
diesen Podcast.
Die gehen alle in Europa mega auf
die Barrikaden, sagen, wir müssen
diese Monopole unbedingt
abschaffen.
Die machen jetzt Ultra -Druck.
Also alle Politiker in Europa
kriegen von diesem Podcast hier so
mega Druck, dass sie sagen, wir
müssen jetzt was machen.
Dann brauchen wir wahrscheinlich
fünf bis zehn Jahre, bis wir
überhaupt solche Gesetze
entwickeln können.
Die haben wir in Europa nicht.
Es ist interessanterweise anders
in den USA.
Die USA haben ein
Rechtsinstrument, mit dem sie...
gegen Monopolisten vorgehen
könnten, und zwar den Sherman Act.
Und nun ist nun leider, wenn wir
uns so geopolitisch gerade
umschauen, würde ich jetzt meine
Zukunftshoffnung nicht zu sehr in
die USA investieren, um es
vorsichtig zu sagen, denn dass
jetzt ausgerechnet die Trump
-regierte USA diese Tech
-Konzerne, die ja eigentlich auch
ein Instrument ihrer eigenen
Machtpolitik ist, dass die, die
jetzt zerschlagen, ist, glaube
ich, absolut undenkbar.
Das heißt, wir sind mit diesem
Problem, stehen wir tatsächlich
alleine da.
Und es ist aber gleichzeitig auch
fast tragisch, denn wir müssen ja
auch sagen, dass prinzipiell
nichts einfacher ist, als Monopole
für Wettbewerb zu öffnen.
Das wissen wir ja zum Beispiel am
Fall zum Beispiel Deutsche Telekom
in den 90er Jahren, wo wir dieses
Monopol für Wettbewerb geöffnet
haben.
Wenn jetzt die Zuhörer draußen
fragen, ja aber wieso, du hast
doch gerade gesagt, das geht
nicht.
Das ging deshalb, weil es quasi
ein Staatskonzern war.
Das wäre bei jetzt
privatwirtschaftlichen
Unternehmen, gerade eben aus den
USA, wäre es eben nicht möglich.
Aber prinzipiell sieht man ja am
Beispiel Deutsche Telekom, es war
ein Monopolist.
Wie macht man das?
Man trennt zum Beispiel
Infrastruktur und Inhalte.
Das hat man damals gemacht.
Das heißt, man hat einen
Netzbetreiber und dann öffnet man
das und deswegen haben wir heute
Dutzende von Anbietern auf
demselben Netzwerk.
Das könnte man mit den Plattformen
exakt genauso machen.
Das heißt, prinzipiell müssten wir
diese Monopole gar nicht
hinnehmen.
Aber wir haben aktuell nicht die
Instrumente, um das zu ändern.
Und deswegen taugen ja auch die
Gesetzgebungen der EU, die Digital
Markets Act, hier auch nicht.
Weil das waren Regelungen aus, sag
ich mal, einer Schönwetterzeit mit
funktionierenden transatlantischen
Beziehungen, wo tatsächlich da
draußen Leute waren, die wirklich
so unfassbar naiv waren, dass sie
gedacht haben, die Tech -Konzerne
wären seriöse in Unternehmen,
denen man vertrauen kann.
Da wissen wir alle, da haben wir
leider alle sehr falsch gelegen
und jetzt sind wir mitten in der
Misere.
Aber es geht ja nicht nur um
Unternehmen selber, die was
verkaufen wollen, sondern es geht
ja auch um ein großes Thema in
Österreich, ist ja auch das Thema
Werbespendings.
Mein Lieblingsthema.
Absolut, ich weiß es.
Aber die aktuelle Studie sagt, 86
% des ganz gesamten digitalen
Spendings sind 2025 in Österreich
in die großen Konzerne gegangen.
Und ich müsste jetzt liegen, ich
glaube 62 % überhaupt.
Werbebudgets.
Überrascht mich nicht.
Ich habe geglaubt, dass es höher
ist, aber es ist jetzt 86%.
Aber das passiert ja auch nicht
deshalb, Ich das passiert ja auch
nicht deshalb, weil die Leute
sagen, ich gebe einfach mein Geld
aus, ohne dass ich irgendeinen
Vorteil davon habe.
Du hast ja beide Seiten.
Du hast Unternehmen, die das Geld
ausgeben und sagen, sie hoffen
sich daraus was zu lukrieren.
Aber auf der anderen Seite hast du
ja den Endkonsumenten, der es ja
gewohnt ist, und der KI kommt ja
auch noch hin, der sagt, ich habe
jetzt eine Anlaufstelle, Aus
Befänglichkeit oder zwei, dort
bekomme ich alle Informationen
gefiltert und gefiltert, weil es
das falsche Wort gefiltert
bekommen.
Ja, also ich würde sagen, wenn ich
jetzt die Betreiber der, sag ich
mal, der, sag ich mal,
digitalmonopolistischen Staats
-App in China Nämlich WeChat
frage, dann würden die Betreiber
sowas ehrlich sagen.
Hey, das ist total cool.
Ja, alles auf einer Plattform ist
voll easy, super convenient.
Und wir wissen alle, dass das in
China nicht so cool ist, weil eben
Monopole immer zu, zu, sag ich
mal, Abhängigkeiten führen.
Und das ist hier natürlich ganz
genauso.
Und deswegen sollten wir sehr,
sehr vorsichtig sein, wenn wir
davon sprechen, wie praktisch das
Ganze ist.
Denn de facto ist es auch so, du
hast ja völlig recht, was sollen
denn zum Beispiel auch
werbetreibende Unternehmen machen,
Unternehmen machen, wenn 90
Prozent der Suchanfragen bei
Google stattfinden.
Dann kann ich ja nicht sagen, ich
boykottiere Google.
Übrigens ist das ja lustigerweise
etwas, was die Tech -Konzerne mir
ja vorwerfen, dass sie sagen,
guckt euch mal an, der Martin
André, dieser Tech -Kritiker, er
verkauft seine Bücher doch auch
bei Amazon.
Ja, logischerweise verkaufe ich
meine Bücher bei Amazon, weil
jeder weiß, dass du in der
digitalen Sphäre wahrscheinlich
80, 90 Prozent der Buchverkäufe
dann über Amazon tätigst.
Was wiederum bedeutet, wenn ich
zum Beispiel als Tech -Kritiker
das nicht tun würde, dann würde
ich in der digitalen Sphäre 80, 90
Prozent meines Publikums dann
verlieren.
Und das ist eben genau der Grund,
warum Monopole Scheiße sind.
Denn de facto ist ja auch so.
In welchen Medien wollen wir denn
in Zukunft überhaupt einen Tick
gegen die Tech -Konzerne üben,
wenn die Tech -Konzerne die ganze
digitale Sphäre beherrschen?
Wir glauben doch wohl nicht im
Ernst, glauben doch wohl nicht im
Ernst, dass, sag ich mal, in einer
Zeit, wo dieser Widerstand gegen
die Tech -Konzerne so groß wird,
dass immer mehr Menschen sagen,
das müssen wir stoppen, dass die
Tech -Konzerne sowas auf ihren
eigenen Plattformen zulassen
würden, in einem Ausmaß, dass die
quasi weggespült würden.
Niemals, ja.
Und wir wissen, seitdem es die
Plattformen gibt, dass die
Plattformen immer manipuliert
haben.
Es ist übrigens
medienwissenschaftlich, ist
Plattformneutralität der größte
Quatsch, den es überhaupt gibt.
Es gibt überhaupt keine
Medienneutralität.
Deswegen heißt es ja auch, the
medium is the message.
Medien sind prinzipiell immer
sozusagen mit an dem beteiligt,
was sie als Medienwirklichkeit
hervorbringen.
Wir wissen seitdem die Plattformen
existieren, dass sie immer aus
bestimmten, vor allem ökonomischen
Gründen, den Traffic manipuliert
haben und deswegen können wir den
Plattformen hier sowieso nicht
vertrauen.
Ja, aber es geht ja nicht nur um E
-Commerce, es geht ja auch um
Informationsfreiheit.
Also das ist ja, glaube ich, der
viel größere Punkt.
Aber das ist der interessanteste
Punkt, das ist der interessanteste
Punkt, denn wenn wir uns nochmal
20 Jahre zurückversetzen in eine
Zeit, wir uns nochmal 20 Jahre
zurückversetzen in eine Zeit, wo
der Großteil der Medien, eben
Fernsehen, Radio, Zeitung waren,
da war es natürlich so, dass die
Plattformen sagen konnten, hey,
wir sind endlich hier diese coolen
Foren, die euch ermöglichen, eure
Meinung zu sagen und so weiter und
so fort.
Das heißt, das war zusätzliche
Freiheit.
Und was wir damals eben nicht
gemerkt haben, was sicherlich
damit zu tun hatte, dass diese
Plattformen damals noch so klein
und unbedeutend waren, ist, dass
diese Freiheit unter
Monopolbedingungen natürlich in
das Gegenteil umschlägt.
Denn wenn der Monopolist
kontrolliert, welche Inhalte
gesehen werden und welche nicht,
dann ist das keine Freiheit mehr.
Ich spiegle das jetzt mal
absichtlich provokativ zurück.
Dann ist es kein Wunder, wenn die
Plattformen dieses
Meinungsfreiheits -Narrativ so
stark bedienen, weil, ich sag mal,
jedes Schaf da draußen in der
Herde darf blöken, wie es will,
aber die Plattformen entscheiden,
wo die Herde hingeht.
Und deswegen können wir Monopole
auf keinen Fall akzeptieren, denn
Monopole sind in einem extremen
Ausmaß freiheitsschädigend.
Aber wie soll dann die Personen
oder den Menschen draußen
unterscheiden können, was noch
relevante Informationen sind oder
nicht?
Dann müssen sie ja eigentlich
wieder zurückgehen zu den
vertrauenswürdigen Medien und zu
sagen, okay, das ist eine
Information.
Ich habe die zwar auf Social Media
jetzt gesehen, aber ich prüfe sie
jetzt.
Ist ja in Österreich ORF, in
Deutschland auf ZDF, keine Ahnung
was, auf der Welt, am Spiegel.
Ob das wirklich eine relevante
Information ist oder glaubst du,
dass die Leute das gar nicht mehr
machen werden oder so, weil es
eben der Aufmerksamkeitsspanne
schon so gering ist?
gering ist?
Ich glaube, dass wir den Punkt
längst hinter uns haben.
Ich kann ja auch schon sagen, dass
so viel...
Shit mir in die Plattformen
reingespült werden, dass ich schon
die ganzen Deepfakes ständig sehe
und denke, okay, ist das jetzt
echt, ist es nicht.
Ich schaffe es auch als
Wissenschaftler, der sich damit
auseinandersetzt, schon gar nicht
mehr, diese Sachen alle zu
überprüfen.
Wie sollen das denn die Menschen
da draußen tun?
Und ich würde umgekehrt sagen, da
merken wir genau, was das Problem
ist, nämlich die Plattformen haben
gelogen.
als sie gesagt haben, dass sie uns
eine Stimme geben, denn in der
entscheidenden Dimension haben wir
unsere Stimme für immer verloren.
dass in allen Demokratien, seitdem
Demokratien existieren, in allen
Und zwar ist das die Dimension,
Demokratien darf immer die
demokratische Gemeinschaft selbst
bestimmen, wie man auf dem
demokratischen Forum miteinander
spricht.
Wer spricht?
Wie lange sprechen die Leute?
Wie gehen wir miteinander um?
Darf man hier alles sagen?
Oder gibt es bestimmte Sachen wie
Volksverhetzung oder Verleumdung
oder zum Beispiel Holocaust
-Leugnung, wo wir sagen, das
finden wir nicht so cool?
Das durften demokratische
Gemeinschaften immer selbst
festlegen.
Und jetzt ist es so.
dass die Tech -Konzerne und die
Trump -Regierung explizit, also
das machen die nicht irgendwie in
einer dunklen Kammer, sondern
explizit leugnen, dass wir in
Europa überhaupt noch ein Recht
dazu haben.
Diese, sag ich mal, Bedingungen
des Redens in unserem eigenen
demokratischen Forum werden aus
den USA fremdbestimmt.
Und damit haben wir unser
Mitspracherecht für immer
verloren.
für immer verloren.
Wir verlieren unsere Stimme.
Unsere Stimme wird uns für immer
abgenommen.
aus dem Maschinenraum in den USA
betrieben und das ist gleichzeitig
die Grundlage unserer Demokratie
und damit wissen wir, wir können
eigentlich gar nicht mehr
selbstbestimmt über unsere eigene
Demokratie entscheiden.
Wir werden fremdbestimmt und haben
unsere Stimme verloren.
Gibt es eine Lösung, wie wir aus
dieser Misere wieder herauskommen?
Internet abdrehen.
abdrehen.
Nein, überhaupt nicht.
Ich bin ja ein radikal, überhaupt
nicht.
Ich bin ja ein radikal, sag ich
mal, ich mal, pro -digital, sag
ich mal, Das heißt, ich glaube ja
überhaupt nicht, dass das Digitale
das Problem ist.
Das Problem ist, das Internet war
frei und bunt und dann haben die
Tech -Konzerne es uns weggenommen.
Die haben das Internet in eine
digitale Besatzungszone verwandelt
und deswegen müssen wir die
digitale Bastille stürmen und
müssen uns das Internet
zurückholen.
Und das ist tatsächlich
schrecklicherweise auch wieder so,
dass es eigentlich ja leicht wäre.
Das heißt, es gäbe Möglichkeiten,
wenn wir zum Beispiel sagen
würden, Plattformen müssen
durchlässig sein, die müssen die
Offenheit des Internets
respektieren.
Urheber und Urheberinnen dürfen
immer Outlinks nach draußen
setzen.
Plattformen dürfen auch niemals
Beiträge mit Outlinks runterdrehen
in der Sichtbarkeit.
Schon da hätten wir am nächsten
Tag ein vollständig anderes
Internet.
Ich würde übrigens auch noch in
einem Nebensatz darauf hinweisen,
dass wenn wir das tun würden, wir
natürlich auch eine totale
befriedende Wirkung auf das
Internet hätten, weil nämlich auf
den unabhängigen Domains sowieso
zum Beispiel auch die Haftung
zieht.
Wir könnten offene Standards
durchsetzen.
Im Augenblick, wo wir offene
Standards durchsetzen,
durchsetzen, dann hätten
alternative Plattformen sofort
eine Chance.
Wir könnten es ja sogar so weit
treiben, dass dann quasi Dutzende
von Plattformen verzweifelt
miteinander im Wettstreit wären.
Und eigentlich die Inhalteanbieter
wieder das Oberwasser hätten, weil
dann müssten die Plattformen um
die besten Inhalte konkurrieren.
Das ist ja eine Setzung, dass wir
den Wettbewerb genau auf der Ebene
der Zugangsgewährung abgeschafft
haben.
Ich habe es ja vorhin gesagt, wir
haben unsere Stimme verloren bei
der Gestaltung dieser Plattform.
Wir könnten ja zum Beispiel sagen,
wer Plattform ist, der muss den
Menschen auch eine Stimme geben.
Das tun sie überhaupt nicht.
Wir können nicht mitbestimmen, was
die Algorithmen zum Beispiel sind.
Wir können wissenschaftlich zum
Beispiel zeigen, wenn man die
Leute fragt, die mögen dieses Hass
- und Lügen -Internet überhaupt
nicht.
Wenn die Menschen da draußen
mitbestimmen dürften über die
Algorithmen, würden die ganz
anders aussehen.
Und so geht es immer weiter.
Das heißt, wir haben de facto
zugelassen, dass das demokratische
Forum von fremden Mächten besetzt
wurde.
Das gehört uns nicht mehr.
Die machen jetzt damit, was sie
wollen.
Die haben auch längst politische
Partner.
Ihr kennt ja die ganze Geschichte,
wie Elon Musk in Deutschland für
die AfD Werbung gemacht hat.
Das heißt, die wollen jetzt auch
hier politische
Partnerorganisationen aufbauen.
Wir müssen uns auch nicht wundern,
wenn wir uns immer wieder in
Studien dann anschauen, dass
rechtspopulistische Parteien viel,
viel mehr Aufmerksamkeit und
Traffic bekommen als die moderaten
Parteien.
Und die Agenda dahinter ist ja
total klar.
dann wird das bitter enden.
Also wenn wir das nicht anpacken,
Sehr viele, dystopisch hast du
gesagt, Thomas, aber ein sehr
schwarzes Bild.
Wir leben jetzt in Quality Land,
wahrscheinlich schon 5 .0.
Marco Wigling hat das ja alles
vorweggenommen, der sich auch sehr
für die Rückeroberung des
Internets einsetzt.
Jetzt leben wir da drinnen.
Welchen Stellenwert, weil jetzt
ist ja nicht jeder dazu geeignet,
den Kampf gegen die Windmühlen zu
starten oder rumzustürzen.
Wie hoch schätzt du den Wert der
Bildung, beziehungsweise auch die
Bestrebungen, die es in einigen
Ländern gibt, junge Menschen von
Social Media fernzuhalten und
Medienkompetenz in
Bildungseinrichtungen
reinzubringen.
Weil ich glaube, sehr oft ist es
gekommen, wir haben das
zugelassen, wir haben es
ermöglicht.
Der Mensch ist auch bequem, nennen
wir es einmal ein bisschen
höflicher.
Das heißt, es wird ihm etwas
geboten, also dem alten Ruhm, wo
dann Spiele funktionieren, dann
nimmt er es dankbar an.
Er muss wissen, er muss mehr
wissen.
Es gibt ja nicht, das ist ja nicht
immer der Vorwurf, Rechten ist
immer dieses Elitendenken und die
Eliten wissen alles besser und
machen alles besser.
Eliten sind per Definition jetzt
irgendwie nicht viele.
Wie machen wir so, dass viele
diesen Wunsch von dir oder von uns
allen hoffentlich teilen, Monopole
zu stürzen und entweder das
Angebot nichts anzunehmen, zu
akzeptieren, dagegen zu kämpfen,
wie auch immer.
Da muss man ja ansetzen, dass
möglichst viele von uns sich
dagegen auflehnen.
Und das sehe ich gerade überhaupt
nicht.
Nö, ich sehe es auch nicht, weil
wir auch keine Debatte darüber
haben und deswegen ist es
tatsächlich so, und dann kann man
mir vorwerfen, dass ich dystopisch
bin, dass ich sage, die Chance,
dass wir das Ruder rumreißen, ist
unter 10%.
Jetzt würde ich aber auch
tatsächlich behaupten, ehrlich
gesagt, es ist eine lustige
Reflexion, es ist eine Frage, ist
das dystopisch?
Weil ich würde auf der anderen
Seite sagen, wenn deine Fähre um 4
Uhr geht, Da musst du irgendwann
deinen Rucksack packen und da
musst du irgendwann den Bus zum
Hafen nehmen.
Und wenn du das nicht tust, dann
wirst du die Fähre verpassen.
Dann ist die Frage, ist das
dystopisch, wenn ich sage, so
jung, wenn du jetzt nicht mal
langsam Richtung Hafen dich
bewegst, dann verpasst du die
Fähre.
Das ist nicht dystopisch, sondern
ich würde fast auch sagen, das ist
auch Mathematik.
Das lehrt uns über die Erfahrung
und das Wissen.
lehrt uns über die Erfahrung und
das das Wissen.
Wenn ich beides nicht habe, ist es
schwierig.
Dann werde ich darstellen und der
Fähre zuschauen.
Du hast ja völlig recht.
Also wir haben das Problem.
Wir tun nichts.
Und die Politik hat natürlich auch
das Problem, ist es schwierig.
Dann werde ich darstellen und der
Fähre zuschauen.
Du Politik hat natürlich auch das
Problem, weil dadurch, dass wir
keine Debatte haben zu dem Thema,
die sozusagen angemessen zeigt,
wie riesengroß dieses Problem ist,
dass die Leute das draußen
verstehen, kann die Politik
natürlich auch nicht handeln.
Weil momentan ist ja so, wenn die
Politik das jetzt entschlossen
anpacken würde, würden ja die
meisten Leute da draußen sagen,
ey, was macht ihr da überhaupt?
Was macht ihr da für ein Quatsch?
Das heißt, da reden wir ja mit uns
selber.
Wir haben als Gesellschaft bisher
keine Debatte dazu hinbekommen.
Und deswegen fährt das Ding vor
die Wand.
Ich glaube, die Politik, da sind
viele Leute, die auch schlau genug
sind, das zu verstehen.
Und dann machen sie halt so
Übersprungshandlungen, weil sie
sich das nicht zutrauen, wirklich
das Problem bei der Wurzel zu
packen.
Weil wenn wir das Problem bei der
Wurzel packen wollten, müssten wir
im Prinzip zwei Kernprobleme
angehen.
Monopole und Haftung.
Also Monopole habe ich ja ganz
stark erklärt.
Haftung ist dieses Problem.
dass die Plattformen bis heute mit
strafbaren Inhalten Geld verdienen
können.
Das ist der totale Wahnsinn.
Diese zwei Probleme müssten wir
aufgreifen.
Und weil die Politik sich das
nicht traut, macht ihr halt alle
möglichen so kleine Lästerchen
irgendwie.
Ja, irgendwie Social -Media
-Verbot für Kinder und Jugendliche
oder alle möglichen kleinen Sachen
mehr.
Und dann sagt ihr, sagt ihr, okay,
die haben Medienkompetenz und dann
sollen die armen Lehrer und
Lehrerinnen da draußen Sollen das
lösen, was natürlich der totale
Wahnsinn ist.
Also das heißt, wir haben quasi
Kinder und Jugendliche da draußen,
die dutzende Stunden die Woche
irgendwie sich die TikTok -Videos
reinballern.
Und dann soll irgendwie eine
Medienkompetenz -Initiative soll
dann in einer halben Stunde oder
ein paar Stunden soll das
irgendwie wegmachen.
Das ist natürlich vollkommen
illusorisch.
Nur damit man es nicht falsch
versteht, natürlich bin ich der
Letzte, der sagt, man soll nicht
in Medienkompetenz investieren,
nicht in Medienkompetenz
investieren, aber dieses Problem
ist halt so groß, dass wir es an
der Wurzel anpacken müssen und das
ist halt total doof und das ist
total scheiße.
Wir müssen diese Kröte schlucken
und wer schluckt schon gerne eine
Kröte, aber da müssen wir halt
jetzt leider durch.
halt jetzt leider durch.
Okay, das wäre jetzt das süße
Bücher, wenn man sagt, da müssen
wir jetzt leider durch.
Das ist die Frage.
Wie gesagt, ich würde sagen, wenn
du die Fähre nehmen willst, musst
du deinen Hintern irgendwie in
Richtung Hafen bewegen.
Und wenn die Fähre ohne dich
wegfährt, ist das dann so.
Ich würde nicht sagen, das ist
dystopisch.
Dann würde man sagen, okay, bist
halt sitzen geblieben.
Jetzt musst du halt mit den
Konsequenzen leben.
Ja, und schwimmen.
leben.
Ja, und schwimmen.
Wie starten wir oder wie befeuern
wir eine Grassroot -Bewegung, dass
Aber ich glaube, schwimmen ist es
nicht.
es in den Köpfen vieler Menschen
drin ist?
aber sie sind halt super
convenient.
Das Convenience erschlägt halt
sehr viele Bedenken bei sehr
Wir tappen uns ja alle.
Wenn du eine Bücher nicht auf
Amazon verkaufst, kriegst du keine
Reichweite.
Wir tappen ja alle in der gleichen
Falle.
vielen Menschen.
Alle schimpfen über
Hotelbuchungsreiseplattformen,
Wie lösen wir das?
Ich glaube, schwimmen ist es
nicht.
glaube, am einfachsten wäre es
lösbar, wenn wir zumindest vom
Verständnis her dahin kommen
könnten, dass wir dahin kommen
könnten, dass wir überall in allen
Feldern durch diese Monopole
dieselben Probleme haben.
Das heißt, es ist total egal, ob
du zum Beispiel ein Presseanbieter
bist, ob du ein privater
Rundfunkanbieter bist, ob du
öffentlich -rechtlicher Anbieter
bist, ob du ein
Mittelstandsunternehmen bist, ob
du ein globaler Markenkonzern
bist.
Ob du Politiker bist, bist, ob du
ein Startup bist, es muss doch
eigentlich allen Leuten, oder zum
Beispiel ob du Künstler bist,
Autor oder egal was.
Es müsste doch allen Leuten klar
sein, dass unter den Bedingungen
der Monopole haben sie keine
Möglichkeit mittelfristig und
langfristig erfolgreich zu sein.
Denn sie haben eigentlich nur zwei
strategische Wege.
Entweder sie gehen dahin, wo sie
unabhängig sind, dann sind sie da,
wo gar kein Traffic mehr ist.
Oder sie arbeiten in der Regel
gratis für Monopolisten.
Also es ist offenbar völlig
logisch, dass beide Szenarien
scheiße sind.
Also weder im Friedhof ist es
schön, noch gratis arbeiten für
Monopolisten ist toll.
Das heißt, Punkt eins, wenn wir
zumindest so schlau wären und
verstehen würden, dass wir in
allen Feldern in die riesen
strukturellen Probleme reingehen,
die für alle dieselben sind.
Dann können wir uns unterhaken,
alle zusammen, dann wird alles
ganz leicht.
Und jetzt kommt noch einer drauf.
Ja, aber ich muss ja hier, wird ja
immer, können wir noch eine
positive Hoffnung für unsere
Hürden hören?
Ja, hören?
Ja, und deswegen mache ich das
jetzt mal.
Zweitens ist es ja so, dass es ja
total egal sein müsste in der
Politik.
sein müsste in der Politik.
Ob ich jetzt zum Beispiel eine
linke Partei lieber mag, eine
grüne Partei lieber mag, ob ich
eine von mir aus hardcore
marktliberale Partei lieber mag
oder eine konservative Partei
lieber mag, eigentlich müsste es
für alle demokratischen Parteien
unabdingbar sein, dass wir als
demokratische Gemeinschaft unser
eigenes demokratisches Forum
selbst gestalten können.
demokratisches Forum selbst
gestalten können.
Und alle Parteien da draußen
müssten... kapieren, kapieren,
dass unter den Bedingungen dieses
Hass und Lügen Internets
mittelfristig sowieso nur die
Radikalen gewinnen werden.
Das heißt, es ist total egal, ob
ich jetzt eine linke Partei oder
eine konservative oder eine
marktliberale Partei bin, die
diese Akteure sind gegen alle
demokratischen Parteien.
Und deswegen wäre es dann auch
politisch total einfach, weil dann
hätten wir 60, 70, 80 Prozent
Mehrheiten in den
unterschiedlichen europäischen
Ländern.
Im EU -Parlament und wo auch
immer.
Und dann können wir das hier so
zack mit Fingerschnippen, zack,
zack, zack, zack, zack.
Können wir sagen, auf diesem Feld,
da tun wir uns über alle
Parteigrenzen hinweg zusammen.
Monopole finden wir alle scheiße.
Öffentliche Güter dürfen wir
sowieso niemals monopolisieren.
Wir wollen unsere Demokratie
sichern.
Wir wollen unsere Wirtschaft in
Zukunft sichern.
Und deswegen schaffen wir die
jetzt ab.
Und dann wird es ganz einfach.
Ich hoffe.
dass wir das noch hinkriegen.
Ja, lass uns ab zum Hafen.
Mein Rucksack ist noch nicht
fertig gepackt, aber ich brauche
nicht lange dazu.
Rucksack ist noch nicht fertig
aber ich brauche nicht lange dazu.
Ich hoffe, dass du es schnell
packen kannst.
Ich kann es wahnsinnig schnell
packen.
Ich brauche nicht viel.
Wenn man jetzt schon hört, dass
die, die jetzt alle Monopolisten
sind und dann irgendwie sehr gerne
beim Donald Trump zum, keine
Ahnung, Abendessen rumsitzen und
sich eigentlich Blenden verstehen.
Aber dann doch ein geheimes
Meeting machen, weil sie
draufkommen, irgendwann wird es so
weit sein, dass die KI halt keine
Produkte von der KI kauft.
Irgendwie müssen wir ja Produkte
kaufen.
Die anderen dystopischen oder wie
auch immer schmerzmalerischen
Fantasien, wir alle haben bald
nichts mehr zu arbeiten, weil das
macht ja alles die KI.
Und, und, und, und, und.
Werben muss auch keiner mehr,
Medien gibt es keine mehr, aber
irgendwann muss ich ja noch Geld
verdienen.
Also auch Monopolisten können ja
irgendwann kein Geld mehr
verdienen, weil es kauft ihnen
niemand mehr was ab.
Du glaubst nicht daran, dass er
das irgendwann einmal selbst
regelt.
Rom gibt es nicht mehr.
Die bauen Bunker.
Diese Jungs sagen, Bürgerkrieg ist
unvermeidlich und bauen Bunker.
Und ich kann dir eins sicher
sagen, dass für dich und mich kein
Platz in diesen Bunkern sein wird.
Gut.
Oder auch nicht.
Die Bauernbunker, diese Jungs, das
stimmt.
Wir haben heute einen ziemlich
schonungslosen Blick auf den
Irrtum der digitalen Vielfalt
geworfen, um jetzt Martin André zu
zitieren.
Ich tue mir jetzt ganz schwer mit
der Zusammenfassung, weil sich das
Ganze nicht so einfach
zusammenfassen lässt.
Das erste Mal, erste Mal, Thomas,
ab zum Hafen.
zum Hafen.
Ja, das ist das, aber ab zum
Hafen, da muss man den Kontext
verstehen.
Aber ich habe mir da ein paar
Dinge aufgeschrieben, die trotzdem
wichtige Saga sind, die jeder
versteht, auch der, der jetzt
sozusagen nicht aus dem
Bildungsbürgertum stammt.
Wir haben heute gehört, dass das
Internet eine digitale
Besatzungszone ist.
Und das wurde sehr plausibel auch
dargestellt.
Wir haben auch gehört, dass man
diesen digitalen Supermächte nicht
trauern kann.
Und das sollte auch ein
Warnzeichen für uns Unternehmer
sein, die wir da sitzen, wenn die
Analyse ergibt, dass 40 Prozent
der Unternehmen auf Amazon kein
Geld mehr verdienen.
dann hat das auch...
Entschuldigung, 30 % der
Unternehmen auf Amazon kein Geld
mehr verdienen?
auch... mehr verdienen?
30 % aller Hersteller.
Dann müssen wir es richtig machen.
Dann müssen wir es richtig machen.
Aller Hersteller?
Okay.
Also die, die die Waren
produzieren.
Die selbst ihre, genau.
Ja. Dann müssen natürlich da die
Alarmglocken leuten.
Dann dieses Thema, was ich auch
spannend finde, dass diese
digitalen Supermächte... die
Demokratie dahingehend verändert
haben, dass sie uns in Wahrheit
verbieten, wie wir über die Art,
wie wir miteinander sprechen
sollten oder dürften, dass die das
bestimmen und nicht mehr wir.
Also de facto haben sie die
Demokratie auf eine bestimmte Art
und Weise abgeschafft.
Und um jetzt in Richtung Schluss
zu gehen, 10 Prozent Chance
besteht noch, dass wir das Ruder
rumreißen.
Naja, das ist jetzt nicht sehr
erbaulich, aber es gibt eine
Lösung.
Und die finde ich ganz
interessant, weil die greift da
meiner Meinung nach schon, wir
müssen erstens diese Monopole
abschaffen.
Weil was heißt das?
Derzeit sind diese Konzerne in der
Lage, mit strafbaren Inhalten Geld
zu verdienen.
Man stellt sich das in der echten
Welt vor.
Völlig untragbarer Zustand, aber
in der digitalen Welt gibt es.
Und das Zweite ist, und das hängt
damit zusammen, dass wir das Thema
Haftung hernehmen.
Das hat auch wieder mit diesen
strafbaren Inhalten zu tun.
Ja, das war jetzt für mich, der
sich doch seit Mitte der 90er
Jahre mit digitalen Medien
beschäftigt, ziemlich starker
Tobak.
Ich muss sagen, ich bin ein
bisschen erschöpft.
nicht ganz so erschöpft und ich
glaube, dass es wichtig ist, jetzt
Deshalb, liebe Hörerinnen und
Hörer, ich hoffe, Sie sind jetzt
nicht nur sozusagen diesen Podcast
zu konsumieren, sondern
herzugehen, auch darüber zu
sprechen mit anderen Leuten.
Also empfehlen Sie uns weiter,
nicht weil wir so gut sind,
sondern weil unser Gast zwar sehr
radikale, sehr ehrliche, aber vor
allem auch wissenschaftlich
fundierte Ansichten hat.
mittlerweile das Thema
Wissenschaft, gerade in
Österreich, sehr am absteigenden
Ast ist.
Aber auf irgendwas muss man sich
vertrauen.
Ich bin immer nur der Meinung, der
Großteil der Wissenschaft ist eine
zuverlässige
Entscheidungsgrundlage.
Ich bedanke mich beim Peter
Rosenkranz, insbesondere für seine
Einladungspolitik, weil er hat es
geschafft.
diesen vielbeschäftigten Menschen
mit seinen unglaublich tiefen
Einblicken in die Digitalwelt zu
uns, in unsere bescheidene Hütte,
sprich Studio zu holen.
Vielen Dank, Peter Rosenkranz von
Media4More.
Danke, bis kommen Martin und danke
fürs Zuhören.
Danke an alle.
Dann bedanke ich mich beim Willi
Steindl.
Na ja, heute haben wir...
Nicht viel über KI geredet.
Naja, stimmt ja nicht einmal.
KI war ja drinnen, also in jedem
dritten Satz zumindest.
Also ich habe in der Zwischenzeit
meinen Rucksack gepackt und ich
gehe erhobenen Hauptes mit meinem
runden Blumenhemd in die Sonne und
lass deinen Kopf einmal nicht
hängen.
Naja, du fährst jetzt in den
Urlaub in Richtung Meer, in
Richtung Meer, also der Hafen ist
nicht weit.
Dann baue ich den Rucksack.
Danke für alle Fälle auch.
für diese tiefen Einblicke.
Ja, und dann natürlich einen ganz,
ganz herzlichen Dank an den Martin
André, dass du heute Zeit gefunden
hast in deinem wirklich übervollen
Terminkalender, dass du da heute
auf dem roten Stuhl bei mir im
Studio sitzt.
Vielen Dank fürs Kommen und vielen
Dank für die schonungslosen
Einblicke in die Irrtümer der
digitalen Vielfalt.
Danke euch.
Ja, dann liebe Hörerinnen und
Hörer, verabschiede ich mich von
Ihnen.
Und ja, vielleicht hören Sie sich
die Sendung ein zweites Mal an und
nehmen was mit und diskutieren es.
Ich glaube, das ist der erste
Schritt, um wieder unsere digitale
Freiheit, um die es ganz schlecht
steht, wieder zu erlangen.
Mein Name ist Thomas Nasswetter
von Planet Podcast und ich wünsche
Ihnen wie immer eine schöne Zeit.
Machen Sie es gut und bleiben Sie
uns gewogen.
Uncrypted Uncrypted Uncrypted
Uncrypted