Vom Spitzensport zum Spitzenunternehmer
Zu Gast im UNCRIPTED Studio ist Bernhard Kohl, Unternehmer und TV-Experte
18.06.2026 56 min
Zusammenfassung & Show Notes
Vom Dopingskandal zum Unternehmer: Bernhard Kohls erstaunlicher Neustart
Bernhard Kohl verlor nach einem positiven Dopingtest 2008 alles, was er sich aufgebaut hatte. Wie er daraus eines der größten Fahrradgeschäfte Österreichs formte, ist eine Geschichte über Neuanfang, Disziplin und mentale Stärke.
Bereits 2010 gründete Kohl gemeinsam mit zwei Partnern sein Fahrradgeschäft. Gerade herrschte die Finanzkrise und er stand unter enormem persönlichem Druck. Das Geschäft wuchs über die Jahre von 1.300 auf über 3.500 Quadratmeter und der Lagerbestand von 200 auf beeindruckende 1.500 Räder. Das Unternehmen, das einst mit fünf Mitarbeitern startete, beschäftigt heute wie über vierzig Menschen ganzjährig.
Was macht Bernhard Kohl anders?
Sein Erfolgsrezept klingt einfach: persönliche Präsenz, echte Beratung, Qualität vor Quantität. Jedes Rad erhält statt der üblichen 15 Minuten zwischen 1,5 bis 2 Stunden Aufbauzeit. Das reduziert Reklamationen und schafft langfristige Kundenbindung.
Sein Erfolgsrezept klingt einfach: persönliche Präsenz, echte Beratung, Qualität vor Quantität. Jedes Rad erhält statt der üblichen 15 Minuten zwischen 1,5 bis 2 Stunden Aufbauzeit. Das reduziert Reklamationen und schafft langfristige Kundenbindung.
Besonders bemerkenswert ist, wie Kohl die mentale Stärke aus dem Profisport direkt in sein Unternehmertum überträgt. Er konzentriert sich konsequent auf die Zukunft statt auf die Vergangenheit, und genau diese Grundhaltung, dieser Blick nach vorne, aber auch seine Gelassenheit trägt ihn bis heute zum Erfolg.
Ergo: Reinhören und sich von Bernhard Kohls ehrlicher und ungeschönter Geschichte inspirieren lassen.
Zur Person:
Bernhard Kohl ist ein ehemaliger österreichischer Radprofi, der vor allem durch seinen dritten Platz bei der Tour de France 2008 bekannt wurde. Nach dem Ende seiner Profikarriere hat er einen Neuanfang gewagt und sich als Unternehmer im Radsport Fachhandel und als TV- Experte bei Servus TV etabliert. Im Podcast spricht er darüber, wie man nach Höhen und Tiefen im Profisport den Weg in ein neues Berufsleben findet.
Bernhard Kohl ist ein ehemaliger österreichischer Radprofi, der vor allem durch seinen dritten Platz bei der Tour de France 2008 bekannt wurde. Nach dem Ende seiner Profikarriere hat er einen Neuanfang gewagt und sich als Unternehmer im Radsport Fachhandel und als TV- Experte bei Servus TV etabliert. Im Podcast spricht er darüber, wie man nach Höhen und Tiefen im Profisport den Weg in ein neues Berufsleben findet.
Wir freuen uns wie immer über eine Bewertung auf Apple oder Spotify. Anregungen und Fragen bitte an: contact@uncripted.com
UNCRIPTED Hosts:
- Peter Rosenkranz: CEO & Founder von media4more
- Willy Steindl: CEO & Founder von re.think Consulting
Moderation und Produktion:
- Thomas Nasswetter von planet-podcast.com
Transkript
kauft, wäre mir überhaupt der Radl
ab, wo ich natürlich sehr viele
Kunden und damals Fans eigentlich
auch enttäuscht habe mit meinem
Fall oder nicht.
Und mein Medienberater hat mir
damals in der Gründungsphase
gesagt, wenn du einen Tisch
machst, Österreich vergibt und du
bekommst die zweite Chance.
Und du hast einmal einen Platz
gemacht, klar, du bist dazu
gestanden, das ist wichtig.
Aber jetzt bist du nicht mehr der
getopte Sportler, sondern jetzt
bist du der Unternehmer und jetzt
kannst du von Null wieder neu
anfangen.
Und das hat vom ersten Tag
wirklich super funktioniert.
Willkommen zur Folge Nummer 69 von
Uncrypted, dem Marketing -Podcast.
Mein Name ist Peter Rosenglanz von
Media4Mor und mit mir mein
kongenialer Co -host Willi Steindl
von Resync Consulting.
Hallo Willi.
Hallo Peter, das sind wieder super
Vorschussler.
Danke.
Und hallo in die Runde und
willkommen im Podcast.
Uncrypted lieber Podcast.
Und natürlich unser Moderator
Thomas Nasswetter vom Planet
Podcast.
Hallo Thomas.
Hallo, grüß Gott und herzlich
willkommen, liebe Hörerinnen und
Hörer.
Herzlich willkommen, lieber Gast.
Genau, und schon angekündigt, wir
sind heute nicht nur zu dritt,
sondern haben wieder einen
spannenden und bekannten Gast bei
uns.
Hallo Bernhard.
Hallo in die Runde und ja, freue
mich schon auf einen spannenden
Tag mit euch.
mit euch.
Bernhard Kohl ist ehemaliger
österreichischer Radprofi, der vor
allem durch seinen dritten Platz
bei der Tour de France bekannt
wurde.
Nach Ende seiner Profikarriere hat
er einen Neuanfang gewagt.
und sich als Unternehmer im
Radsportfachhandel und als TV
-Experte etabliert.
Im Podcast spricht er darüber, wie
man nun Höhen und Tiefen im
Profisport auf dem Weg ins neue
Berufsleben findet.
Willkommen noch einmal bei uns,
Bernhard.
Ich sage mal, kein Spitzensport
bedeutet ja extreme Disziplin in
irgendeiner anderen Weise.
Glaubst du, dass du als
Unternehmer erfolgreicher bist,
vielleicht als manche andere, weil
du vorher Leistungssport betrieben
hast?
Pah, erfolgreich, das müsste man
vielleicht definieren.
Was nennt man unter erfolgreich?
Aber das Spitzensport oder
Leistungssport ist definitiv auch
Schule fürs Leben.
Man lernt irrsinnig viel und man
kann verschiedene Aspekte aus
meinem Profileben definitiv ins
Unternehmerische tun, mitnehmen
und lernen natürlich da auch.
Also das Leben bedeutet immer das
Lernen und weiterzukommen.
Aber der Profisport hat mich
sicherlich in den Grundfesten
schon geprägt und setzt sich schon
im Geschäft, geprägt und setzt
sich schon im Geschäft, im
Unternehmertum täglich um.
Der Profisport, also als Laie von
uns von außen her, wirkt es ja
immer mehr, dass der Profisport
extrem strukturiert ist.
Das ist ja wirklich komplett
durchgeplant vom Sport her.
Wie ist es dir dann gegangen,
einerseits der Umstieg nachher ins
normale Leben vielleicht und dann
auch ins Unternehmertum zu gehen?
Als Laie kommt es einem so vor,
dass das ja sehr durchgeplant ist.
ist.
Das ist eine gute Frage und war zu
meiner Zeit, sagen wir mal 2008,
schon noch ein bisschen anders.
Es war noch nicht so strukturiert,
der Profisport oder der
Profiradsport, oder der
Profiradsport, wo ich tätig war,
wie es heutzutage ist mit der KI.
viel, viel mehr geplant.
Das hat natürlich bei mir genauso
Trainingspläne und so weiter
gegeben.
genauso Trainingspläne und so
weiter gegeben.
Aber für mich war immer wichtig,
und das war immer der Satz unten
am Trainingsplan, mein Wochenplan,
den ich gehabt habe, habe Spaß
beim Training, dann kommt der
Erfolg von selbst.
Und das nehme ich auch ins
Also es muss der Spaß immer mit
Unternehmerische mit.
dabei sein, dass man Erfolg hat.
Das muss die Mitarbeiter
überschwappen.
das Gefühl, dann fühlt man sich
wohl, dann ist es wie eine
Familie, das ist auch im Radsport
so, aber wenn es ein Weltsporter
ist, im Endeffekt von der 200
Profis in der höchsten Klasse in
der Weltspitze, jeder kennt dann
jeden, also das ist eigentlich
eine kleine Familie und das
familiäre nehme ich zum Beispiel
auch bei uns im Geschäft mit, also
das geht einfach rein, dass man
sich selbst wohlfühlt, wenn man
ins Geschäft geht, dass man sich
freut, wenn man die Angestellten
sieht und wenn da die Stimmung
passt, da die Stimmung passt,
schwappt es auch an den Kunden
über und dann läuft das Ganze
einfach viel, viel runter.
Du hast jetzt von Familie
gesprochen.
Vielleicht kannst du ein bisschen
erzählen, wie du genau dein
Unternehmen oder was du genau
machst.
Du hast ein Fahrradgeschäft
vereinfacht gesagt.
Das heißt, du hast aus deiner
Vergangenheit ja viel mitgenommen.
Was hast du da mitgenommen, dass
du sagst, okay, das legst du jetzt
auch in die Beratung vielleicht
der Kunden oder in die Mitarbeiter
mit hinüber?
Ja, bei mir war natürlich der
Umstieg jetzt vom Profisportler
zum Unternehmer, da muss man
vielleicht ein bisschen ausholen,
war kein geplanter oder auch kein
leichter.
Also ich bin ja damals nach der
Tour 2008 positiv getestet worden.
Das heißt, von einer auf die
andere Minute war mein Leben 180
Grad auf den Kopf gestellt.
Zuerst bin ich auf der
Erfolgswelle geschwommen,
Titelseiten von allen Zeitungen,
bin bejubelt worden, habe tausend
Freunde gehabt.
Und von der einen auf die anderen
Sekunde war das genau umgekehrt.
Ich war weit unter Null und die
waren Freunde, die hat man dann
wirklich auf einer Hand abzählen
können.
Also es war keine Unterstützung
mehr da und eigentlich auch mein
Berufsfeld war weg.
Ich habe gewusst, okay, das, was
ich jetzt... von 14, wo ich meinen
Traum Profisportler gehabt habe,
jetzt gemacht habe, das ist weg.
Und das war damals schon eine
schwierige Phase und habe mich
halt damals entschieden, nicht
nach der zweijährigen Dopingsperre
wieder zurückzukommen ins Sport,
ins Sport, weil ich gewusst habe,
ich habe einen Fehler gemacht,
aber wenn ich zurückkommen will,
muss ich den gleichen Fehler
nochmal machen.
Und das war zur damaligen Zeit
leider Gottes so, wie ich das
miterlebt habe.
Und somit war für mich klar, okay,
das will ich nicht.
Ich will nicht das Leben mit Lügen
weiterführen, sondern ich will was
Neues starten.
Und dann war klar, war klar, dass
ich, ja, was für einen Bereich
kenne ich mich aus.
Ich habe Rauchfangkehrer gelernt.
Also das Rauchfangkehrer.
habe ich mir nicht mehr vorstellen
können, zurückzukehren, weil mir
der Radsport generell sehr viel
Spaß macht.
Und dann bin ich damals mit meinem
Medienberater zusammengesessen und
habe gesagt, okay, du, was kann
ich machen im Leben?
Ich habe gesagt, irgendwas mit
Radl wäre schon nett.
Und er sagt so, ja, dann mach halt
ein Radl -Geschäft.
Und ich sage, ich sage, ja, klingt
gut, ich komme mit Radl aus, aber
unternehmerisch habe ich gar
keinen Dauer.
Also ich kann irgendein kleines
Geschäft aufmachen.
Er sagt, du bist der Bernhard
Kohl, du kannst kein kleines
Radlgeschäft aufmachen.
Wenn, musst du das beste und
größte Radlgeschäft in Österreich
werden.
Das muss das Ziel sein.
Und wie das war Ziel oder Vision,
dann hat es halt bei mir im Kopf
Klick gemacht.
Und so tickt ein Profisportler,
dass man irgendwo ein Ziel
braucht.
Und ja, dann habe ich mir das
Umfeld, sage ich mal, so
aufgebaut, haben wir dann einen
zweiten und dritten Partner ins
Geschäft geholt, wo einfach dann
das wirtschaftliche Know -how da
war.
Und dann habe ich gesagt, okay,
jetzt gilt es einmal die Altlasten
wegzubekommen, also wirklich
reinen Tisch zu machen, mit der
Anti -Doping -Agentur zu
kooperieren, mit den Behörden zu
kooperieren.
Also es war damals schon eine
harte Zeit für mich.
eine harte Zeit für mich.
Aber das reinen Tisch machen war
ganz, ganz wichtig, dass man
wieder was Neues starten kann.
Jetzt gehst du, also da hörst du
raus, Marke Bernhard Kohl.
hat man halt wieder für einen
neuen beruflichen Zweck verwendet
und verwenden können.
Das heißt, du hast jetzt einen
Shift gemacht von der Marke, aber
auch in Richtung Marketing, weil
du hast das ja irgendwie auch
wieder positionieren müssen.
Das funktioniert wahrscheinlich
nicht nur, dass man rein auf die
Marke vertraut.
Nein, du hast gesagt, einen
wirtschaftlichen Partner hast du
reingeholt.
Marketing -Unterstützung war von
Anfang an dabei.
Oder ist das dann immer weiter
dazugekommen?
Marketing, Kommunikation, PR.
ist einfach losgegangen.
Du hast gesagt, du hast gegründet,
wie wir unseren Podcast gestartet
haben.
Der Peter kam mit der Idee und hat
gesagt, super, das machen wir.
Da sind wir sehr seelenverwandt.
Einfach Dinge auch ausprobieren.
Dinge auch ausprobieren.
Wie ist es gekommen?
Der Beginn war natürlich einfach
einmal, wenn man mal eine
Finanzierung braucht.
Ich habe aus meinem Profileben,
sage ich mal, schon Geld verdient,
aber es war bei Weitem.
Den großen Vertrag hätte ich
damals mit meinem Erfolg bei der
Todefrau gehabt.
Das heißt, dann hätte ich wirklich
Geld verdienen anzufangen.
Bis dahin hätte ich ein bisschen
was auf die Seite legen können und
ich habe die eineinhalb Jahre bis
zur Geschäftsgründung quasi leben
können.
Aber für das Geschäft war mir
natürlich wichtig, dass wir auch
Finanzierung brauchen, weil wie
ich schon erwähnt habe, es war
kein...
Wir haben nicht angefangen mit 100
Quadratmeter, sondern damals mit
1300 Quadratmeter.
Haben wir 2010 gegründet.
Mittlerweile sind wir auf über
3500 Quadratmeter.
Damals haben wir vielleicht 200
Räder lagernd.
Mittlerweile haben wir 1500 Räder
lagernd.
E -Bikes, Rennräder, Kinderräder,
Mountainbikes, Gravelbikes, also
das Spektrum im Radsport.
hat sich die letzten Jahre auch
sehr, sehr entwickelt.
Und damals war mal die
Finanzierung wichtig, die
Finanzierung wichtig, weil ich
hätte den Wareneinkauf selber
nicht finanzieren können.
Und dann haben wir mal einen
Businessplan geschrieben und der
erste Businessplan, weiß ich noch,
kann man erinnern, war, dass wir
sechs Räder am Tag verkaufen
müssen.
Dass sich das Ganze überhaupt
einmal funktioniert mit, glaube
ich, das bin ich gewesen und auch
gerne, also mein zweiter Partner
und dann fünf Angestellte.
Wir sind dann zur Bank gegangen,
zu verschiedenen und war damals
auch gerade eine Finanzkrise, also
auch nicht der beste Einstieg.
Und natürlich war schon ein
gewisses Risiko da, einerseits
auch für mich und andererseits
auch für die Bank, weil die haben
auch nicht gewusst, funktioniert
die Marke Bernhard Kohl noch,
kriegt er eine zweite Chance.
Und schlussendlich haben wir dann
die Finanzierung bekommen.
Und das war dann schon spannend,
wie wir dann im ersten Ladenbau
haben wir eine Eigenregie gebaut.
Da haben wir die Möbeln, also
nichts zukauft, sondern alles
selber irgendwie zusammengebaut,
dass es echt cool ausgeschaut hat.
Und ich habe gedacht, okay, jetzt
haben wir eine Öffnung.
Wer kommt überhaupt?
Kommt überhaupt wer?
Kauft wer mir überhaupt ein Radl
ab?
Wo ich natürlich sehr viele Kunden
und damals Fans eigentlich ja
enttäuscht habe mit meinem Fall.
oder nicht.
Mein Medienberater hat mir damals
in der Gründungsphase gesagt, wenn
du einen Tisch machst, Österreich
vergibt und du bekommst die zweite
Chance.
Du hast einmal einen Platz
gemacht, klar, du bist dazu
gestanden, das ist wichtig, aber
jetzt bist du nicht mehr der
gedopte Sportler, sondern jetzt
bist du der Unternehmer und jetzt
kannst du von Null wieder neu
anfangen.
wieder neu anfangen.
Das hat vom ersten Tag wirklich
super funktioniert.
Cool.
Jetzt stelle ich mir das so vor,
ich das so vor, dass du immer noch
im Geschäft stehst und wirklich in
der Beratung bist.
Also du tragst die Marke ins
Geschäft rein und zu den Kunden.
Also ich war sehr früh bei dir im
Geschäft und habe dann das sehr
würdelose Bikefitting gemacht, wo
man sich die Wurstpelle ansieht.
Ich meine, bei dir ist es nicht
würdelos, bei meiner Figur ist es
sehr würdelos.
Und ich habe natürlich dann auch
ein Rad gekauft.
bei dir ist es ich habe natürlich
dann auch ein Rad gekauft.
Also insofern für mich hat es
damals schon funktioniert.
Aber das heißt, du bist im
Geschäft und lebst deinen Traum
weiter.
Absolut.
Also das ist auch, sage ich mal,
ein USB von uns, dass ich selbst
im Geschäft bin.
Also deswegen auch ganz klar ein
Standort und nicht vier, fünf,
sechs Standorte.
Also die Möglichkeit hätten wir
schon ein paar Mal gehabt, dass
wir weitern.
Aber mein Credo ist, wo Bernhard
Kohl draufsteht, soll Bernhard
Kohl auch drinnen sein.
Cool.
Das ist auch ein Marketing -Tool,
was kein anderer hat.
Weil wenn ich jetzt sage mal, du
gehst ein Radl kaufen und gehst in
irgendein Geschäft, dann hast du
halt ein Radl gekauft.
Wenn bei uns ein Kunde sich
Senf dazu und sage ja, passt doch
super oder vielleicht würde ich
beraten lässt und dann ein Radl
kauft und ich schaue dann kurz
vorbei und für einen kurzen
Smalltalk oder gebe noch meinen
andere Größe wählen, vielleicht
würde ich andere Größe wählen, das
erzählt einfach weiter.
Wer sagt, hey, woher?
bei Bernhard Kohleradl gekauft.
Ich habe kurz mit einem Gerät, ich
habe kurze Expertise gehabt.
Und das ist einfach ein ganz, ganz
wichtiger Punkt, warum ich täglich
im Geschäft bin.
Andererseits eben Marketing für
die Kunden, weil es einfach
weitererzählt wird.
Und auch für die Mitarbeiter.
Es ist anderer Drive im
Unternehmen, wenn ich selbst da
bin, als wenn ich nicht da bin.
Und weil es dir Spaß macht.
Und weil es dir Spaß macht.
weil es dir Spaß macht.
dir Spaß macht.
Ganz, ganz klar.
Fachsimpeln und über Ratsport zum
Erzählen ist schon immer cool.
Ich möchte jetzt nochmal
zurückkommen auf diese
Entscheidung, Unternehmer zu
werden, weil das ist für viele
wahrscheinlich unserer Hörerinnen
und Hörer spannend.
Da warst ja du in einem absoluten
Loch, du hast gesagt unter Null,
um dich zu zitieren.
Mich würde es interessieren, wie
geht man mental damit um, wie
schafft man das?
Das kennen wir aus vielen
Unternehmern, Karrieren meist
irgendwo ganz unten.
Und wie bringt man sich da selber
wieder aus diesem Sumpf heraus?
Was muss man da sozusagen für
Voraussetzungen haben, damit das
gelingt?
Also ich glaube, der Blick nach
vorne.
Also in der Vergangenheit oder aus
der Vergangenheit soll man lernen,
aber man soll nicht in der
Vergangenheit zu viele Gedanken
vergeuden.
Das ist eh schon ein Geschenk.
Man kann das aus der Vergangenheit
nicht mehr ändern.
Und ich glaube, viele zerbrechen
an dem, was passiert ist.
Und es gibt auch viele Beispiele
aus dem Profisport, denen dasselbe
passiert ist wie mir, die was
daran zerbrochen sind.
Und für mich war, das war ich
Sportler schon immer so, dass ich
nach vorne blickte.
Wenn ich gestürzt bin und irgendwo
ausgeschieden bin, war sofort der
Fokus nach vorne.
Okay, warum bin ich gestürzt?
Jetzt hätte ich was anderes machen
können.
Und dann probiert man das dann
besser zu machen.
Und das ist, glaube ich, ein
wichtiger Punkt.
Das Leben ist immer ein Auf und
Ab.
Und es passiert auch für mich nie
was ohne einen Grund.
Also wenn irgendwas passiert, dann
hat das schon seinen Sinn.
Und man erkennt den vielleicht
nicht in der Sekunde.
Aber wenn man dann ein paar Jahre
vielleicht zurückblickt, wo ich
jetzt sage, okay, eigentlich hätte
mir nichts Besseres passieren
können, als für damals positiv zu
sein.
Hätte ich damals nicht verstanden,
wenn wir das ja gesagt hätten.
Aber jetzt im Nachhinein, weil ich
sehe, was ich da geschäftlich
aufgebaut habe, mittlerweile über
48 Angestellte, Familie daheim,
zwei Kinder, wo ich auch täglich
daheim bin, was das Profisportler
bei Weitem nicht ist.
Also das Leben verändert sich und
jeder Lebensabschnitt hat was
Schönes.
Und wenn irgendwas passiert, wo
halt eigentlich Scheiße passiert,
muss man daraus lernen und das in
Zukunft besser machen.
Werde da relativ starken
Optimismus heraus.
Ist das richtig, kann man das so
sagen?
Vielleicht mehr Gelassenheit.
Also das habe ich auch gelernt,
dass Sachen einfach passieren und
klar kannst du dich ärgern.
das einfach passieren und klar
kannst du dich ärgern.
Man darf sich auch kurz ärgern,
aber das darf einem die Stimmung
nicht runterziehen.
Und da ist eine gewisse
Grundgelassenheit wichtig, dass
man selbst die Freude nicht an dem
Tun verliert.
Das ist, glaube ich, eine wichtige
Eigenschaft.
wichtige Eigenschaft.
Ich kann mich auch vorstellen, als
Radrennsportprofi, wenn man da
keine mentale Stärke hat, dann
kommt man ja gar nicht so weit.
Weil es ist jetzt nicht so, dass
man sich aufs Rad setzt und mal da
hinfährt, sondern ich glaube, es
gibt ja schon Phasen, wo man sich
zwingen muss auch einmal dazu.
Jetzt noch einmal und noch einmal
aufsteigen und noch einmal und den
nächsten Berg.
Also mentale Stärke, glaube ich,
kommt die schon auch mit dem
sportlichen Werdegang.
Das zu übersetzen, glaube ich, in
einen beruflichen, in einen
anderen Kontext, ist sicher Stärke
und sicher gute Leistung.
Könnte ich mir vorstellen.
Ja, man darf es ja nicht als Qual
sehen.
es ja nicht als Qual sehen.
Also wenn man es als Qual sieht,
ist es schon negativ behaftet.
Das ist aber ein Optimismus.
Und man darf das... ist aber ein
Optimismus.
Das ist aber ein Optimismus, ja.
Also das optimistisch sehen, in
der Richtung, ja.
Das ist aber ein Optimismus, ja.
Also nicht als Qual sehen.
Und der Mensch hat ja eigentlich
auch, sage ich mal, die Fähigkeit,
wenn man jetzt, oder jeder
reflektiert, sich ein bisschen
sein Leben anschaut, sein Leben
anschaut, an was erinnert man sich
eigentlich?
Immer an den schönen, an den guten
Sachen.
Also die negativen Erlebnisse,
zumindest bei mir ist es so, die
vergisst man fast, wie oft ich
kalte Regenrennen gehabt habe, wo
ich mir gedacht habe, ich kann
nicht einmal den Lenker mehr
halten, ich kann nicht schalten,
wenn man so kalt ist.
Wenn ich gezielt darauf nachdenke,
fällt mir das schon wieder ein,
aber die schönen 30 Grad blauer
Himmel, die Kühe irgendwann der
Weide und man fährt mit dem Rad
durch, das ist viel, viel mehr im
Kopf.
Ich kann mir vorstellen, mir
vorstellen, dass bei dir zu
arbeiten sehr schön ist, wenn du
auch Mitarbeitercoachings machst,
die Mitarbeiter für mich geben
kannst.
Das ganze Coaching -Thema ist...
ist...
Schwieriges, schwieriges Thema.
Also das ist ja, jeder Mensch
stickt ein bisschen anders und
muss da auch anders angreifen.
Also wir haben auch im Beginn ein
paar so Verkaufstrainer bei uns im
Weil jeder ist individuell und
jeder hat einen anderen Schmäh und
Geschäft gehabt, bei uns im
Geschäft gehabt, aber das hat, sag
ich mal, für zehn Verkäufer hat es
vielleicht viel angepasst.
einen anderen Ansatz und ich
glaube...
Das ist auch in einem Profiteam,
du bist zwar allein dann
schlussendlich für den Erfolg,
aber ohne ein Team würde es nicht
Und du hast einfach, wenn das
funktionieren.
Rennen 200 Kilometer ist, dann
hast du von deinen acht
Teamkollegen, jeder hat eine
andere Aufgabe, einer in den
ersten 30 Kilometer, der nächste
in 50 Kilometer, der andere am
Berg, der andere erst ganz zum
Schluss.
Das heißt, jeder hat seine Stärken
und Schwächen und man muss auch Da
im Unternehmertum, im Unternehmen
schauen, okay, wo hat wer seine
Stärken und wo hat einer seine
Schwächen.
Und das gehört eigentlich dann
gefördert.
eigentlich dann gefördert.
War das dann eigentlich eine große
Herausforderung?
Weil ich stelle mir das so vor,
bei dem Rennen hat sich ja viel um
dich gedreht.
Also du warst der Mittelpunkt,
auch vielleicht als Kapitän.
Und wie du gesagt hast, du hast
die Helfer in verschiedenen
Positionen zu machen.
Jetzt ist es ja umgekehrt ein
bisschen.
Du hilfst ja den Mitarbeitern, sie
weiterzukommen.
Umstellung vielleicht oder ist das
der falsche Blick auch eine
Herausforderung gewesen oder hast
du da viel mehr herausnehmen
können aus dem, wie man mit Leuten
umgeht?
Also wichtig ist im Profisportler
im Feld, dass sie nicht nur
Teamkollegen sind, sondern auch
Freunde sind.
Weil wenn einer Freund von dir
ist, bringt er einen ganz anderen
Einsatz, als wenn er jetzt nur
Angestellter ist wie im
Unternehmen.
Das ist ein schwieriger Grad, um
auch eine gewisse Distanz als
Chef, auch eine gewisse Distanz
als Chef, sage ich mal, schon auch
gesehen zu werden.
Und am Ende des Tages muss ich ja
die Entscheidung treffen.
treffen.
Aber es ist schon von der Stimmung
her ganz wichtig, weil die dann
ganz einen anderen Einsatz
bringen, als wenn es nur ein Job
ist, wenn ich einfach um zehn
hinkomme und um sechs wieder
heimgehe.
Also da gibt es ja verschiedene
Einsätze.
Qualitätsstufen.
Und umso höher das ist, umso mehr
man das herauskitzelt vom
jeweiligen Mitarbeiter, ich
glaube, dann hat man am Ende des
Tages Erfolg.
Aber es hat sehr, sehr schnell
gewachsen.
Du hast von fünf gesagt auf über
40 Mitarbeiter.
Ist das nicht schon alleine eine
Challenge?
Wir selber sind sechs Leute.
Für mich passt das so in der
Größenordnung.
Ich finde diesen Schritt, ganz
groß zu werden, eigentlich
wahnsinnig mutig.
Oder war es notwendig auch?
Ja, also Mieterfelderführung ist
mit definitiv das Schwierigste
eigentlich als Unternehmer.
Und wenn ich nicht selbst im
Unternehmen tätig wäre, wäre es
wahrscheinlich noch viel
schwieriger.
Also wenn man nur einmal in der
Woche jetzt hinschauen würde,
würde das Ganze ja nicht
funktionieren.
Aber klar, das ist eine gewisse
Größe, sag ich mal, braucht man,
wenn man eine gute Beratung...
sagen wir mal, bieten will.
Und als Handelsgeschäft sind wir
teilweise auch wahrscheinlich
überbesetzt vom Personal.
Aber dadurch können wir uns
einfach am Kunden mehr Zeit
nehmen.
nehmen.
Und das ist viel mehr wert und
bringt uns vielleicht wieder der
Kreis zum Marketing, bringt uns
viel mehr als jetzt irgendwo in
Also sehr viele Geschäfte aus dem
der Zeitung Analyse schalten.
Sportbereich schalten einfach sehr
viel Werbung, kostet irrsinnig
viel Geld, dann kommt der Kunde
hin und dann hat er dort ein
Einkaufserlebnis, was überhaupt
nicht passt.
Und bei uns ist es eher andersrum,
dass wir einem Kunden was bieten
wollen, was kein anderes Geschäft
kann.
Und das schätzt der Kunde.
Das Individuelle ist einfach beim
Fahrradfachhandel so entscheidend,
weil es gibt so viele verschiedene
Modelle.
Dann, wenn man sagt, okay, jetzt
will man mal ein Rennrad oder ein
Gravelbike, das ist einmal die
erste Grundentscheidung.
Dann geht es, welche Geometrie
passt überhaupt zu mir?
Passt eine Race -Geometrie oder
eher eine komfortable?
Dann hat man mal die Geometrie
besprochen und dann geht es um die
Rahmengröße.
Und wenn man mal, sagen wir mal,
das richtige Rad hat, dann geht es
erst um die richtige Einstellung.
Und das ist eine Expertise, wo
kein anderer hat und was ich von
der Bicke auf als Profi natürlich
gelernt habe.
Und das weiterzugeben, das ist
entscheidend.
Und dann ist auch der
Kaufabschluss von Kunden einfach
natürlich viel, viel leichter, als
wenn er sagt, okay, das Rad
nimmst, das wird schon passen.
Jetzt haben wir ja in Österreich
ein bisschen, nicht nur in
Österreich, sondern eigentlich
weltweit das Problem stationärer
Handel gegen Internet.
Ist das ein Problem für dich?
Lösst du das sozusagen mit dem,
was du uns jetzt da gerade erklärt
hast?
Machst du dir da schon auch
Gedanken darüber?
Natürlich, also online wird
natürlich ein großes Thema oder
ist ein großes Thema, aber es ist
produktabhängig.
Also wir haben ganz klar
Auswertungen vom ersten Monat,
also da ist mein zweiter Partner
extrem akribisch und wertet alles
aus.
Ich mache sehr viel nach Gefühl.
Und einen Einkauf und ich triffe
das schon sehr gut und er belegt
es mir halt mit Zahlen.
Also die Kombination aus beiden,
Kombination beiden, sage ich mal,
ist dann sehr wichtig.
Aber man sieht schon von den
Artikeln, wo wir als Mensch den
Kunden beraten können, kauft er
auch im stationären Handel.
Alle Produkte.
wo jetzt sage ich einmal, ein
Schlauch, ein Reifen, der was
immer gleich ist, ich weiß, ich
habe den Conti 4000 S 30 mm, den
wird der Kunde normalerweise nicht
mehr bei uns kaufen, weil er bei
uns um 30 % mehr kostet, als wenn
er irgendwo im Internet bei einem
Online -Handel.
Das heißt, man muss natürlich auch
dann seinen wahren Einkauf auf die
Artikeln stärken, wo man eine
Beratung braucht, einen richtigen
Sattel zum Beispiel.
Da geht es einfach Sattelbreite,
Länge, Position am Rad montiert.
Da können wir das Fachgeschäft
wieder punkten.
Andererseits ist es wichtig, dass
man die Produkte online darstellt.
Also ein Kunde informiert sich
online vorab.
Das heißt, der Online -Shop auch
bei uns ist sehr, sehr wichtig.
Aber wir wollen den Kunden zum
Abschluss bei uns im Geschäft oder
am besten eigentlich mit einem
Beratungstermin.
Also man kann mittlerweile bei uns
Beratungstermine buchen, wo man
schon ungefähr das angibt, was man
sucht.
Und dann können wir aus unseren 20
Verkäufern den Spezialisten für
die Kategorie den Kunden zur Seite
stellen.
für die Kategorie den Kunden zur
Seite stellen.
Und das ist eine Geschichte, was
auch sehr, sehr gut angenommen
wird.
Das heißt, der Online -Shop ist
für euch kein richtiger Shop, um
zu erzählen, sondern eigentlich
eine Lead -Generierung?
Dass sie sagt, sie wolltest die
Leute dazu bringen, dass die das
so spannend finden, dass sie
sagen, okay, jetzt nehme ich mir
wirklich auch die Zeit und das
Invest auch dazu, um zu sagen, ich
gehe kein Risiko ein, weil wenn
ich ja zu euch komme, dann ist
mein Risiko, dass ich das falsche
Teil finde, ja gegen Null.
Was ja online durch Versprechen
und Werbung natürlich ein bisschen
schwieriger dargestellt ist.
Richtig, also zu 95 % machen wir
unseren Umsatz stationär.
5 % wird circa online sein, da
geht es um Räder.
wo ein Kunde, sagen wir jetzt aus
Deutschland, ist da eigentlich für
uns der größte Markt, in ein
Fachgeschäft gegangen ist, hat
gewusst, okay, ich will das Radl
und der Händler hat es nicht mehr
verfügbar.
Und das heißt, der Kunde sucht
dann speziell nach einem Modell,
nach der Rahmengröße, der weiß
schon, was er will.
Und passiert uns auch natürlich,
weil wenn ein Kunde zu uns kommt
und sagt, okay, das wäre
eigentlich jetzt das Richtige,
aber wir haben es nicht mehr und
es ist ausverkauft beim
Hersteller.
passiert uns genauso, dass der
Kunde dann woanders das Radl
kauft, ist man aber trotzdem viel
lieber, als er kauft bei uns das
Falsche.
Und dann fährt er draußen, er ist
selber nicht happy, andere
Radlfahrer sagen, du, was ist denn
das her, das passt ja überhaupt
nicht.
Also da ist lieber mal am Verkauf
weniger machen, bringt er auf
lange Sicht definitiv mehr.
Das heißt, das Thema Kommunikation
ist bei euch sehr stark auf...
darauf ausgelegt, Mundpropaganda
quasi, dass das die
Weiterempfehlungen sehr hoch gibt,
weil, wie du vorher gesagt hast,
viele schalten Inserate, TV
-Werbung und so weiter, hat
natürlich auch einen Sinn, muss
ich auch sagen, ich bin in der
Branche, aber es bringt ja auch
was.
Aber natürlich, so wie du das
Konzept von dir vom Grundgeschäft
angelegt hast, sind die Inserate
oder Werbung ein Teil der
Kommunikation, aber in Wahrheit
briten sie die Sichtbarkeit zu
dem, es bringt ja auch sie die
Sichtbarkeit zu dem, was du lebst.
Ist korrekt.
Also funktionieren tut das
natürlich.
Und in einer gewissen
Größenordnung muss man dann halt
machen, dass man sichtbar wird.
Also das ist natürlich dann, und
da muss man es im Geschäft
abbilden können.
Das ist ja das große.
Genau, also das ist dann im
Endeffekt das Ding.
Und ich sage einmal, wir können
von März bis September, können wir
gar nicht viel mehr machen.
Also viel mehr Räder in der
Qualität, was wir bieten wollen,
könnte man vielleicht vorne im
Verkauf verkaufen.
aber im Service gar nicht
aufbauen.
Weil die Räder kommen im Karton
angeliefert und 0815 -Geschäft
baut der Radl in 10 Minuten auf
und wir nehmen uns Zeit für Radl 1
,5 bis 2 Stunden.
Weil einfach die Qualität im
Aufbau im Nachgang viel weniger
Reklamationen und
Kundenzufriedenheit bringt.
Und viel mehr Räder können wir gar
nicht in der Qualität aufbauen.
Von Winter, klar.
Das ist im Radsportfachhandel bei
uns die große Challenge.
Da ist die Nachfrage gegen den
Sommer, das ist halt 90 zu 10.
Also den Winter zum Bespielen, das
ist sicherlich eine
Herausforderung.
Aber solange der Sommer gut genug
ist.
Und die Winter wärmer werden.
Spielt es uns in den Karten.
Spielt es uns in den Karten.
uns in den Karten.
Aber macht sie dann im Winter
spezielle irgendwelche Aktionen
oder Themen?
Oder nutzt sie das für
Vorbereitung für den Sommer schon,
Räder aufzubauen, was ein Neues
daherkommt?
Wie geht es ja dann über den
Winter?
Weil 40 Leute werden ja auch
beschäftigt bis zu einem gewissen
Grad.
Das ist auch bei uns vielleicht
untypisch in der Branche.
Wir beschäftigen alle Mitarbeiter
ganzjährig.
Sehr cool.
Weil mir einfach wichtig ist, ein
guter Arbeitgeber zu sein und
nicht sagen, okay, im Sommer
brauchen wir euch und dann im
August brauchen wir euch nicht
mehr, haben wir euch raus und dann
Also klar ist es manchmal
notwendig.
suchen wir im Frühjahr neue.
Also mir ist auch wichtig, dass
wir sehr langjährige Mitarbeiter
im Unternehmen haben.
Die Kunden kennen seinen Berater
wieder, kommen auch wieder zu dem
jeweiligen und die Fluktuation
finde ich auch nicht gut.
Aber im Großen und Ganzen der Kern
muss schon stehen.
Und die Herausforderung im Winter,
klar kann man, sagen wir mal, ein,
zwei Monate finden wir uns gute
Beschäftigung, wo wir uns
vorbereiten.
Aber irgendwann haben wir dann so
viele Räder aufgebaut, dass wir
gar nicht mehr hinstellen können.
Das heißt, die Mitarbeiter
müssen... im Winter im Urlaub
gehen.
Können Sie das nicht aussuchen?
Ja, nein.
Also wir haben eine 50 -50 -Regel,
also 50 % im Sommer, 50 % im
Winter.
Das sind ja alles Radlfahrer.
Deswegen können wir den kompletten
Sommerurlaub wegnehmen.
Das geht ja auch nicht aus.
Das geht auch nicht.
Aber wir schauen schon.
Also wir haben Öffnungszeiten bis
18 Uhr zum Beispiel unter der
Woche.
Da sind wir auch im Sommer.
geht ja Da auch noch gewisse
Freizeit da ist, das ist glaube
ich im Handel auch gar nicht mehr
so.
Wir haben Montag fix geschlossen,
also die Werkstatt arbeitet, aber
der Verkauf ist um Montag zu, dass
die Mitarbeiter zwei Tage frei
haben zur Erholung.
Also wenn du Vollzeit arbeitest
und Samstag ist im Handel einfach
natürlich ein wichtiger Tag, wo
wir auch die Membauer brauchen.
Und der erste Tag, Montag war
immer stark.
Das heißt, du hast nur den Sonntag
frei und das ist eigentlich zu
wenig.
Montag immer frei.
Und so habe ich gesagt, okay, der
Verkaufsmitarbeiter hat Sonntag,
So kann er besser planen.
Und ja, ist auch ein gewisser
Mehrwert.
Jetzt bist du schon ziemlich lange
im Geschäft.
Gibt es da irgendwie eine
Veränderung?
Seit Beginn merkt man da was in
Bezug auf Kommunikation?
Das, was der Kunde fordert, hat
sich da was verändert?
Oder ist das eher so ein Prozess
mit wenig Abweichung?
Man muss immer weiterentwickeln.
weiterentwickeln.
Das ist wie im Profisport.
Wenn man heute Erfolg hat und man
macht das Gleiche, hat man in
einem Monat keinen Erfolg mehr.
Man muss sich ständig neu
erfinden, man muss auch immer
wieder investieren.
investieren.
Ich glaube, das ist auch im
Unternehmertum ganz wichtig, dass
man nicht stehen bleibt.
Und dass der Kunde und der
Mitarbeiter auch sieht, da tut
sich was, da entwickelt sich was.
Andererseits natürlich jetzt vom
Ladenbau, vom Shop, dann natürlich
die Produkte, aber auch die
internen Prozesse, dass man das
schon immer wieder hinterfragt.
Also da bin ich vielleicht so Shop
und Gestaltung, das macht Spaß,
weil da sieht man Veränderungen.
Prozesse muss man natürlich auch
anpassen.
Und dann auch das ganze
Warenwirtschaft und KI -Thema.
Also da kommt natürlich noch sehr,
sehr viel.
Und wo man auch sehr, sehr viel
Geld ausgeben kann oder muss, dass
man eigentlich nicht stehen
bleibt.
Weil wenn man da einen Stau
zusammenkriegt, nach zehn Jahren
so viel Geld hat keiner, dass man
dann das Ganze investiert.
Also sich ständig neu erfinden,
sich weiterentwickeln.
Ist wie im Profisport, im
Unternehmertum, glaube ich, auch
ganz wichtig.
Stichwort natürlich, dass wir
wiederkehrend haben im Podcast das
Thema KI.
Du hast vorher angemerkt, die KI
hilft bei der Erstellung von
Trainingsplänen jetzt.
Aber wie viel KI ist bei euch im
Geschäft schon drinnen?
Wie hilft ihr oder wie unterstützt
euch die KI?
Also ich sage mal in Webshop
-Texten zum Beispiel.
-Texten zum Beispiel.
Also wir schauen, dass wir nicht
die Herstellertexte verwenden,
sondern eigene Texte schreiben und
da hilft die KI natürlich.
schon sehr.
Sonst noch nicht wirklich viel,
weil in der Beratung die KI wird
der Mensch hoffentlich bleiben.
Korrekt.
Aber natürlich war es so...
Man könnte sich vollstellen,
könnte sich vollstellen, beim
Backfitting mit bildgebenden
Methoden kann die KI unterstützen
auch.
Ja, also...
Sicherlich.
Also man muss sich dem Thema schon
stellen und ich glaube, dass man
viele Prozesse im Hintergrund für
Mitarbeiter einfach vereinfachen
kann.
Weil natürlich jetzt bei uns der
erste Kontakt mit dem Kunden, klar
ist der Mitarbeiter und dann geht
es schon zur Vermessung.
Das heißt, jeder Kunde wird einmal
vermessen, dass man wissen, wie
groß er ist, wie lange Beine hat
er, wie lange Hände, Oberkörper.
Und aufgrund dessen ergibt sich
dann eigentlich die richtige
Radgeometrie und auch Radauswahl.
Das heißt, das ist der erste Punkt
und dann geht es halt zu die
Räder, also einmal Schnittstelle
zu unserem Online -Shop, wo man
dann einmal am Computer schaut,
okay, welche Räder haben wir da
und dann geht es zum Produkt.
Und dann Daten exportieren in die
Warenwirtschaft.
Also ich sage, die ganzen
Schnittstellen von den
verschiedenen Systemen, was sich
über die Jahre natürlich dann
entwickelt hat, weil am Beginn
haben wir Warenwirtschaftssystem
gehabt und sonst gar nichts.
Und jetzt haben wir das Body
Scanning, wo wir halt die
Vermessdaten haben.
Dann haben wir unser Service Tool,
wo jedes Rad quasi auf den Kunden
geschrieben wird, quasi auf den
Kunden geschrieben wird, in die
Werkstatt kommt.
Dann automatisierte Mails im
Nachhinein.
Also das ist sicherlich ein Thema
von der KI, sicherlich ein Thema
von der KI, wo man sicherlich das
vereinfachen kann für den
Mitarbeiter.
Aber da muss man auch mal den
Richtigen finden, der sich da
auskennt und auch in der
Radsportszene auskennt.
Ja, und vor allem nicht KI
anführen, da KI wählen, sondern es
muss ja wirklich eine FC
-Entsteigerung sein, weil nur um
zu sagen, ich habe KI im Einsatz,
ist zu wenig.
Richtig.
Ich wollte nochmal auf das Thema
Werbung zurückkommen vorher.
Du hast ja schon angesprochen, es
gibt ja auch unterschiedliche
Hersteller, die alle wiederum
unterschiedlichste Typen und
Modelle haben.
Die dürfen auch natürlich sehr
stark in Marketing und Werbung
investieren.
Wie sehr könnt ihr davon
profitieren, dass die ja
Kommunikation machen?
Ja, natürlich.
Also ich sage mal, der Profisport
selbst ist natürlich Marketing.
Also Tude Frost, Cedro Italia, die
ganzen Klassiker, weil ja da die
Räder gefahren werden, die was wir
verkaufen.
Also im Endeffekt ist ja das
Radsport Profitum ein großes
Marketing -Tool für den Radsport
-Fachhandel.
Oder für die Hersteller.
Und dann ist natürlich, wenn neue
Produkte gelauncht werden, dann
ist natürlich da Facebook,
Instagram, wo natürlich schon
einiges geschieht.
Also ist aber auch, wenn man es
jetzt in andere Branchen nimmt,
vielleicht noch ein bisschen zu
Also die Radsporthersteller sind
leihenhaft.
im Endeffekt auch keine
Riesenkonzerne, sondern sie
präsentieren oft Sachen.
machen im Kundenhaus, der Kunde
kommt zu uns im Geschäft und sagt,
die Marke Bianchi oder Scott haben
ein neues Rad vorgestellt, sage
ich, ja, wissen wir, aber es kommt
vielleicht in zwei Monaten erst.
Also das merkt man immer wieder,
leider Gottes, und das haben wir
auch schon öfters angebracht, dass
wenn die was launchen, das muss
bei uns im Geschäft stehen.
Alles andere ist eigentlich eine
Katastrophe und ein
ausgeschmissenes Geld.
ist eigentlich eine Katastrophe
und ein ausgeschmissenes Geld.
Und das passiert leider Gottes
viele Hersteller.
Das habe ich damals mitbekommen,
einzelne Hersteller haben ja
begonnen, eigene Stores
aufzubauen, also Markenstores
aufzubauen, die ja dann quasi in
einem direkten Konkurrent stehen.
Spielt man das in Wien, in
Österreich?
Wahrscheinlich nicht so sehr.
Das schaut ja nur nach außen so
aus.
schaut ja nur nach außen so aus.
Also um das jetzt vielleicht bei
Cube zu nennen, es gibt
mittlerweile in Österreich Cube
Stores, aber das hat nichts mit
der Marke Cube zu tun.
Also das ist eine deutsche Kette.
Die Multi -Cycle, die was einfach
nur Cube -Räder verkauft und nennt
sich Cube -Store.
Aber es hat eigentlich selbst mit
der Firma Cube nichts zu tun.
Also deswegen, klar, es ist ein
Mitbewerber und ist auch unsere
mengenmäßig größte Marke.
Aber uns bringt es glaube ich
sogar, was das in der Nähe von
unserer Cube -Store ist, weil die
Kunden vergleichen natürlich.
Und wenn sie dort hingehen, ist
halt irgendein Geschäftsführer
dort oder irgendein Shop -Leiter,
besser gesagt.
Und wenn das nicht Unternehmer
geführt ist, ist halt nicht der
Drive, nicht die Beratung, nicht
die Qualität wie bei uns.
Und glaube ich, beim Preis werden
sie das eine oder andere
verkaufen, wo wir vielleicht nicht
machen.
Aber am Ende des Tages ist die
Weiterempfehlung, wo der Kunde
zufrieden ist, dass das Rad nicht
kraucht nach der ersten Ausfahrt.
dass er die richtige Größe hat und
richtig eingestellt ist, viel mehr
wert als wie jetzt 100 Euro
Rabatt.
Alles klar.
Aber das heißt, wir haben jetzt
sehr viel über Rennrad und
Profisport auch gesprochen.
Eure Kundschaft ist wirklich vom
Kleinkind auf, das zum Fahrrad bis
zum wirklich Hobbyfahrradfahrer,
alles mögliche.
Ihr könnt das komplette Sortiment
auch anbieten, halt nur in einer
professionellen Betreuung.
Korrekt.
Also wir bieten vom Kinderrad,
vom...
16 Zoll fängt es eigentlich an,
also wenn man das erste Rad
bekommt, 1000 Euro Mountainbikes,
Jugendräder, E -Bikes natürlich.
Aber mir ist wichtig in einer
Qualität, ob der Kunde jetzt ein
Radl um 10 .000 Euro, ein Radl
kauft oder um 1 .000 Euro, darf in
der Beratung keinen Unterschied
machen.
Also das ist ganz wichtig und
deswegen schauen wir auch, dass
die Produkte von uns eine Qualität
haben.
Hat natürlich auch seinen Preis.
Also es gibt sicherlich andere
Geschäfte, wo man jetzt günstigere
Räder kauft, aber da wird man,
wenn man es wirklich nutzt, wird
man keine Freiheit damit haben.
Und wir merken schon, dass
Österreich ein Qualitätskunde ist.
Also der Suchqualität und genau
das können wir bieten.
Aber wie siehst du allgemein jetzt
den Markt?
siehst du allgemein jetzt den
Markt?
Also rein jetzt vom allgemeinen
Fachsporthandel, der wird immer
rückläufiger als es hat den einen
oder anderen.
Ist ja vom Markt auch
verkauft worden.
verschwunden, jetzt ist auch ein
großer Österreicher wieder
Wie sehst du grundsätzlich den
Markt, also im Fahrradmarkt jetzt
speziell in Österreich?
Ist der stagnierend oder sind die
Österreicher noch immer, haben die
weiterhin Lust drauf, auch nach
Corona mit dem Fahrrad
rauszufahren, weil in der Zeit
nämlich an wird.
Hat ja jeder alles gekauft, was
irgendwie mit Trost zu tun hat.
Sei es jetzt, ob es ein
Swimmingpool war, ein Rasenroboter
oder ein Fahrrad.
Wenn es geklappt hat, ja.
Wenn es geklappt hat, ja.
Ja, also klar, Corona -Zeit war
natürlich, also da ist vor allem
halt sehr viel Freizeit da gewesen
und auch sehr viel Budget, wenn
man nicht in die Gastro und nicht
auf Urlaub fahren hat können.
Also da ist ja wirklich der
Sportfachhandel leer gekauft
worden und auch, sage ich mal,
sehr viele gerettet worden, noch
einmal.
Und jetzt findet da schon eine
Bereinigung statt.
Und klar, E -Bike -Thema hat
damals alles ein E -Bike gekauft.
Und da merkt man schon, dass die
Nachfrage oder dass das mal
gesättigt ist und es jetzt wieder
ein paar Jahre dauert, bis das E
-Bike dann wieder einen Aufschwung
erleben wird.
Also das ist aktuell sicherlich
rückläufig.
rückläufig.
Aber mit der, sage ich mal,
eigentlich ist es kein Nische oder
für uns vielleicht schon, aber das
Rennrad -Thema und Gravel -Bike.
muss man halt einfach vom
Zeitgeist treffen.
Und klar, mit meiner Person sind
wir natürlich schon einmal, die
Kompetenz vom Rennrad ist einfach
da.
Das Gravel -Bike ist wie ein
Rennrad.
Und somit haben wir, sagen wir
mal, das sehr gut abfangen können.
Also woanders ein Stückzell
verlieren, wie beim E -Bike,
gewinnen wir bei Rennrad und beim
Gravel.
Und das ist dann halt auch wieder
die Kunst im Einkauf.
Rüstige Ware.
Genau, ein Jahr im Vorlauf müssen
wir die Ware bestellen.
Also wir bestellen jetzt im Juni
die Ware für 2027.
Und da den Trend zu erkennen, wo
geht es hin, ist natürlich nicht
einfach, aber auch eine Stärke von
uns.
Jetzt nähern wir uns langsam den
Engel.
Jetzt habe ich noch zwei Fragen,
vielleicht noch die anderen auch
noch.
Aber mit der Erfahrung jetzt, die
du mit allen Höhen und Tiefen, die
du gehabt hast.
Was würdest du jetzt Jüngeren
mitgeben, die zum Beispiel sagen,
sie wollen Profisportler allgemein
nicht führen, jetzt nicht ums Rad
führen?
Es ist natürlich jetzt im Tennis
haben wir den Dominik Thiem,
aktuell die Lili Taga, im Radsport
jetzt der Gall, der gut unterwegs
ist, auch im Skifahren und so
weiter.
Es wird halt immer an einzelnen
Personen aufgehängt, aber es gibt
ja viele Leute, die den Weg
dahinter vielleicht nicht schaffen
oder machen.
Würdest du den Jüngeren sagen?
probier es, wenn es möglich ist.
Es bringt dich auch im Leben sonst
weiter.
Oder an einzelnen
Aushängeschildern, Tennis -Sport,
wir sind beide Tennis -Spieler, da
gibt es viele, die es probieren,
aber nicht so weit kommen.
Also wenn man die Möglichkeit hat,
als Sport in jungen Jahren ganz,
ganz wichtig.
Und auch das Ziel haben, dann
Profisportler zu werden.
Ich finde es eine geniale Sache,
weil man einfach sehr, sehr viel
lernt, ob man dann wirklich Profi
wird oder nicht.
Das ist dann wieder natürlich ein
anderes Thema, aber man lernt in
den Jahren, Jahren, wo man mit 12,
13, 14 vielleicht dann intensiver
zum Trainieren anfängt und bis 20,
wo man den Sprung dann zum Profi,
egal welcher Sportart, geschafft
haben soll.
Das sind einfach extrem lehrreiche
Jahre, wo Disziplin, Konsequenz,
wo man sehr, sehr viel lernt.
Und wichtig ist, dass der Antrieb
von einem selbst kommt, dass man
selber den Sport machen will, dass
man Spaß hat und dass man nicht
jetzt von Eltern oder Freunden
irgendwo gedrängt wird.
Weil das wird nicht funktionieren.
Du kannst vielleicht in jungen
Nachwuchsjahren da was herausholen
und dann auch österreichische
Spitze werden.
Aber wenn du das selber nicht
willst und nicht selber gern
machst, wirst du kein Profi
werden.
Also es muss immer der eigene
Antrieb sein.
Und ich merke das auch bei meinen
Kindern.
Die machen irrsinnig gern Sport
und haben ein Talent, aber die
haben den Biss nicht.
Also wir haben beide keine
Profisportler werden.
haben beide keine Profisportler
werden.
Sie machen aber trotzdem viel
Sport.
Sie haben trotzdem Spaß dran, aber
halt nicht die Konsequenz.
Und es ist halt immer, ja.
Großer Suppentopf mit vielen
Zutaten und dann müssen halt alle
drinnen sein.
Wenn eine fehlt, wird es nicht
erfolgreich sein, aber es ist
trotzdem viel gescheiter,
gescheiter, die Kinder machen
einen Sport, als wir machen Party
oder was der Teufel was.
Hört auch dazu, aber nicht nur.
Abschließende Frage noch, eine
vielleicht persönliche Frage noch.
Was bedeutet der Erfolg für
Bernhard Kohl jetzt im Vergleich
zu früher?
Also was siehst du als Erfolg für
dich selber an?
Beim Profisport kann man sagen,
ich bin bergauf gekommen und habe
gewonnen, aber was siehst du jetzt
für dich persönlich als Erfolg an?
Die Ausgeglichenheit, die du hast,
oder was kann man da sagen?
Das ist keine einfache Frage, was
man für Erfolg definiert.
Klar, man hat schon Visionen und
Ziele und das muss auch da sein,
dass das große Ganze funktioniert
und das Geschäft da, sage ich mal,
einfach eine Zukunft hat im
weiteren Leben in den nächsten,
keine Ahnung, zig Jahren.
Aber ich habe auch schon einmal
erlebt, habe auch schon einmal
erlebt, wenn man zu viel will,
dass es auch in die Hosen gehen
kann.
Also Erfolg ist definitiv, wenn
man ohne Bauchweh gut schlafen
kann und weiß, kann und weiß,
okay, das läuft gut, ich muss da
und da noch das Zahnrädchen
drehen.
Aber ich habe nicht nur das
Geschäft, sondern auch Familie, wo
ich Zeit mit der Frau, mit den
Kindern verbringen kann.
Ich kann selber zum
Ausgleichssport machen.
Also das ist für mich auch ganz
wichtig geworden, dass ich...
Nicht zwölf Stunden jeden Tag im
Geschäft stehe, sondern eigentlich
jeden Tag meine zwei Stunden habe,
Stunden habe, wo ich für mich
selbst Sport machen kann.
Und da ist auch die Kombination
aus Fahrrad und Tennis eigentlich
eine geniale Geschichte.
Weil wenn ich Fahrrad fahren gehe,
habe ich super viele Gedanken und
entstehen auch viele gute Themen,
wo man im Geschäft umsetzt oder
auch familiär, wo man sich wieder
was denkt.
Und beim Tennis ist man mal
komplett aus der Welt
rausgerissen.
Da ist die gelbe Filzkugel und die
gescheit Treffen.
Da ist die Und da gibt es keinen
Gedanken links und rechts.
Also da hat man eigentlich alle
Sorgen irgendwo vergessen oder
alle Ideen.
Und man ist nur auf den gelben
Ball fixiert.
Und beim Radlfahren hat man, hat
man, oder habe ich die Zeit, dass
ich sehr viele Gedanken und viele
Ideen im Kopf spinnen kann.
Ich hätte auch noch kurz zwei
Fragen.
Mit einer gibt es ja nicht zu
reden.
Die zweite hat sich jetzt leider
im Gespräch ergeben.
Das Thema Sportförderung und
manchmal leisten wir uns einen
Ausflug in die Politik in diesem
Podcast.
Ich werde immer wieder diskutiert
und vor kurzem wieder einen
Artikel darüber gelesen.
Vor allem die Ungleichverteilung
der finanziellen Mittel des Sports
oder wo Sportler auch angestellt
sind.
Was wäre dein Ratschlag an die
Politik?
zweite hat sich jetzt leider
Radsport auch anders zu fördern
oder mehr zu fördern.
Wie siehst du das?
Bist du da zu weit raus im
Profisport, dass du da mit einem
Staubtipp zurückhältst?
Die Sportförderung in Österreich
ist schwierig, einem Staubtipp
zurückhältst?
Die Sportförderung in Österreich
ist einem Staubtipp aber
wahrscheinlich nicht nur in
Österreich.
Das ist ein globales Thema
wahrscheinlich, dass du die
Unterstützung von den Eltern
brauchst.
die das finanzieren in jungen
Jahren, wo es noch keinen Sponsor
interessiert natürlich.
Und meiner Meinung nach gehört es
irgendwo, also es sind viel zu
viele Talente, die was eigentlich
alles hätten, außer dem
finanziellen Rahmen, dass sie sich
das leisten können.
sie sich sie sich das leisten
können.
Und das gehört irgendwo vielleicht
aufgebrochen und da ist, glaube
ich, ein Anteil vom Profisport, wo
so viel Geld verdient wird.
Wo das eh nur mal ein Teil am
Papier ist, da gehört irgendein
gewisser Teil in der
Nachwuchsförderung, das
prozentuell zur Einwohnerzahl
einfach ein gewisses Budget gibt,
zur Einwohnerzahl einfach ein
gewisses Budget gibt, wo halt eben
Tennis reinfließt, wo die besten
100 österreichischen
Nachwuchsspieler einfach auch ein
gutes Training haben, auf Turniere
fahren können oder Radsportler auf
Rennen fahren können.
auf Rennen fahren können.
Also da wäre es schön einfach,
wenn, sagen wir mal, Top 100 jetzt
in Österreich, die die Chance
hätten, wirklich Profi zu werden.
Ohne finanziellen Background.
Ohne finanziellen Background,
richtig.
Das ist eine gute Antwort.
Und die zweite Frage wäre, du
bereitest dich ja intensiv darauf
vor, was du nächstes Jahr
einkaufen wirst.
Wir haben jetzt gehört, Cradle
Bike, also Cradle Bike habe ich
nicht auf der Uhr gehabt vor ein
paar Jahren.
Gibt es jetzt nicht, ist sehr
verbreitet.
Was können wir uns einstellen, was
wird spannend nächstes Jahr?
Es kommt komplett Neues.
Das Rad wird neu erfunden, das ist
ja logisch.
logisch.
logisch.
Also es wird größer.
Also wir haben ja beim
Mountainbike von 26 Zoll auf 29
Zoll erlebt, also Laufradgröße,
weil das halt leichter rollt.
Und die Industrie arbeitet gerade
an 32 Zoll.
wir arbeitet gerade an 32 Zoll.
Also es wird noch einmal größer.
Das geht ja doch auf Kosten.
ja doch auf Kosten.
wenn ich einen Trail fahre, auf
die Wendigkeit?
Wendigkeit ja, aber ich rolle halt
leichter drüber.
leichter drüber.
leichter drüber.
Also das ist so, wird schwierig
von der Geometrie, vom Rahmen
natürlich.
Und macht es auch wieder für uns
nicht leicht, weil jetzt hast du
dann fünf verschiedene
Laufradgrößen, Reifengrößen, die
du lagernd haben musst.
Eigentlich ein schwieriges Thema
und die Industrie probiert sich
halt neu zu erfinden, aber ich
sage mal 29 Zoll oder 28 Zoll beim
Rennradgräbel funktioniert und
eigentlich kann man es von der
Geometrie von 1 ,50 Meter bis 2
,10 Meter sinnhaft gut bauen.
Wenn ich jetzt 32 Zoll bringe,
passt es ab 1 ,80 Meter.
Das heißt, du hast dann ein Modell
noch einmal mit zwei Laufradgrößen
auch noch.
Modell noch einmal mit zwei
Laufradgrößen auch noch.
Also das wird vom Einkauf her noch
einmal schwieriger, das dann
richtig zum Bestellen.
Oder auch für den Hersteller
richtig zum Produzieren.
Das heißt, man macht jetzt dann
nicht vorne 29, hinten 22?
Ja, gibt es auch.
Also vorne größer als hinten zum
Beispiel, ja.
Bandscheiben.
Ungeklärt, okay.
Ja, können sein.
Ich glaube, ich muss es
ausprobieren.
Ich bin dann 96.
Für mich ist es ja spannend, wenn
das Laufrad größer ist.
Schaut es gar nicht so groß aus?
Ja, im Sitio jetzt.
Ah ja.
Ah ja.
Und im Alter, also Schunft.
Ich muss mal ausmessen lassen.
Am Arm bin ich vier Zentimeter
kleiner.
Ich muss mal ausmessen Die
Also bis zu vier Zentimeter.
Ja gut, dann versuche ich mich
wieder an einer Zusammenfassung.
gut, dann ich mich wieder an einer
Zusammenfassung.
Halt einmal ganz anders.
Ich möchte einmal die emotionale
Ebene betrachten, in der wir uns
bewegt haben.
Und das war ja für mich so
wahnsinnig spannend, weil ich mir
jetzt da so kurz Gedanken gemacht
habe.
Da muss man etwas ganz klar sagen.
Wir haben heute in diesem Podcast,
um jetzt das sozusagen mit einem
Sportreporterbegriff auszudrücken,
eine brutale Ehrlichkeit erlebt.
Und zwar wirklich in einer Art, wo
man nicht nur ins Business tiefe
Einblicke erhalten hat, was wir
eigentlich fast immer kriegen,
persönliche Ebene, wie das
zusammenspielt, auch mit dem
Erfolg, dann hat der Bernhard sehr
viel Klartext geredet, anders kann
man das nicht sagen, da war nicht
viel Umschweifen dabei oder Dinge
schön reden, das hat mich sehr
beeindruckt, muss ich sagen.
Was mir als Unternehmer super
gefallen hat, er hat ein
unglaubliches Plädoyer dafür
geführt, dass es wichtig ist, dass
Unternehmen Unternehmer geführt
sind.
Und dann sind wir bei diesen
weichen Faktoren, die gerne
Das ist an vielen, vielen Stellen
herausgekommen.
unterschätzt werden im Business,
nämlich dieses Gespür fürs
Geschäft.
Und das merkt man bei ihm nicht
nur die Leidenschaft, sondern da
gehört noch etwas mehr dazu, das
darüber nachdenken, wie entwickelt
sich das, wo führt das hin und das
auch kritisch zu machen.
Und dann haben wir zwei Dinge
gehört, die halt auch dazugehören
zum Unternehmertum.
Nämlich das eine, das ist
Disziplin.
Und was man gespürt hat, was nicht
angesprochen wurde, aber beim
Bernhard Kohl spürt man auch, da
ist, ich glaube, eine brutale
mentale Stärke auch dabei, das
Ganze, die Dinge so durchzuziehen.
Aber wenn man sich dem Podcast
jetzt so wieder im Nachgang
vergegenwärtigt.
Das klingt alles so irgendwie
rational, logisch, aber da gehört
schon ganz viel, viel dazu.
Dann haben wir gehört, dass er
eigentlich Rauchfangkehrer war und
sich dafür entschieden hat, das
dann nicht aufzugreifen nach dem
Ende seiner Karriere.
Er hat uns einen Tipp mitgegeben,
der ist auch nicht nahe, aber mit.
Wenn er das sagt, dann kriegt es
schon eigene Bedeutung.
Nämlich das eine ist das
Nichtstehenbleiben und das andere
ist das Sich -Ständig -Nauer
-Finden.
Also liebe Hörerinnen und Hörer,
wir haben heute sozusagen die
Sendung gehabt von der Weltspitze
des Sportes zum Unternehmertum.
Spannende Geschichte, weil...
Zwei Folgen vorher haben wir
gehört, wie man von der Tankstelle
zum Weltmarktführer wird.
Eine Geschichte mit etwas
umgekehrten Vorzeichen.
Aber was man auch spürt beim
Bernhard Kohl ist, ich glaube, da
ist große innere Zufriedenheit da.
Und ich glaube, das ist schon
sehr, sehr wichtig fürs Business.
Ja. Dann bleibt mir nichts anderes
mehr übrig, als mich bei meinen
beiden Hosts zu bedanken.
Beim Peter Rosenkranz von
Media4More.
Danke, Peter, für unseren Gast.
Danke.
Danke fürs Kommen, Bernhard.
Sehr gerne.
Und beim Willi Steindl von Resync
Consulting.
Danke dir, Thomas.
dir, Thomas.
Danke für die schonungslose
Offenheit und auch wirklich super
tiefe Einblicke.
Und danke fürs Zuhören.
Ja, und dann...
Ganz herzlichen Dank an unseren
Gast, an Bernhard Kohl.
Wirklich vielen, vielen Dank.
Seelenstript ist, zumindest in der
harten Zeit.
Manche würden sagen, fast
Aber für mich als Unternehmer, der
das auch schon lange macht, sind
solche Gespräche wichtig, weil man
sozusagen auf eine ganz andere Art
unter die Kulissen zieht.
der harten Zeit.
die Kulissen zieht.
Vielen Dank Bernhard Kohl fürs
Kommen und für die.
tollen Einblick.
Sehr gerne.
Hat sehr viel Spaß gemacht und
einfach so von der Leber raus zum
Reden ist immer am besten.
Mein Name ist Thomas Nasswetter
vom Planet Podcast und ich wünsche
Ihnen wie immer eine schöne Zeit.
Machen Sie es gut und bleiben Sie
uns gewogen.