„Kreation braucht Raum“
Zu Gast im UNCRIPTED Studio ist Michael Straberger, Präsident des Österreichischen Werberats
30.04.2026 55 min
Zusammenfassung & Show Notes
Folge 66: Werbung, Ethik und KI
Wenn ein Drittel der betroffenen Unternehmen ihre problematischen Kampagnen freiwillig zurückzieht, zeigt das, wie stark sich die Werbebranche verändert hat. Vor 15 Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.
Peter Rosenkranz spricht gemeinsam mit Co-Host Willy Steindl und Produzent Thomas Nasswetter mit Michael Straberger, Präsident des österreichischen Werberats. Michael blickt auf 18 Jahre Arbeit beim Werberat zurück und erklärt, wie er eine einst "verschlafene" Organisation modernisierte und die Branche von den Vorteilen der Selbstregulierung überzeugte. Denn ohne den Widerstand des Werberats hätten längst Warnhinweise bei Autowerbung und Werbeverbote für zuckerhaltige Produkte Einzug gehalten.
Wie verändert künstliche Intelligenz die Überprüfung von Werbeinhalten, ohne kreative Freiheit einzuschränken? Michael erklärt, warum KI zwar Prozesse beschleunigen kann, die 250 ehrenamtlichen Experten des Werberats aber nicht ersetzen wird. Jährlich werden 200 bis 250 Beschwerden behandelt, und die Zahlen steigen um zehn bis zwanzig Prozent, nicht weil Werbung nachlässiger wird, sondern weil Konsumenten sensibler werden.
Besonders spannend ist das neue KI-gestützte Social-Media-Monitoring für den Influencer-Bereich. Hört rein, es lohnt sich.
Wenn ein Drittel der betroffenen Unternehmen ihre problematischen Kampagnen freiwillig zurückzieht, zeigt das, wie stark sich die Werbebranche verändert hat. Vor 15 Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.
Peter Rosenkranz spricht gemeinsam mit Co-Host Willy Steindl und Produzent Thomas Nasswetter mit Michael Straberger, Präsident des österreichischen Werberats. Michael blickt auf 18 Jahre Arbeit beim Werberat zurück und erklärt, wie er eine einst "verschlafene" Organisation modernisierte und die Branche von den Vorteilen der Selbstregulierung überzeugte. Denn ohne den Widerstand des Werberats hätten längst Warnhinweise bei Autowerbung und Werbeverbote für zuckerhaltige Produkte Einzug gehalten.
Wie verändert künstliche Intelligenz die Überprüfung von Werbeinhalten, ohne kreative Freiheit einzuschränken? Michael erklärt, warum KI zwar Prozesse beschleunigen kann, die 250 ehrenamtlichen Experten des Werberats aber nicht ersetzen wird. Jährlich werden 200 bis 250 Beschwerden behandelt, und die Zahlen steigen um zehn bis zwanzig Prozent, nicht weil Werbung nachlässiger wird, sondern weil Konsumenten sensibler werden.
Besonders spannend ist das neue KI-gestützte Social-Media-Monitoring für den Influencer-Bereich. Hört rein, es lohnt sich.
Zur Person:
Michael Straberger ist Präsident des Österreichischen Werberats und seit Jahrzehnten in der österreichischen Werbe- und Kommunikationsbranche aktiv. Der frühere CEO der Publicis Group Austria gründete mehrere Werbeagenturen und Marketing-Beratungsunternehmen und beschäftigt sich heute intensiv mit Werbeethik und verantwortungsvoller Kommunikation in Allgemeinen also auch in Ausschreibungs- (Pitch-) Prozessen.
Michael Straberger ist Präsident des Österreichischen Werberats und seit Jahrzehnten in der österreichischen Werbe- und Kommunikationsbranche aktiv. Der frühere CEO der Publicis Group Austria gründete mehrere Werbeagenturen und Marketing-Beratungsunternehmen und beschäftigt sich heute intensiv mit Werbeethik und verantwortungsvoller Kommunikation in Allgemeinen also auch in Ausschreibungs- (Pitch-) Prozessen.
Wir freuen uns wie immer über eine Bewertung auf Apple oder Spotify. Anregungen und Fragen bitte an: contact@uncripted.com
UNCRIPTED Hosts:
- Peter Rosenkranz: CEO & Founder von media4more
- Willy Steindl: CEO & Founder von re.think Consulting
Moderation und Produktion:
- Thomas Nasswetter von planet-podcast.com
Transkript
Das Problem ist, dass Werbung
machen aus wirtschaftlicher Sicht
schwieriger geworden ist und
dadurch die Rahmenbedingungen für
gute Kreation auch schwieriger
werden.
Hallo und willkommen zur Folge 66
von Uncrypted, dem Marketing
-Podcast.
Ich bin Peter Rosenkranz von
Media4More und heute wieder im
Studio mit mir mein Co -Host Willi
Steindl von Resync Consulting.
Hallo Willi.
Hallo Peter, ich bin mit dir
heute.
Mit mir?
Ja, ich fange schon gut an, aber
es macht nichts.
Und natürlich Thomas Nasswetter,
unser Produzent und Host von
Blinded Podcast.
Hallo Thomas.
Hallo, grüß Gott und herzlich
willkommen, liebe Hörerinnen und
Hörer.
Und wir sind natürlich nicht
alleine.
Herzlich willkommen Gast, hallo
Michael bei Uncrypted.
Hallo, ich freue mich, dass ich da
sein darf.
Michael Straberger ist Präsident
des österreichischen Werberats und
seit Jahrzehnten in der
österreichischen Werbe - und
Kommunikationsbranche aktiv.
Der frühere CEO der Publicis Group
Austria gründete mehrere
Werbeagenturen und
Marketingberatungsunternehmen und
beschäftigt sich heute intensiv
mit Werbeethik und
verantwortungsvoller Kommunikation
in allgemeinen als auch in
Ausschreibungs - und Pitch
-Prozessen.
Willkommen nochmal im Podcast,
Michael.
Gehen wir gleich rein.
Du bist seit vielen Jahren
Präsident des österreichischen
Werberats.
Wie erklärst du jemandem in einem
Satz, was der Werberat eigentlich
macht?
Es klingt gar nicht so
kompliziert.
Es ist eine Einrichtung, wo sich
Menschen, die in Österreich leben,
beschweren können, wenn sie sich
unangenehm berührt fühlen von
Werbung.
Nämlich kommerzieller Werbung
primär, ein bisschen auch
politische Werbung.
Und der Werberat kümmert sich dann
darum, ob das zu Recht oder zu
Unrecht passiert.
passiert.
Und wer steht hinter dem Werberat?
Seid ihr ein Verein oder seid ihr
eine Gesellschaft, die irgendwie
finanziert wird?
Oder wer unterstützt euch?
Der Trägerverein, und das sagt es
schon, es ist eine
Vereinsorganisation, ist
gemeinnützig, gibt es seit 51
Jahren.
und finanziert sich primär durch
Mitgliedergebühren.
Es gibt 18
Trägervereinsmitglieder, sind mehr
oder weniger die namhaftesten und
auch, man kann sagen, potentesten
Vereinsaktivitäten in der Werbe -
und Medienwirtschaft, muss man
dazu sagen.
Und in diesem Zusammenspiel
finanziert sich die Aktivität.
Es gibt ein bisschen eine
staatliche Förderung von der
Medienbehörde dazu, aber im Großen
und Ganzen gehe ich mit meinen
Kolleginnen auch teilweise mit dem
Hut rum und muss Finanzierungen
für Projekte auch selber
aufstellen.
auch selber aufstellen.
Wie bist du jetzt persönlich
dazugekommen?
Du warst ja auf der anderen Seite,
sage ich jetzt mal, auf der
Agenturseite.
Was hat dich zum Wehrberatern
verschlagen?
Der Werberat kümmert sich
sozusagen nicht um eine Seite,
kümmert sich sozusagen nicht um
eine Seite, sondern ist eigentlich
dafür da, dass dieses
Zusammenspiel zwischen kreativen
Auftraggebern und über die
Umsetzung in den Medien gut
funktioniert.
Und damals, wie ich 2007 bei der
Publicis mich zurückgezogen habe
und ausgeschieden bin, hat mit der
Heini Schuster, der ja viele
Jahre, wahrscheinlich auch
Jahrzehnte, diese Funktion
innehatte.
damals noch mit sehr viel
Wirtschaftskammernähe gefragt, was
ich denn jetzt mache.
Und ich habe nicht gewusst, was
ich wirklich auch weiter
unternehmen werde und habe mir
nicht gedacht, dass das so
aufwendig ist, aber auch
gleichzeitig so spannend ist und
bin da sozusagen über diesen Weg
hineingerutscht.
Das war ja lustig, weil damals der
Werberat hatte irgendwie so 10, 15
Werberäte.
Ich habe die dann angerufen, die
haben teilweise nicht einmal
gewusst, dass sie Werberäte sind.
sie Das war so eine leicht
verschlaffene Organisation.
Und der Druck, der da war, das war
wahrscheinlich auch für den Heini,
der damals am Rückzug aus der
Werbewirtschaft war, war auch von
unserer Mutter, dem europäischen
Werberat, gegeben, weil die
irgendwie gesagt haben, also
Österreich, das ist ein
bisschen...
Alles, was da passiert, dauert
lang, passiert nicht viel.
Also das war vielleicht mit auch
ein Grund, dass man damals gesagt
hat, damals war ich ja noch jung,
kam ich dazu und jetzt mache ich
es halt schon 18 Jahre.
Was hat sich denn dann am
stärksten aus deiner Sicht
verändert, wenn du gesagt hast,
die EU oder Europa ist jetzt
langsamer, aber was hat sich denn
da so verändert aus deiner Sicht
heraus?
Nicht nur vielleicht beim Werberat
selber, sondern allgemein.
Also aus Sicht der
Selbstregulierung hat sich
insofern von der Zeit von damals
zu heute sehr viel geändert, Sicht
Selbstregulierung hat sich
insofern von der Zeit von damals
zu heute sehr viel geändert, weil
die Kreditwirtschaft hat den
Werberat praktisch überhaupt nicht
wahrgenommen.
Und wie wir dann über die ersten
zwei, drei Jahre sehr engagiert da
reingegangen sind und plötzlich
auch die Anzahl der Beschwerden
gestiegen sind, war es dann so,
dass die die Kreativszene
plötzlich davon gesprochen hat, da
sozusagen böses, kontraproduktives
System da entwickeln, das war nie
gibt es eine Zensur oder irgendwie
so, also als würden wir ein
die Idee logischerweise.
Und es hat sich über die Jahre,
war sozusagen die Kunst aller
Beteiligten, diese
Selbstregulierung, der sozusagen
einen Stellenwert zu geben, dass
es eigentlich für die Wirtschaft
ganz was wichtig Positives ist.
dass wir nämlich versuchen, jede
staatliche Regulierung, also jede
zusätzliche Gesetzgebung, die die
kommerzielle Kommunikation
einschränkt, hintanzuhalten,
wegzudrängen.
Und das muss ich sagen, das hat
wirklich lang gedauert, bis das
sozusagen sich in der
Werbewirtschaft als Idee
durchgesetzt hat.
Wir haben da ein paar, glaube ich,
gute Maßnahmen gesetzt, um das...
schon dann auch so weit
durchzubringen.
Und heute, wenn man heute mit
Leuten aus der Branche spricht,
sagt jeder, man kann sich das
eigentlich ohne den Werberat nicht
vorstellen.
Und man ist heilfroh, dass es
diese Organisation gibt, weil wir
ja wirklich viel dafür tun, dass
die Einschränkungen, die jetzt
nicht nur in Österreich als Zurufe
aus politischen oder sonstigen
interessenspolitischen Systemen
kommen, sondern auch europäisch.
einen ziemlichen Vorstoß hier
erleben und wieder etwas Neues als
Idee kommt, dass wir das hier in
Österreich, aber auch europaweit
hinten anhalten oder hinten
ansteigen können und dagegen
stehen können.
Könnte man das vielleicht einmal
ein bisschen plastischer machen?
Wir sind jetzt sehr theoretisch
unterwegs.
Was heißt das an einem praktischen
Beispiel für unsere Hörerinnen und
Hörer?
Zum Beispiel vor sieben oder acht
Jahren.
gab es von einer politischen
Fraktion im EU -Parlament eine
Idee, dass alle, damals ging es
primär an Printanzeigen, aber auch
TV -Spots und Radio -Spots, dass
es einen Warnhinweis geben soll,
wenn Kfz -Werbung gemacht wird.
Und die Vorstellung, da gab es
sogar so exemplarische Sujets,
war, dass wenn man sich eine Ein
-Eintel -Seite vorstellt, dass
ähnlich wie auf den
Zigarettenbacken eine Drittel,
Seite davon mit einem schwarz
hinterlegten Grund, mit einem
Warnhinweis erscheinen muss, wo
drinnen stand oder drinnen hätte
stehen sollen, Autos gefährden
unsere Gesundheit.
Das klingt jetzt ein bisschen
lächerlich, aber das war damals
ein ernster Vorstoß.
Zeitlich näher, ein anderes
Beispiel, der grüne Der grüne
Umweltminister in der letzten
deutschen Koalition hatte vor zwei
oder drei Jahren die Idee, auf
alle Produkte, die Zucker, Fette
und Salz enthalten, für diese
Produkte ein Werbeverbot zwischen
sechs oder sieben Uhr früh und 22
Uhr am Abend zu machen.
Das war ein ernster Vorstoß.
Ich war damals Regierungsmitglied.
versucht hier sozusagen
umzusetzen.
Die deutsche Wirtschaft ist da
natürlich Sturm gelaufen, eh klar.
Wir haben uns das ausgerechnet,
das hätte in Österreich ungefähr
ein Viertel bis ein Drittel der
Werbeumsätze in diesen Kanälen
ausgemacht, die plötzlich von
heute auf morgen verschwunden
wären.
Das wäre für die Medien eine
Katastrophe gewesen, ungeahnten
Ausmaßes, das noch dazu zu der
Digitalisierungsentwicklung, wo
nämlich in der digitalen Welt
dieses Verbot eigentlich nicht
angedacht war.
Also unvorstellbar, das ging dann
auch nach deutschem Grundgesetz
auch nicht und kam Gott sei Dank
nicht dazu, wurde über Wochen lang
diskutiert im Parlament.
Also durchaus ernste Vorstöße.
Und jetzt vielleicht ein letztes
Beispiel in Österreich.
Es gab zum Beispiel letztes Jahr
einen Vorstoß, im
Tabakwerbeverbotsgesetz auch
Erweiterungen zu schaffen.
Bei solchen Prozessen sind wir
auch immer involviert, schauen,
was kann man über die
Selbstregulierung da vielleicht
außerhalb der Regelung, einer
gesetzlichen Verbotsregelung
schaffen.
Manchmal gelingt uns das.
Bei manchen Sachen sind wir aber
auch in unserer Konstellation im
Vorstand auch dann klar dafür,
dass es zum Beispiel, wenn es um
Dutz von Kindern und Jugendlichen
geht, auch ein Gesetz braucht.
Also wir erleben ja in Österreich
eine Korregulierung.
Und der Punkt ist halt nur
einfach, die Frage ist, was ist
gesetzlich korreguliert und was
eben nicht.
Und da hat sich einfach, glaube
ich, und das kann man schon mit
Stolz auch sagen, die
Selbstregulierung soweit
durchgesetzt, dass man vieles eben
so auch hinkriegt.
Und ist da die Teilnahme im
Gesetzwerdungsprozess, ist das
irgendwo quasi verankert oder ist
das reiner Lobbyismus?
Das ist eine gute Frage, weil wir
leben ja bekanntlich in einem
österreichischen, Ein
Gesetzwerdungsbiotop, wo
Einrichtungen wie ein
gemeinnütziger Verein als
Interessensvertretung oder als
Idee für eine wirtschaftliche
Selbstregulierung eigentlich
zahnlos sein könnte, ist es aber
Gott sei Dank nicht so.
Weil das Lustige ist, dass seit
audiovisuellen Mediendienste
-Richtlinie -Verordnung, die 2009
eine Adaption einer früheren
Verordnung gebracht hat, eine
Selbstregulierungsorganisation,
nicht namentlich der Werberat,
aber eine
Selbstregulierungsorganisation
genannt ist als Einrichtung, die
sich um das kümmern soll.
Das war für uns eine ziemliche
Errungenschaft, da haben wir sehr
gekämpft, darum, dass das kommt,
weil dadurch haben wir plötzlich
auch eine scheinbar rechtliche
Rechtfertigung bekommen für Fälle,
die heikel sind.
Es gibt immer wieder mal eine
Idee, dass jemand sagt, klag den
Werberat wegen.
wirtschaftlicher Schädigung,
können wir vielleicht später
darüber reden, ist zwar noch nie
passiert, aber solche Ideen gibt
es natürlich.
Und durch diese Verankerung der
Selbstregulierung in der
Verordnung der Audiovisuellen
Mediendienste -Richtlinie haben
wir einfach die Möglichkeit, das,
was wir tun, auch mit ein bisschen
mehr Kraft in den Markt zu
bringen.
Es ist dieses Zusammenspiel.
Es wird kreative Arbeit geleistet,
die Auftraggeber setzen es in den
Markt und der Konsument oder die
Konsumentin nimmt das an, das ist
ja nicht immer ganz konfliktfrei.
Und dass da sozusagen jemanden
gibt, der das von außen beurteilen
darf, nämlich sozusagen auch
rechtlich abgesichert darf, das
ist schon recht spannend.
Und um auf die Frage noch ganz zu
antworten.
Das gibt uns auch die Möglichkeit,
dass wir bei Gesetzwerdungen
einfach eingeladen sind, eine
Stellungnahme abzugeben.
Irgendwo braucht ihr die
Exekutivfunktion, nachdem ihr auf
den Reihen seid.
Irgendwo braucht ihr den
Gesetzgeber, das auch zu
verankern.
Seid ihr dann Beratende,
Empfehlungsgeber, Berater?
Wir machen so wie bei allen
Gesetzwerdungsphasen, sind wir
eingeladen.
Es sind ja oft 20, 30, 40
Organisationen eingeladen zu einem
Gesetz, zu einer Idee, es kommt
davon, in welcher Phase eine
Stellungnahme abzugeben.
Und da gibt es dann durchaus auch
Abstimmungen innerhalb der
Verträgervereinsmitglieder, wie
man das sieht, logischerweise.
Das ist ja nicht meine persönliche
Meinung, die ich da vertritt,
sondern das ist ein Zusammenspiel
unseres Systems.
wo jetzt auch nicht immer die
gleichen Interessen sind.
Also ihr könnt euch vorstellen, da
im Werberat sitzt zum Beispiel,
was weiß ich, der privaten
Medienverband, der ORF und der
VÖZ.
Um nur drei Beispiele zu sagen,
die haben bei einigen Themen
natürlich sehr unterschiedliche
Zugänge zum Markt.
Das Interessante ist, dass es
gelungen ist über die Jahre, die
Idee der Selbstregulierung.
bis zu unseren 18
Trägervereinsmitgliedern richtig
gut durchzusetzen.
Und in der Frage kann ich mich
nicht erinnern, dass man
irgendwann gesagt hat, das wollen
wir jetzt eigentlich nicht.
Wenn wir darüber diskutiert haben,
haben wir da immer einen
gemeinsamen Nenner und mit dem
gehen wir dann noch draußen.
Und ja, es ist auch nicht so, dass
es immer funktioniert,
logischerweise.
Also die Nikotin -Poaches zum
Beispiel letztes Jahr, da hätten
wir eine Idee gehabt, wie man
das... wie man das auch mit
Selbstregulierung hinkriegt.
Und da hat halt dann das
Ministerium gesagt, nein, das
machen wir jetzt so ähnlich wie
bei den anderen Tabakprodukten.
Für die Kinder und Jugendlichen
ist es sicher besser so, muss ich
sagen.
Aber das ist ja nur ein Teil des
Aufgabengebietes.
Also ich kann mich ja auch als
Konsument von Werbung über euch
oder bei euch über bestimmte
Werbung beschweren oder zumindest
darauf aufmerksam machen.
Da entstehen jetzt natürlich eine
Reihe von Fragen.
Was sind so aktuelle Fälle?
Wie hat sich das auch geändert in
der letzten Zeit?
Was ist da so im Vordergrund?
Was sind die Beschwerdebereiche?
Sexistische Werbung, Greenwashing,
Kinderwerbung.
Wird das für euch auch,
wahrscheinlich dokumentiert, aber
auch ausgewiesen, wie sich das
verändert hat?
Es gibt jedes Jahr einen
Geschäftsbericht.
wo ganz genau dokumentiert ist.
Das müssen wir ja machen, sonst
würden wir die Förderung nicht
kriegen.
Wir werden auch geprüft, erstens
durch einen Auditor und auch durch
die Medienbehörde.
Und nur dann kriegen wir dafür das
Geld.
Da werden genau diese Fragen, die
du jetzt ansprichst, ganz genau
dokumentiert.
Es ist, seit ich dabei bin, und
ich weiß es auch von der Zeit
davor, ist natürlich Sexismus,
also Geschlechterdiskriminierung
das Nummer -eins -Thema.
Ethische Fragen sind sozusagen im
Kommen.
Das ist jetzt ein bisschen die
Frage, was zählt man da hinein?
Werbung, wo es um Gewalt geht,
gegen Frauen zum Beispiel oder
auch gegen Kinder und Jugendliche
oder schlechte Beispiels,
sozusagen Vorbildwirkung in
visueller Darstellung, um Kinder
oder Jugendliche negativ zu
beeinflussen.
Solche Sachen sind im Kommen.
Es hängt auch ein bisschen von den
Medienkanälen ab, klarerweise.
Es ist ja Plakat -TV immer ganz
vorn dabei und online und im
speziellen Social Media war
jahrzehntelang, also
jahrzehntelang, weil es gibt es ja
gar nicht so lange, aber im
letzten Jahrzehnt eigentlich
vernachlässigbar und ist erst in
den letzten zwei, drei Jahren
jetzt sehr schnell und stark
gestiegen.
Die genauen Zahlen sind auch auf
der Homepage veröffentlicht.
Aber da sieht man einfach, dass
sich sozusagen das medien - und
konsumorientierte Informieren
stark verändert.
Und ich glaube, was auch noch
wichtig ist zu sagen, ist, dass
die Art und Weise der Beschwerden,
die wir behandeln, sich auch
verändert haben.
Um vielleicht ein Beispiel zu
sagen, wir haben ungefähr ein
Drittel der Beschwerden.
die bei uns hereinkommen und
geprüft werden, ob wir sie
behandeln sollen oder müssen, die
haben sozusagen einen Charakter,
wo das betroffene Unternehmen,
wenn sie von der Beschwerde
erfahren, von sich aus das oder
diese Schäß zurückziehen oder die
Kampagne stoppen.
Das heißt nämlich, dass dann gar
kein Beschwerdeverfahren ins
Laufen kommt.
Das wäre vor zehn oder 15 Jahren
noch völlig undenkbar gewesen.
Damals haben die Unternehmen
durchaus mit einem gewissen Effekt
geliebäugelt, dass wenn sie beim
Werberat aufschlagen, dass noch
ein zusätzlicher Werbeeffekt
entsteht.
Also auch schlechte Werbung ist
Werbung quasi oder negative
Werbung ist?
Die Werbung war wahrscheinlich eh,
wenn es aufschlägt, Die Werbung
war wahrscheinlich eh, wenn es
aufschlägt, eh schon grundsätzlich
problematisch und dann hat man
durch die Kommunikation, weil man
im Werberat in Beschwerde hatte,
oder mehrere Beschwerden hatte.
Ich erinnere zum Beispiel,
Christkind schlägt Weihnachtsmann
und umgekehrt.
Ich weiß nicht, ob ein großer
Telekom -Unternehmen in Österreich
hatte mal seine
Weihnachtskampagne.
Da war es dann so, dass, ohne dass
wir da was dazu getan haben, weil
wir das grundsätzlich nicht
machen, die Kronenzeitung eine
Dreiviertelseite Redaktion
gebracht hat, vier Wochen vor
Weihnachten.
dass das eigentlich schwer
auffällig ist, jetzt im negativen
Sinn.
Und obwohl das Unternehmen vorher
gesagt hat, wir interessieren uns
nicht, was der Werberat dazu sagt,
hat dann plötzlich, wie dieser
Artikel entschieden ist, hat mir
die Marketing -Vorständin dann
angerufen und gesagt, wir sollten
uns kurz treffen.
Bitte helft uns da irgendwie diese
Kuh vom Eis zu kriegen.
Und das passiert praktisch nicht
mehr.
Also Unternehmen, die
professionell agieren, aus eigener
Marketingabteilung heraus oder mit
guten professionellen Agenturen,
denen passiert ganz selten was.
Und wenn was passiert, dann ziehen
sie die Beschwerde Betroffenen
sich jetzt sofort aus dem Verkehr.
Wir helfen da übrigens auch mit,
da zum Beispiel Schaden auch fürs
Unternehmen zu begrenzen, wenn das
Unternehmen einsichtig ist.
Was nicht passiert ist, oft bei
Kleinen unter Kleinstunternehmen
oder wo der Unternehmer selber
kreativ ist und seine Frau auf die
Kühlerhaube eines Autos sitzt,
möglichst schlecht begleitet und
der ist nämlich dann oft als nicht
einsichtig und mit denen hat man
dann manchmal eine liebe Not,
obwohl wir der Meinung sind, da
reguliert sich der Markt dann eh
selber.
den Konsumenten, die das nicht
wollen, die kaufen einfach dann
dort nichts ein.
Da gibt es übrigens auch eine
Statistik, weil wir so eine
Befragung machen dazu, dass
nämlich über 70, 75 Prozent
Produkte, wo die Werbung schlecht
ist, einfach das nicht kaufen.
Und da machen wir Aufklärung
drüber.
möglichst eh wir Aufklärung
drüber.
Jetzt hast du so viele Sachen
gesagt, ich komme gar nicht zu.
Das ist alles gut, ich komme gar
nicht zum Mitschreiben mit, weil
so viele Fragen aufgetaucht sind.
Aber vielleicht nochmal ganz kurz.
gar nicht zu.
Das ist Wie kommt es überhaupt zu
einer Beschwerde und wie läuft so
ein typischer Beschwerdefall bei
euch eigentlich ab?
Ist das ein E -Mail?
Ist das ein Anruf auf einer
gebührenpflichtigen Hotline?
Keine Ahnung.
Das ist eine gute Idee.
Das ist eine Refinanzierung.
Aber wie kommt eigentlich so eine
Beschwerde zu euch und wie wird
das dann behandelt?
Du hast eh vorher gesagt, ein
Drittel ziehen die Leute schon
wieder zurück.
Aber wie ist das ein typischer
Prozess eigentlich?
ist das Die Abbildung dieses
Prozesses, die innerhalb von sechs
oder sieben Arbeitstagen abläuft,
ist ein sehr kompliziertes Chart.
Ich versuche es kurz zu erklären.
Es ist ganz einfach.
Beschweren kannst du die Primär
über E -Mail, mittlerweile über
die Websites.
Das passiert zum größten Teil so.
Manche rufen an, aber wir brauchen
Stellungnahmen.
auch Unterlagen zu den Seychelles.
Dann ist es so, dass die
Geschäftsstelle, sprich die
Geschäftsführerin mit ihren zwei
Teilzeitmitarbeitern, also es ist
wirklich ein sehr kleines System,
diese Beschwerde prüft, sind wir
zuständig, zum Beispiel eben
Da ist es so, dass wir natürlich
gewisse Dinge, nicht kommerzielle
Werbung, Kunst etc. sind wir nicht
zuständig.
Dann gibt es noch einen kleinen
Senat, der in Zweifelsfrage das
auch noch vorab kontrolliert und
entscheidet, über die
Zweifelsfrage das auch noch vorab
kontrolliert und entscheidet, geht
es in den Rat oder nicht.
Dann gibt es sozusagen vorgelagert
die Sammlung der Unterlagen und
das betroffene Unternehmen und
oder die Agentur fragen, die da
Dann fragen wir den, wenn es ein
Sexismus -Thema ist beim
schriftlich dann normalerweise
dazu Stellung nehmen können.
Das ist alles digitalisiert in
einem System, das wir programmiert
haben lassen, um den Ablauf zu
vereinfachen für alle Beteiligten.
Antisexismusbeirat an, den haben
wir gemeinsam mit dem
Frauenministerium eingerichtet.
Und immer gibt es eine Anfrage bei
der AK Konsumentenschutzabteilung
Wien, also AK Wien, die zu jeder
Beschwerde eine Stellungnahme
abgeben.
Und alles das gesammelt, innerhalb
von drei Tagen muss das eingehen,
gehen an den Werberat.
Es sind 248 Werberätinnen und
Räteexperten aus dem Bereich
Agentur, Auftraggeber und Medien.
plus eine vierte Kategorie
Anwälte, Ärzte, Psychologen und,
und, und.
Und die entscheiden dann auf Basis
des Ethikkodex, ist es
unberechtigt, die Beschwerde,
sprich kein Einschreiten, braucht
es eine Sensibilisierung, das ist
ein Aufruf, die sich in Zukunft
entweder anders zu machen oder
nicht mehr zu verwenden, oder gibt
es einen Stopp.
Stopp gibt es in Österreich pro
Jahr ungefähr zwischen 10 und 25.
Sensibilisierungen sind so bei 30,
40, 50.
Das ist recht unterschiedlich.
Und keine Einschreiten sind dann
noch einmal um die 60, 80, 100.
Insgesamt haben wir ungefähr 200,
manchmal 250 behandelte
Beschwerden.
Die Anzahl der sozusagen Eingaben
ist oft viel höher, weil es hat
schon SIGES gegeben, auch zum
Beispiel von einer politischen
Partei von vor ein paar Jahren.
Und nur zu einem Cigee 500
Beschwerden beim Mehrwert
eigentlich.
Aber das ist ja bezogen auf ein
Cigee.
Im Schnitt ziemlich gut steigend
mittlerweile.
Die Fälle sind so um die 2 bis 250
pro Jahr.
eigentlich.
Ich wollte dich gerade fragen, ist
die Anzahl gestiegen?
Weil Social Media ist jetzt
natürlich eine Plattform, die die
Möglichkeit natürlich bietet, dass
viel mehr auf einen einprasselt.
Mit Plakat bin ich eingeschränkt,
mit TV.
Allein nur von den Sendezeiten,
wie das früher war.
Hat sich die Anzahl dann mit
Social Media und mit den
Aktivitäten dann wirklich markant
auch gesteigert und auch die
Beschwerde über den Kanal selber,
über die Inhalte?
Social Media ist im Steigen, aber
ist immer nur im Verhältnis zu TV
oder Plakate eher gering.
Es steigt eigentlich über die
gesamte Anzahl der Kanäle steigen
die Beschwerden.
Also insgesamt haben wir um circa
10, 15, 20 Prozent mehr.
in den letzten zwei, drei Jahren.
Ich glaube, was würdest du da
zurückführen, weil ich hätte jetzt
nicht das Gefühl, dass die Werbung
nachlässiger geworden ist, drei
Jahren.
Ich glaube, was würdest du da
nachlässiger geworden ist, weil
alle den Werberadio mittlerweile
kennen und zumindest die ethischen
Prinzipien ja eigentlich strenger
befolgt werden?
Ich glaube, dass die Sensibilität
auf der Seite der Konsumentinnen
und Konsumenten steigt.
glaube, dass die Sensibilität auf
der Seite der Konsumentinnen und
Konsumenten steigt.
Also es gibt einfach zu gewissen
Suche, Ideen, wenn man es jetzt
einmal neutral formuliert, gibt es
eine höhere Sensibilität.
Und früher hat man gesagt, ist mir
eigentlich egal.
Und jetzt sagt man, nein, das will
man eigentlich nicht mehr
akzeptieren.
Und da geht es natürlich um Frauen
- und aber auch
Männerdiskriminierung, also
Geschlechterdiskriminierung, aber
auch um andere Fragestellungen.
Und auch zum Thema zum Beispiel
Lebensmittelqualität, Das Thema
Greenwashing war in den letzten
Jahren ein ziemliches Thema, wo
einfach die Konsumenten dann
gesagt haben, ja, um CO2 -neutral
nach Venedig zu fliegen von Wien,
das weiß ich jetzt nicht, ob das
werbetechnisch ganz sauber ist.
Und da gibt es halt einfach
Beschwerden.
Interessanterweise, die Beschwerde
liegt schon ein paar Jahre zurück,
wenn man es gerade erwähnt hat.
Damals hat der Werberat noch auf
Sensibilisierung entschieden.
Eineinhalb Jahre später gab es
dann nach dem UWG eine
Verurteilung dieses Unternehmens.
Also man sieht, hier tut sich auch
was und die Sensibilität steigt ja
nicht nur auf Konsumentinnen und
Konsumentenseite, sondern auch auf
der Seite der Unternehmen, wo wir
übrigens auch sehr viel Schulung
machen von Marketingleuten, ganz
sauber ist.
wir übrigens auch sehr viel
Schulung machen von
Marketingleuten, Medienleuten.
Gibt es eigentlich Fälle, Fälle,
wo Agenturen oder Kunden vorab zu
euch kommen, so quasi eine
Freigabe einholen und sagen, du,
wir sind euch da nicht sicher, das
ist ja vielleicht ein bisschen
provokativ, soll man uns da drüber
trauen oder nicht?
Also wird sie auch da schon
einbezogen vor dem Prozess, was
gar nicht dann irgendwann einmal
Eine interessante Frage, es gibt
schon ein relativ langes Produkt.
vielleicht gar nicht mehr dann
rauskommt?
Wir haben ein eigenes Produkt
dazu, haben ein eigenes Produkt
dazu, das ist der Pre -Copy
Advice.
war eigentlich nicht so wahnsinnig
nachgefragt.
Das steigt ganz stark an.
Und das fragen interessanterweise
Agenturen und Auftaktgeber.
Und noch witziger ist, dass das
-Agentur reicht das Siché ein.
Medien zum Beispiel anfragen.
Und bei den Medien, in der
Das heißt, eine Auftaktgeber
Anzeigenabteilung sitzen Leute,
die die Sensibilisierung haben und
sagen, ich weiß nicht, ob wir das
schalten wollen.
Und das wäre vor 10 oder 15 Jahren
völlig unrechtbar gewesen.
Und wenn jemand etwas gebucht hat,
musste das Medienunternehmen das
auch schalten, weil es war eine
Vertragsvereinbarung bei der
Buchung.
Mittlerweile steht in den AGBs
praktisch jedes Medium in
Österreich drinnen, dass wenn es
eine Empfehlung des Werberats
gibt, etwas zu stoppen, zum
Beispiel sowieso, aber auch mit so
einer Pre -Copy, dass man vom
Auftrag zurücktreten kann.
Aber dieser Pre -Copy -Advice ist
ein wahnsinnig spannendes Ding,
weil das kann immer noch
schneller, weil das geht nicht in
den Werberat, weil sonst bei 250
Leuten, das ist wie wenn die
Kampagne schon geschalten, ja
fast.
Aber wir haben jetzt glaube ich 7
.500 Fälle in den letzten 18
Jahren gehabt.
Wir haben ganz ein gutes Gespür
dafür, was geht und was nicht
geht.
Und wenn so eine Einreichung da
ist, so ein Pre -Copy -Advice.
können wir innerhalb von ein,
eineinhalb Tagen Arbeitstagen
sagen, wie die Empfehlung ist, ob
man da noch was ändert oder ob das
okay sein kann.
Ich meine, das ist nicht
rechtsverbindlich oder was, aber
Und wir sind gerade dabei, so
etwas KI -technisch auch noch zu
es ist, glaube ich, auch als
Orientierung gut.
beschleunigen.
Das heißt, man kann dann dieses
Sechet vorab beim Werberat über
die... ob Orientierung gut.
7500 Fälle sozusagen und die
Erfahrung, die Entscheidungen
sozusagen drüberlaufen lassen.
Und das dauert dann aber nicht
mehr einen halben Tag.
Das heißt, ihr trainiert dann die
eigene KI, die dann schaut, was
geht und was geht nicht.
Das ist eine gute Überleitung zu
einer Frage, die natürlich in fast
Wie setzt ihr KI ein?
Wie die in dem Fall aber
jeder Episode unseres Podcasts
kommt.
eigentlich anders gestellt wollen
wissen, habt ihr einen Werberat
oder in seinen Ethik -Kriterien,
vor KI -generierte Werbung
irgendwie gesondert zu behandeln.
Ist das schon ein Thema, wird das
angetragen?
wird das angetragen?
Ist ein Thema, das hat noch ein
paar Schwierigkeiten.
Also vielleicht hole ich ein
bisschen aus.
Die KI ist bei uns seit mehreren
Jahren eine zentrale Stütze, unser
Business schneller und effizienter
zu machen.
Ich kann es eh dazu sagen, die K25
hat ein ein Entscheidungstool für
uns programmiert, wo die knapp 250
Werberäte und es gibt nochmal 100
junge Werberäte, die arbeiten auch
über dieses Tool, eben diese
Beschwerden behandeln.
Die Werberäte sind, und die
kriegen ja nicht einmal Geld
dafür, die machen das wirklich
freiwillig, gibt es einen ihren
Zulauf, dass man da dabei ist, die
sind angehalten, Also angehalten,
nicht nur sagen Stopp,
Sensibilisierung oder kein
Einschreiten, sondern es ist
angehalten, das auch verbal zu
formulieren auf Basis des
Ethikkodex.
Also man muss den Ethikkodex
kennen und muss auch sozusagen das
verbal formuliert die Beschwerde
chargen.
Und das war früher immer die große
Kunst von 250 Menschen, das so
zusammenzufassen, dass das eine
Beschwerdeentscheidung ist, die
wir dann auch veröffentlichen
können.
Das macht mittlerweile dieses
Tool.
Da gibt es einen Vorschlag, wo
alle Inhalte, die da gesammelt
werden, innerhalb von drei Tagen
von den Werberäten als
Stellungnahme formuliert werden.
Das nächste ist, dass wir eben
jetzt so ein Pre -Copy -Advice
programmieren und die Frage,
können wir die Werberäte ersetzen,
ist zum Beispiel auch die Frage
gewesen, da braucht man diese 250
Expertinnen und Experten
überhaupt.
Das weiß ich nicht, wie das in
drei oder fünf Jahren ausschaut
aus heutiger Sicht, glaube ich.
dass wir das nicht machen werden
deine Zusatzfrage verschluckt.
und nicht wollen, weil es einfach
extrem viele interessante Inputs
gibt bei diesen Stellungnahmen,
die auch die Idee des Werberats
weiter treiben.
Jetzt habe ich aber deine Frage,
Oft gibt es ja Beschwerden.
Beispielsweise in Deutschland gab
es einen Aufruf, man kann
einreichen für ein Sujet für die
Münchner Wiesn fürs Oktoberfest.
Und in den Bedingungen stand
drinnen, dass es keine KI
-generierte Werbung sein darf.
Dann wurde das im Social Media,
also in Österreich war das ein
Sturm im Wasser, klar, also in
München ist das natürlich ein
großes Thema gewesen, weil der
Sieger -Suché für viele
offensichtlich KI -generierte
ausgeschaut hat.
Und ich habe im ersten Blick auch
gesagt, naja, für oder sind ja
nicht, auch noch der Kollege.
Und der hat das mit der KI
ausgelassen.
Und eine berechtigte, nämlich aus
der Branche kommende Einwand, wie
weit darf KI -generierte Werbung
gehen?
Man muss sich als Branche
schützen.
Wie können Sie da unterstützen?
Wir können aus heutiger Sicht
nicht sagen, wie viel KI steckt in
einer kreativen Entwicklung.
Es gibt eine wahnsinnige
Diskussion darum, in welcher Phase
Agenturen sich inspirieren lassen,
wenn man es jetzt einmal schön
sagen will, von KI bis hin zur
Umsetzung in der Visualisierung,
bis zur Bildgenerierung und
Freistellung und, und, und.
in Da gibt es noch keine
Indikation in Wahrheit, die
sozusagen mitgeschickt wird,
ausgenommen bei Social Media, da
beginnt es ja bereits, dass
sozusagen KI -Kennzeichnungen
vorgegeben sind und das wird sich,
glaube ich, zusätzlich
durchsetzen.
Aus unserer Sicht für ethisch
-moralischen Anspruch ist Ich
würde sagen, egal, aber es spielt
eine geringere Rolle, woher
sozusagen der Inhalt oder wie der
Inhalt entstanden ist.
Ob das sich die KI oder ein Mensch
gemacht hat und gegen die ethisch
-moralischen Kriterien des
Ethikkodex verstößt, das ist das
Einzige, was uns interessiert,
nämlich, also sozusagen, wo es
herkommt.
ist jetzt auch, wenn wir natürlich
darüber nachdenken, wie man die
Branche noch mitschützen kann,
aber es ist nicht unser zentrales
Thema.
Wir müssen schauen, dass sozusagen
das, was den Konsumenten trifft in
der Kommunikation, dass das
ethisch -moralisch in Ordnung ist.
Das ist unsere Kernaufgabe.
Das andere wäre sonst noch mehr
ein Copyright -Thema, nicht andere
wäre sonst noch mehr ein Copyright
-Thema, klarerweise.
Das hat andere rechtliche
Konsequenzen, aber das ist nicht
unser Thema.
Es gibt zwar ein bisschen
Überschneidungen in den ethisch
-malischen Bereich, wie man es bei
Greenwashinger sieht, aber man
kann relativ viele Dinge, wenn man
den Ethikkodex wirklich verstanden
hat als Unternehmen, nämlich jetzt
auf Agentur, aber auch auf
Auftraggeberseite, kann man sich
viele Themen...
Sparen im Sinne von Problemen auch
auf rechtlicher Seite.
Weil wenn man so agiert, also mit
dem typischen Social
Responsibility Ansatz, dann kommst
du eigentlich kaum in so
problematische Rechtsfragen.
hat Thema.
Es gibt Weil Ich würde jetzt
wieder angerufen werden, wenn es
um die Kennzeichnungspflicht geht,
wenn es eine kommt, genauso wie
die Kennzeichnungspflicht von
Werbung ja glaube ich auch bei
euch immer wieder mal ein Thema
ist oder war.
Die Kennzeichnungspflicht ist in
Österreich ja nur für eine gewisse
Kategorie von Social Media oder
nämlich wenn es eine audiovisuelle
Dienstleistung ist, ist in
Österreich ja nur für eine gewisse
Kategorie von Social Media oder
nämlich wenn es eine audiovisuelle
Dienstleistung ist, rechtlich
verpflichtend.
Dafür ist die Medienbehörde
zuständig, das zu kontrollieren
und auch sanktionieren.
Das machen die auch.
Mehr und mehr engagiert, sage ich
jetzt einmal.
Das waren früher eher Einzelfälle.
Jetzt gibt es auch immer wieder
einmal so eine Welle von richtigen
Abmahnungen, wo gleich einmal 100,
150 Influencerinnen aus einem
Segment einmal befragt werden, ob
sie den Spielregeln erstens, dass
sie sich gemeldet sind und
zweitens, dass sie der
Kennzeichnungspflicht nachkommen,
dass sie das auch wirklich
einhalten.
Das hat was mit der Entwicklung im
Influencer -Bereich generell zu
tun, wo wir nämlich über die
letzten Jahre gemerkt haben, das
ist sozusagen ein Achilles -Fersen
-Thema für Selbstregulierung, weil
dort passiert eigentlich alles und
niemand schaut da drauf.
Auch die Sensibilität der User
oder der Content.
Rezipienten hat andere Schwellen.
Witzigerweise bei manchen schärfer
als wir es haben vielleicht.
Also als etablierte Menschen in
der Agentur oder in der
Medienwelt.
Dafür sind junge Menschen bei
anderen Dingen büsensibel.
Und das sehen wir gut, weil wir
diese zwei Werberatskreise haben.
Die etablierten und die jungen
Werberäteten vergleichen wir
immer.
Aber das ist auch ein schönes
anderes Thema.
Wir haben seit zwei Jahren
versucht, diesen Influencer
-Bereich zu entwickeln, auch mit
Anstoß für die IAA, diesen Greater
Hub zu gründen.
Jetzt gibt es ähnlich eine
Einrichtung, wo die
Selbstregulierung hineingespielt
werden kann.
werden kann.
Diese Gruppe war bis jetzt nicht
greifbar.
Da entsteht eine Art
Interessensverein.
Die EMVÖ macht übrigens so etwas
Ähnliches, ein bisschen mit einer
anderen Struktur.
Und dort spüren wir unsere
Dienstleistungen rein.
Nämlich, es gibt jetzt dieses
Paper heißt es genau, wo wirklich
alle Informationen gesammelt sind
White Book, wo wir intensiv
mitgearbeitet haben, also der
von ethischen, moralischen,
steuerrechtlichen,
gewerberechtlichen Themen.
Das ist ein super Kompendium, das
sozusagen europäisches,
österreichisch -europäisches
eigentlich jeder lesen sollte, der
in der Branche, egal ob
Auftraggeber oder...
Content Creator Seite arbeitet.
Und das ist jetzt, glaube ich,
keine großartige Neuigkeit, aber
ich glaube, ich sage es trotzdem
immer wieder dazu, wir sind gerade
dabei, ein Monitoring auch für den
Social Media Bereich uns selbst
einzurichten.
Also es wird für uns programmiert,
wo wir dann auch Influencer, die
das wollen, einer Zertifizierung
Zertifikat packen oder sich
sozusagen aneignen.
zuführen.
Das besteht aus einem
Schulungstool, das schon fertig
ist.
Plus Monitoring kann ein
Influencer ein Zertifikat,
Und wir gehen davon aus, dass die
Auftraggeber in den nächsten zwei,
drei Jahren darauf bestehen
werden, dass das jemand führt,
wenn er noch einen Auftrag haben
will.
weil einfach sonst es so
auseinanderringt, dass du es
eigentlich fast dekontrollieren
kannst.
Aber glaubst du, dass ihr setzt KI
auf eurer Seite aus, um die
der Kreation nicht euch viel mehr
Aufwand in Zukunft erzeugen wird,
weil es ja viel schneller geht und
viel mehr und ich kann viel mehr
Prozesse zu optimieren?
Aber glaubst du, dass die KI in
ausprobieren?
Siehst du da Gefahr in Zukunft
oder eine Herausforderung, dass
die Anzahl an Sachen viel, viel
mehr werden bei euch?
Also dass sozusagen mehr zu tun
ist, mehr zu tun ist, ja.
Nur wir arbeiten dran, auch uns KI
-Assistenten zu bauen.
zu bauen.
Also ich glaube, dass wir da
ziemlich zeitlich aschur sind.
Zum Beispiel jetzt mit diesem
Social Media Monitoring, weil wir
können da nicht nur ethisch
-moralische Suche...
Stichwort da eingeben und den
Markt mitscreenen.
Wir können Branchen -Screenings
machen, wir können Studien machen
zu verschiedensten Fragen und
brauchen dafür genau 20 Minuten,
um den Punkt ordentlich
einzugeben.
Und haben dann eine qualitative
Auswertung über hunderte, tausende
Social -Media -Posts und zwar
nicht nur im Bild, also im Ton und
Bild, sondern auch im Bewegtbild.
Also das ist jetzt noch nicht ganz
fertig, das geht jetzt Mitte Mai
in den Test, aber das Zertifikat,
dafür machen wir das jetzt primär.
Das ist vielleicht wichtig zu
sagen, es ist keine Überwachung
der Influencers im Sinne einer
Informations -Total -Zensur,
sondern es geht darum, der, der so
ein Zertifikat hat, gibt uns die
Zustimmung, dass wir ein oder zwei
Mal im Jahr.
über vier bis sechs Wochen uns
einfach seine Posts anschauen
können.
Er weiß zwar nicht, wann das ist.
Und er wird aber auch nicht bei
der Medienbehörde dann angezeigt,
wenn da ein Problem ist, sondern
wir sagen ihm, da gibt es was, das
musst du bitte anders machen.
Wir sagen es auch nicht dem
Auftraggeber.
Aber es gibt auch Auftraggeber,
die so eine Dienstleistung bei uns
kaufen und sagen, sie wollen
wissen, was in der Branche
Influencer machen.
Und zwar auch die, die sie selber
beauftragen.
Also auch wieder Kontrolle ein
bisschen.
sagen ihm, wieder Kontrolle
bisschen.
Naja, es ist aber, wie gesagt,
eben eine
Selbstregulierungskontrolle und
nicht eine Überwachung im
staatlichen Sinn.
Finde ich einen guten Ansatz.
Weil, nur als Beispiel, nicht eine
Überwachung im staatlichen Sinn.
als Beispiel, in England ist es
so, dass der Werberat eine
behördliche Institution ist.
Das ist sozusagen das andere Ende
der Fallenstange.
Dort sitzen ein paar hundert Leute
in der Behörde in London und dort
wird jeder TV -Spot.
der On Air geht, vorher
angeschaut.
Jedes Print -Suché und auch im
Online -Bereich sind die im
Aufbau, dass sie eigentlich eine
komplette Überwachung haben.
Und das ist genau das, was wir
nicht wollten.
Und deswegen ist es so wichtig,
dass da alle an dieser Idee
mitarbeiten und im Großen und
Ganzen tun sie das.
Aber das ist ein guter Punkt.
nicht das ist ein guter Punkt.
Die Frage ist natürlich, Wo endet
dann die kreative Freiheit der
Werbung und wo beginnt dann die
Verantwortung dazu?
Weil wenn dann alles irgendwie,
ich schon Angst habe, davor haben
muss, dass ich überhaupt mein
Zischee nicht durchbringe, es geht
ja nicht nur um die Inhalte, es
geht um die gesamte
Prozessstruktur, die ja dann
komplett über den Haufen geworfen
wird.
Und wir leben jetzt in einer Zeit,
wir merken das bei uns, dass ja
alles viel kurzfristiger wird und
viel mehr Unternehmen auch auf die
Situation rundherum agieren und
interagieren.
Das macht das Ganze dann noch
komplizierter wahrscheinlich.
Ja, es schaut im Moment ein
bisschen danach aus, aber ich
glaube, dass einfach sozusagen die
KI auch in diese Prozesse dann
eingreifen wird.
Wenn ich jetzt das Beispiel nehme
von dem Pre -Copy Advice und ich
sage, ich haue beim Werberat auf
die Online -Plattform 30 Shays.
dass das niemand anderes sieht,
außer die KI und die Menschen in
der Geschäftsstellung, kann vorab
eine Kampagne abklopfen lassen, um
da sicher zu sein, dann ist das
eigentlich auch kein Problem.
Man kann es ja dann trotzdem
schalten, so wie man es
ursprünglich geplant hat, weil wir
regulieren es ja nicht.
Wir geben ja nur den Hinweis, wie
man es vielleicht noch besser
machen kann.
Oder kündigen an, dass es
vielleicht ein Problem geben
könnte.
Das kann man mit Sicherheit sagen.
Weil wie die 250 Leute
entscheiden, wissen wir nie.
Aber wir haben ein ganz gutes
Gefühl, muss ich sagen.
Du hast vorher schon ein bisschen
angedeutet über Fälle und was im
Kopf geblieben ist und 7000
Geschichten, die bei euch
aufgetaucht sind.
Gibt es irgendwo eine Entscheidung
oder eine Geschichte, die in den
letzten Jahren bei dir wirklich im
Kopf hängen geblieben ist?
Du musst jetzt keinen Namen nennen
von einem Kunden, aber du hast ja
schon mit Weihnachtsmann und
Christkind schon gesagt, hast ja
schon mit Christkind schon gesagt,
gibt es irgendwas, wo du sagst,
das ist mir wirklich super hängen
geblieben?
hängen geblieben?
Es gibt jedes Jahr vier oder fünf
solche Fälle, ganz ehrlich gesagt.
Und es ist auch lustig, es sind
auch... Fälle dabei, wo ich mir
gedacht habe, das kriegt sicher
einen Stopp und hat dann keinen
gekriegt und umgekehrt.
Also solche Dinge finde ich dann
interessant, weil es, auch wenn du
dich so lange beschäftigst und ich
sage mal, wenn man sozusagen so
tief in der Selbstregulierungsidee
drinnensteckt, wie ich oder meine
Kolleginnen im Büro.
Da gibt es eine andere
Sensibilisierungsschwelle, wie
Oder auch die 250 Werberäte oder
die jungen Werberäte.
natürlich bei denen, die nur dann
darüber nachdenken, wenn sie im
Normalfall betroffen sind von
einer Beschwerde.
Was jetzt auch nicht unbedingt der
Optimalfall ist, wenn wir es jetzt
schon hier und da mal darüber
lesen, über so ein Ethikkodex.
Es ist einmal im Jahr kurz das
Überfliegen.
Es ändert sich übrigens auch immer
wieder und wird ergänzt und
ausgebaut.
Man muss sogar ein bisschen
aufpassen, dass man durch das
Beschäftigen mit dem Thema nicht
zu übersensibel wird.
Aber ich würde jetzt einmal
behaupten, alle die, die das
machen, die dem Werberat so nahe
stehen, die gehen einfach auch ein
bisschen anders durch die Welt.
Und vielleicht ist das auch der
Grund, warum es einfach so viele
Leute gibt, die da mitarbeiten,
ohne dass sie auch Geld kriegen
dafür.
Das ist freiwillig.
Es gibt keinen Monat, wo nicht
vier, fünf Leute anfangen und
sagen, wie komme ich denn da rein,
ich möchte da mit.
Wie kommt man da rein?
Wie kommt man da rein?
Möchtest du mit tun?
Nicht unbedingt, aber es ist
sicher interessant für unsere
Hörerinnen und Hörer.
Es ist so, ist so, dass diese
Mitglieder von den
Trägervereinsmitgliedern nominiert
werden und dann auch sozusagen
über ihre... die Expertise auch
geprüft wird und dann gibt es alle
drei Jahre eine Wahl dieses
Vorschlagsgremiums und alle
Trägervereinsmitglieder schauen
über die anderen Vorschläge drüber
und so entsteht dieses Gremium und
unterjährig ist, wenn wer
ausscheidet, es ist so, dass man
mindestens 25 Prozent der
Beschwerden auch behandeln muss,
sonst fliegt man nämlich raus in
der Sekunde.
Also ihr könnt euch vorstellen,
250, 300 Beschwerden im Jahr.
Das heißt, beinahe jeden Tag,
jeden zweiten Tag kommt da was
rein.
Das ist mehr als jeder Arbeitstag.
Und früher haben wir das
aufgeteilt gehabt.
Jetzt ist es wieder so, dass
eigentlich auf alle Beschwerden
fokussiert sind.
Also das bringt halt eine Nähe zu
dem Thema.
Es gibt auch ein paar
Journalisten, Fachjournalisten,
aber auch Wirtschaftsjournalisten.
die auch in dem Gremium drin
sitzen, was auch ganz interessant
ist, weil die auch die Medienwelt
damit stimulieren mit den Outputs.
Ich glaube, es gibt viele, die da
wissen, warum sie gern dabei sind,
weil man nämlich da wirklich was
rausziehen kann, auch für sich und
für eine Reflexion schaffen kann
für Themen.
als Dann habe ich noch
abschließend eine Frage.
Ist Werbung komplizierter
geworden?
Ich glaube, Aus kreativer Sicht
nicht.
Das Problem ist, dass Werbung
machen aus wirtschaftlicher Sicht
schwieriger geworden ist und
dadurch die Rahmenbedingungen für
gute Kreation auch schwieriger
werden.
Ich weiß nicht, ob ich das jetzt
zu kompliziert gesagt habe, aber
ich glaube, ihr wisst, was ich
meine.
Es geht einfach darum, dass
Kreation braucht Raum.
Und Freiheit, und die hat
natürlich auch die wirtschaftliche
Basis.
Nachdem Auftraggeber jetzt schon
die Schrauben auch durchaus
berechtigt anziehen müssen, wird
es halt für Agenturen schwieriger,
gute Kreation zu machen.
Aber funktionieren sie immer noch.
Jetzt würde ich mich zu meiner
Abschlussfrage bringen.
Wir haben oft im Podcast das
Thema, dass bis zu 86 Prozent der
digitalen Werbespendings einfach
nicht in Europa bleiben, wir haben
die über die EU gerät, sondern
nach Amerika gehen.
Wie ich verstanden habe, setzt
sich bei den Influencer an, dass
die ihr Geschäft richtig machen.
Aber wenn man es ein bisschen
größer denkt, in Europa tut man
sehr viel reglementieren, auch in
Österreich, verschaffen wir uns,
also der Werbewirtschaft, einen
Nachteil durch eine zu starke
Reglementierung.
Ich persönlich bin ja Fan davon,
dass es klare Regeln gibt und dass
Sachen wie Sexismus, Rassismus
etc., alles, was wir genannt
haben, irgendwie keinen Platz hat.
Aber man hatte das Gefühl, in
Amerika, um das jetzt zu nennen,
gibt es ja keine Regeln, weil man
macht, was man will.
Also ich glaube, für Europa
gesprochen ist es nicht, weil wir
uns da engagieren, sondern weil
ich auch wirklich überzeugt bin
davon, sonst würde es auch nicht
so lang machen.
Ich glaube, dass diese Co
-Regulierung ein perfektes System
ist und dass man keinen Meter
davon weggehen sollte, dass dieses
Widerspiel funktioniert.
Je mehr man das in Regulierung
treibt, umso schwieriger wird es
für die Branche.
Die Big Techs sind ein
wirtschaftliches Problem für unser
wirtschaftliches Biotop in Europa.
Das haben wir uns aber mehr oder
weniger selber eingebrockt, das
ist meine Überzeugung.
Es wird sehr schwierig
mittlerweile, das jetzt wieder zu
ändern.
Aber es gibt auch, zumindest aus
Sicht der Selbstregulierung,
Engagement von den Big Techs.
das System der Selbstregulierung
auch zu unterstützen.
Und wir haben zum Beispiel mit
Das hätte man vor zwei Jahren noch
Google eine Tagger -Partnerschaft.
nicht gedacht, dass das je kommen
wird.
Das war ein Angebot von deren
Seite, wo sie sagen, Stopp
-Entscheidungen und
Sensibilisierungen können wir dort
digital einmelden.
Sie prüfen das nach ihren
Kriterien und würden die Werbung
auch off -air nehmen.
dass das je prüfen das nach ihren
Kriterien und würden die Werbung
auch off -air nehmen.
was beim ORF im ORF -Gesetz steht
und völlig klar ist oder bei jeder
Zeitung, bei jedem Radiospot
völlig klar, weil dort hätte man
es nie gedacht oder hätte man
gedacht, das dauert noch ganz
lang.
gedacht, Jetzt passiert es langsam
und das wird sich, glaube ich,
auch etablieren, aber sonst haben
wir natürlich mit der
Digitalisierung, mit den über 50 %
Spendings im Digitalbereich ein
Riesenthema, ein Riesenproblem.
Und dagegen steuern, da kann die
Selbstregulierung nur einen
kleinen Beitrag leisten.
Aber glaube ich, einen guten
wichtigen.
Liebe Hörerinnen und Hörer, wir
haben heute von Michael Straberger
vom Werberat sehr viele, sehr
tiefe Einblicke in seine Arbeit
gehört.
Und sozusagen kann man sich jetzt
ein Bild machen, worum es
eigentlich geht.
Der Werberat ist in meinen Augen
für die Selbstregulierung der
Werbung zuständig.
Das macht er, aber auf einer
gesetzlichen Grundlage, auf
Grundlage einer Verordnung.
Und die Basis dazu ist der
Ethikkodex.
Was immer wieder gefallen ist, ist
dieses Wort Zensur und das wird
abgelehnt vom Werberat, weil es ja
darum geht, Spielregeln
festzulegen und nicht sozusagen
aus gesetzlicher Sicht.
Zensur zu üben.
Dann haben wir gehört, es gibt
eine steigende Zahl an
Beschwerden.
Das nimmt ihr dieses Jahr zu. 10
bis 15 Prozent habe ich da stehen.
Dann gibt es etwas Interessantes,
nämlich diesen Pre -Copy -Advice.
Da steigt auch die Zahl der
Inanspruchnahmen.
Da geht es darum, dass Unternehmen
und Agenturen vorher ihre Werbung
abtisten lassen können.
Dann haben wir einen großen Sprung
in Richtung KI gemacht und das hat
mich jetzt persönlich überrascht.
KI ist nicht nur sozusagen im
Kommen mit diesem Pre -Copy
-Advice, wo es dann in Zukunft ein
Tool geben soll, wo diese ganze
Erfahrung von 7500 Fällen mit
hineingeht, sondern das wird da
heute schon eingesetzt um den
Kommunikationsprozess.
der Werberäte, die das ja
beurteilen müssen und das ist ganz
schön viel Aufgabe, haben wir
gehört, auch zu steuern und wir
haben einen schönen Satz gehört,
die KI wird den Menschen nicht
ersetzen.
Dann, was mich persönlich aber
interessiert hat, sind wir auf das
Thema Influencer, Influencerinnen
gekommen und auch da tut sich was,
also diese Überwachung der
Kennzeichnungspflicht und Was ich
auch schön finde, es wird auf
Grundlage von KI dann ein
Monitoring -Tool geben für den
Social Media Bereich, wo sich dann
Influencer und Influencerinnen
sich auch dann quasi Österreich
mit EU -Bezug zertifizieren lassen
können.
EU -Bezug zertifizieren lassen
können.
Das war jetzt aber nur ein kleiner
Ausschnitt von dem, was wir heute
gehört haben.
Ich glaube, es macht auch Sinn für
die, die ein Thema sind, sich
diese Sendung vielleicht ein
zweites Mal anzuhören.
Gut, dann, liebe Hörerinnen und
Hörer, bedanke ich mich bei
unseren beiden Hosts, beim Willi
Steindl von Riesing Consulting.
Danke, Willi, für die tiefgehenden
Fragen und natürlich dein Thema
KI.
Danke, Thomas.
Danke, Michael.
Das war sehr spannend in dieser
Ausprägung.
Detailtiefe war mir der Werberat
tatsächlich auch nicht bekannt.
Danke für deine Zeit heute und
auch danke dir, Peter.
Ja, danke an Peter Rosenkranz, der
auch für unsere Einladungspolitik
hauptsächlich zuständig ist.
Lieber Peter, danke für den tollen
Gast, den du uns heute gebracht
hast.
Danke fürs Zuhören.
Und dann bedanke ich mich bei
Michael Straberger, der seit 18
Jahren im Werberat im Werberat
hat.
den Chef spielt, um jetzt das
nochmal salopp zu sagen.
Vielen Dank fürs Kommen und vor
allem für die wirklich
detaillierten und präzisen
Einblicke in die tägliche Arbeit.
Ja, danke für die Einladung.
Übrigens auch danke für die super
Zusammenfassung.
Das ist jedenfalls besser wie jede
KI, das hätte machen können.
Danke sehr.
Das hört er sehr gerne, Das hört
er sehr gerne, der Thomas.
Ja, das höre ich sehr gerne, liebe
Hörerinnen und Hörer.
Mein Name ist Thomas Nasswetter
von Planet Podcast.
und bleiben Sie uns gewogen.
Und ich wünsche Ihnen wie immer
eine gute Zeit, machen Sie es gut